Archive for » Juni, 2006 «
Es ist erstaunlich, wieviele Widersprüche ein Bild hervorrufen kann, wieviele Meinungen und Emotionen. Ich werde es weiterhin tun. Ab und an ein Bild hier reinstellen. Es wäre schön, wenn ihr mir eure Meinung unverblümt reinschreiben würdet. Nicht einfach nur ob es gefällt oder nicht gefällt, ich bin vielmehr hungrig nach eurem WARUM.
Das Wochenende steht schon wieder fast vor der Tür. Ich überlege noch, ob ich es ausnutzen soll, daß morgen ab 17 Uhr die Strassen und Läden leer sind (jaja, falls es noch jemand nicht mitbekommen haben sollte: Deutschland steht im Viertelfinale) um eine nette und ausgedehnte shopping tour zu machen.
Wir planen gerade unseren Mallorca-Urlaub und das ein oder andere nette Accessoire fehlt noch
Wirklich reich ist,
wer mehr Träume
in seiner Seele hat,
als die Realität
zerstören kann.
[H. Kruppa]

Zum Thema ‘Servicewüste Deutschland’. Wie ihr aufmerksamen Leser sicherlich mitbekommen habt, ist am Freitag mein Baby-BenQ kaputtgegangen. Also habe ich gleich bei der Service-Hotline angerufen und jetzt sitze ich bereits vor einem NEUEN!
Gerade hat ihn ein äussert netter UPS-Mann vorbeigebracht, dem ich vor lauter Dankbarkeit am liebsten noch Kaffee und Kekse angeboten hätte. Der Anruf bei der Hotline dauerte 2 Minuten. Problem? Aha, ok, Ihre Daten, bitte. Schwupps, ist er da und der kaputte wird von UPS abgeholt.
Dagegen die Waschmaschine des deutschen Qualitätsherstellers ‘Blomberg’. Auf den Ersatz haben wir 5 Wochen gewartet. Die nigelnagelneue hat nach 4 Monaten mit einem Trommelbruch die Welt verlassen. Soviel zum Thema Qualität. Ok, das kann immer passieren, daß man ein Montags-Gerät erwischt, aber im Falle von BenQ war der Service einwandfrei und das werde ich ihnen auch schreiben. Weiß ich doch, wie schön es ist, wenn man zwischen den 1.000 Beschwerden auch mal ein Lob bekommt, auch wenn es in meinem job äußerst selten vorkommt. Niemand schreibt, daß ihm etwas gefällt, dagegen schreiben zig Leute, daß wir ein Komma in der Fußnote 10, Zeile 4 falsch gesetzt haben. *argh*
Das ist ein Unterschied, wie Tag und Nacht, wie Himmel und Hölle, wie Sommer und Winter.
Gestern hat mein 3 Monate altes BenQ-Baby (19 Zoll, TFT) den plötzlichen ‘Kindstod’ gefunden.
Aus unerklärlichen Gründen, wohlgemerkt. Ich habe es gehegt und gepflegt und meine Brust schwoll jedes Mal auf mind. das Doppelte, wenn ich ihn sanft streichelte.
Gerade sitze ich vor Wundertiers 17er LG - *wein*
Das Gute: in 3-5 Werktagen bekomme ich ein neues BenQ-Baby!
Das nenne ich Kundenservice. Angerufen, gesagt, daß der Monitor defekt ist, Daten durchgegeben und fertig. Keine blöden Fragen, keine Unterstellungen, man sei zu blöd auf einen Monitor zu schauen oder derartiges.
Hachz, das ist scheee!
Es gibt Menschen, die sehr technikaffin sind und ihr gesamtes Vermögen für den neuesten Schnickschnack ausgeben. Es gibt mehr und weniger sinnvolle Technologien, Erfindungen.
Es bleibt jedem selbst überlassen, unter was er ‘MobileTV’ abhakt, sprich: Fernsehen auf dem Handy.
Hier ein Erlebnisbericht passend zur WM
von Volker Müller, FTD
Die WM-Begeisterung kennt keine Grenzen. Mobilfunkbetreiber XY möchte die Euphorie nutzen: 20 Spiele zum Dumpingpreis sollen Handy-TV zum Durchbruch verhelfen. Ein Protokoll des Scheiterns.
Fernsehen auf dem Handy sei “wie Sex im Freien - eine höchst vergnügliche Vorstellung, aber nicht immer ganz praktikabel”, scherzte jüngst Dick Emery, Chef eines britischen Anbieterkonsortiums. Der Mann weiß offenkundig, wovon er spricht. Ein FTD-Selbstversuch zum Spiel Deutschland gegen Ecuador:
1. Minute: Das Nokia 6280 ist startklar, der richtige Kanal gefunden. Mit 20 Spielen für nur 7,50 Euro lockt XY die Fans. Kostendeckend ist das nicht. “Verbindung wird hergestellt”, mahnt das Display zur Geduld.
4. Minute: Aus allen vier Himmelsrichtung schallt Jubel. Klose hat sein erstes Tor geschossen. Das Nokia meldet: “Keine Antwort. Versuch wiederholen.”
12. Minute: 21,27 Millionen Zuschauer verfolgen das Spiel der deutschen Elf, meldet Media Control - Handy-TV-Nutzer nicht mitgezählt. Das Display bleibt dunkel.
19. Minute: Das Interesse an Handy-TV sei gestiegen, behauptet der Marktforscher TNS Infratest. 15 Prozent der Mobilfunknutzer wären nunmehr bereit, Geld dafür auszugeben. Vor drei Monaten seien es erst zehn Prozent gewesen. Erstmals scheint Zuschauen möglich: “fifa_wm.dsp wird geladen”, meldet das Display siegessicher.
28. Minute: Das Handy bleibt optimistisch. Wie viele Nutzer sich für das Handy-TV entschieden haben, verschweigt XY. Die Basis ist begrenzt: Zuschauer brauchen ein Handy für den Datenfunk UMTS. Wie viele ein solches besitzen, verrät XY ebenfalls nicht.
44. Minute: Wieder Jubel. Wieder Klose. Wieder kein Bild. “Wird geladen”, verrät Nokia. UMTS ist ein Notbehelf, gedacht für Einzelverbindungen, nicht aber für TV-Ausstrahlung: Je mehr Zuschauer in einer Funkzelle, desto weniger Bild für den einzelnen.
51. Minute: Ein Bild! Schritt für Schritt schieben sich grüne Quadrate über den grauen Hintergrund, klötzchenweise erscheinen die Spieler. Das Jahr 1996 lebt auf. So sah Internet-TV über analoge Modems damals auch aus.
57. Minute: Jubel. Diesmal Podolski, meldet der Nachrichten-Ticker im Internet. Handy-Zuschauer können es nur erahnen. Eine “Investition in die Zukunft”, nennt es ein XY-Sprecher. Handy-TV soll ein echtes Geschäft werden.
72. Minute: Beste Chance für Ecuador nach einem Freistoß. Der Ball klatscht ans Außennetz. Welcher Ball? Der 51-Zentimeter-Fernseher im Nachbarbüro hilft weiter. Der empfängt über DVB-T. Der digitale Rundfunkstandard soll Ende 2007 auch Handy-TV erträglich machen. Ein DVB-H-Feldversuch der vier Mobilfunker in vier Städten läuft bis August. Leider sind noch keine passenden Handys im Handel.
93. Minute: Abpfiff. Immerhin war der Ton klar und verständlich. Mobilfunkdienstleister Debitel ist bereits mit der Technik DMB “on air” - in fünf Städten, für 10 Euro pro Monat. Für den “Ansturm” seiner fast zehn Millionen Kunden hat er zunächst 20.000 TV-fähige Handys eingekauft.
Sex im Freien stellt sich die Mehrheit der Fußballfans vermutlich anders vor.
Immerhin: Nach Vorspiel und drei Höhepunkten war das Nokia ziemlich heiß.



Jaja, das war letztes Jahr, aber mein Wundertier hat es ‘endlich’ mal geschafft, die Bilder entwickeln zu lassen und 3 davon möchte ich euch nicht vorenthalten. Geschossen mit einer Canon EOS3, Film Kodak T-MAX 100 + Rotfilter, 28/105-Objektiv (Hachz, ich find das cool, diese technischen Daten niederzuschreiben ohne eine Ahnung zu haben, was ich da schreibe, aber der Fachmann sitzt mir ja gegenüber *g*)






G:Sagt