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31. Oktober 2007 | Autor: Meg

Jan hat uns eingeladen darauf zu antworten:

1. Wusstest Du, dass am 31.10. Halloween ist?
Murmel: Hätte ich nicht am Freitag in einem Supermarkt zufällig gehört „Mittwoch ist Halloween“, hätte ich es nicht gewusst, nein. Jedenfalls hätte ich nicht das genaue Datum gewusst, nein. Himmel wie komme ich aus der Nummer raus? Ich weiß wann Weihnachten, Ostern, Megs Geburtstag und Karneval ist. Das muss reichen.
Meg: Ich hätte es gewußt, da ElMars Nichte an Halloween Geburtstag hat und ich noch aus der Zeit in den Staaten geprägt bin.


2. Halloween — toll oder nerviger Schnickschnack aus Amerika?

Murmel: Ich hab’s mehr mit Karneval. Obwohl … ist ja ähnlich, nur mit Grusel. :D
Meg: Helloween gehört für mich in die Staaten. Die Deutschen haben Karneval und das können sie auch verdammt gut. Halloween in Deutschland ist wie 4. Juli in Deutschland oder Tag der dt. Einheit in den Staaten. Es paßt nicht.

3. Es klingelt an der Tür — gibst Du Süßes oder willst Du Saures?
Murmel: Bei mir klingelt es nicht. Ooooohhhhh :o/ Okay, jedenfalls nicht deswegen.
Meg: An die Tür kommt das gleiche Schild, welches die Zeugen Jehovas sehen, wenn sie klingeln …

4. Dekorierst Du Deine Wohnung/Dein Haus/Deinen Garten?
Murmel: Nein! Ich habe keinen ausgehöhlten Kürbis auf dem Balkon. Herbstdeko schon. Aber das war ja nicht die Frage, gell? ;)
Meg: Nein. Herbst, orange, Teelichte, Kerzen – ja, aber keine Kürbisse.

5.Wirst Du auf eine Halloween-Party gehen oder sogar selbst eine organisieren?
Murmel & Meg: Nein!

6. Falls Party — verkleidet oder nicht verkleidet?
Murmel & Meg: Ohne Party keine Antwort.

7. Falls verkleidet — wie?
Murmel & Meg: Ohne Party, ohne Verkleidung, ohne Antwort.

Take it or leave it .. ;)

Für alle, die Halloween genauso viel abgewinnen können, wie Murmel und ich es tun, habe ich bei Frau Schlangenbaum was wunderbares gefunden:

 


Das kann man schön ausdrucken und über die Klingel kleben. Frau Schlangenbaum bietet auch die druckbare Version an und möchte als Gegenzug ein kleines Beweisfoto.
Zusätzlich zum Stock: Unser Kartönchen haben wir heute abgegeben :)

 

 

Kategorie: Holz  | 29 Kommentare
30. Oktober 2007 | Autor: Meg
Es ist nicht zu fassen, aber ich habe mir gestern meinen ersten, eigenen Fön gekauft. Für die Leser, die heute zum ersten Mal lesen: Ich bin Meg, weiblich, 31 Jahre jung und habe halblange Haare. Am Samstag habe ich ca. 10-15 cm meines Haupthaares abschneiden lassen und habe mich von Marlies (meiner Meisterin der Schere) bequatschen lassen, mir die Haare zu fönen. Marlies versucht das bereits seit Jahren, denn sie wollte a) schon immer mal sehen, wie die Farbe auf meinem Haar aussieht, die sie in mühevoller Piddel-Arbeit ausgesucht und aufgetragen hat und b) wolle sie mir schon immer mal zeigen, daß ich meine Naturlocken auch rausfönen kann. A konnte ich nachvollziehen, b weniger, denn ich mag meine Locken. Meine Mutter schenkte mir vor 10 Jahren einen Fön. Eine zeitlang hatte sie eine richtige Glücksstähne und sahnte bei jeder Tombola, Weihnachtsfeier, Nikolaus, etc. ab und brachte wunderbare Nutzgeräte mit nach Hause. Aus dem Fundus stammte auch ein Severin-Wasserkocher, den ich erst vor 2 Jahren entsorgte und unter anderem auch ein kleiner weiß-rosa-farbener Fön mit dem Sparkassen-Logo. Murmel kennt dieses high-tech-Gerät, denn sie ist die einzige, die es gelegentlich nutzt, wenn sie hier zu Besuch ist. Ich bin erstaunt, daß ihr dieses Ungetüm bisher die Haare nicht versengt hat, doch das mag auch am geübten Händchen von Frau Murmel liegen. Letzten Samstag war ich jedoch so begeistert von Marlies Händchen und dem Ergbnis ihrer Bläserei, daß ich beschlossen habe, mir endlich auch mal so ein high-tech-Ding zu kaufen. Gedacht, getan. Seit gestern bin ich stolze Besitzerin eines Föns. So richtig, für große Mädchen. Mit „Retra-Cord-System“®, ihr kennt das sicher von eurem Staubsauger: Knöpfchen drücken und das Kabel knallt einem – auf dem Weg in den Sauger – an den Knöchel. Sowas habe ich für meinen Fön und das 170 cm Kabel. Außerdem die IoniCeramic-Technologie, einen abnehmbaren Filter, Abkühltaste, Zentrierdüse, 1800 Watt (80 GB, 598 PS …. ;).

Ich werde heute testen, ob das Wunderding auch fönen kann.

Ein kleiner Schritt für euch alle da draußen, die ihr seit Jahren eure Haare fönt, ein großer Schritt für mich, die nicht mal ein Bügeleisen hat und dennoch nicht aussieht, als hätte sie in ihren Klamotten geschlafen. Deshalb möchte ich euch bitten, davon abzusehen, mir eure alten Bügeleisen zu schenken.

Auf der Suche nach dem Fön machte ich noch eine interessante Entdeckung bei Saturn: Philips bietet einen Rasierer mit Kondomen an. Interessantes Joint-Venture.

Ich bin sehr offen für eure Vorschläge, wie das eine mit dem anderen zusammenhängt – derweil überlege ich mir meine eigene Theorie.

Da wir schon mal bei Kaufhof waren, fassten wir die (naive) Idee, doch mal in die Buchabteilung zu gehen, da wir hofften, dort ein nettes Malbuch und Buntstifte für unser Weihnachten im Schuhkarton-Mädchen zu finden. Naiv waren wir in der Tat. Wir haben keine Kinder und kaufen auch selten für welche ein. ElMars Geschwister haben Kinder, aber diese sind aus dem Malbücher-Buntstifte-Alter raus und haben andere, kostspielige Hobbies. Der abgelegte Saturn-Slogan „Geiz ist geil“ trifft wahrlich nicht auf mich zu. Das war noch nie der Fall, ich habe bereits als Kind lieber geklotzt als gekleckert und war stets sehr großzügig was Geschenke, Ideen und vor allem meine Zeit angeht, doch als ich gestern vor dem Regal mit Buntstiften stand, war ich zum ersten Mal an dem Tag SPRACHLOS: 6 (in Worten SECHS) EURO für eine Packung Buntstifte.

12 Buntstifte der Marke Staedtler. Nun gut, Kaufhof hat nicht gerade den Ruf günstig zu sein, aber auch die verkaufen Buntstifte aus Holz und nicht aus Gold, verdammt nochmal. Liebes Mädchen, welches bald ein Päckchen zu Weihnachten von uns bekommt: Ich hoffe inständig, daß man Dich nicht hänselt, weil Du mit Buntstiften für 2,99€ aus einem „Ramschladen“ Dein Buch ausmalen mußt und nicht mit den vergoldeten Stiften von Kaufhof, doch glaube mir: auch die machen nur bunt, mehr nicht. Dafür sind alle Dinge mit Sorgfalt und Liebe ausgesucht und ich hoffe sehr, daß Du Dich mit dem Bären anfreunden wirst, denn er hat eine verdammt lange Reise hinter sich und wird bald auf dem Weg zu Dir sein.

Ich hoffe, der Zollbeamte ist nicht einer von der korrupten Sorte und nimmt irgendwas aus dem Paket raus. Wir haben sorgfältig darauf geachtet, daß nichts drin ist, was nicht rein gehört. Spinat zum Beispiel, obwohl es gesund ist.
Angeblich.

Meine Mutter hatte auch mal etwas davon gehört, als wir noch in Polen lebten. Das war ein Jahr nach Tschernobyl. Ich hatte noch immer den widerlichen Geschmack von purem Jod auf der Zunge, als sie freudestrahlend nach Hause kam und eine Tüte mit „Gras“ auf den Tisch legte. Ich nannte damals alles GRAS, was grün war, aus dem Boden wuchs und von Kühen gefressen wurde. Das lag daran, daß ich zwar bei den Großeltern auf dem Bauernhof aufgewachsen bin, jedoch nie dazu genötigt wurde, Gemüse zu essen, geschweige denn Kräuter. Meine Mutter sah das anders und versuchte immer wieder, mir Petersilie oder Schnittlauch unterzujubeln. Vergeblich. Zum Glück wußte Mama nicht, was man mit Spinat so macht und nachdem sie 1 Minute an einem rohen Blatt kaute, kam sie zu dem Entschluß, daß sie das Zeug kochen müßte. Also wurde es mit heißem Wasser übergossen, damit alle „radioaktiven Teilchen“ absterben und zu Kartoffeln, Spiegelei und Kotelett serviert. Das Gesicht meines Vaters werde ich nicht vergessen, als er vor seinem Teller saß. Wir Kinder schauten ihn erwartungsvoll und ängstlich an, denn er entschied darüber, was für immer auf dem Speiseplan blieb oder niemals den Sprung darauf schaffen würde. Mama sang derweil ein Lobeslied auf die grünen Blätter, die etwas streng rochen. Viele Vitamine hatte das, gesund wäre es, vor allem für die Kinder, die Zähne, die Knochen, den Weltfrieden und die schulischen Leistungen. Mein Vater häufte sich etwas davon auf den Löffel (mein Vater hatte schon immer die Angewohnheit, alles, was man nicht schneiden mußte, mit einem Löffel zu essen, das ist bis heute so geblieben) und führte es zum Mund. Wir hielten den Atem an. Er kaute, wir liefen blau an. Er zog die Augenbrauen hoch, wir krallten die Finger in die eigenen Oberschenkel.

Und endlich verzog er das Gesicht …

10 Jahre später probierte ich noch einmal von dem „gesunden Gras“, diesmal in Form von einer grünen Pampe mit Blubb. Doch meine Leibspeise wird dieses Zeug niemals werden.

Dafür mag ich Schnittlauch und Petersille. Und Paprika.

In der Zeit in Rheinbach, als Tobias und ich zusammen lebten und kochten, aß er gerne Paprika, ich traute mich an dieses Gemüse nicht dran, denn „scharf“ mag ich nicht. Doch dann überredete er mich doch dazu einmal zu probieren und ich war überrascht, wie mild und lecker Paprika schmeckt. Kinder haben doppelt so viele Geschmacksknospen auf der Zunge wie Erwachsene. Was uns früher zu bitter oder zu sauer war, klönnte also heute schmecken. Rosenkohl wird dennoch niemals zu meiner Leibspeise werden – Tobias, kannst Du Dich noch erinnern? :)

Doch das ist eine andere Geschichte …

Wie haben sich eure Geschmacksnerven im Laufe der Jahre verändert?
Was eßt ihr heute, was früher niemals auf den Teller gekommen wäre?
Woran habt ihr euch satt gegessen?

Highlight of the day: Urlaubstag Nr. 2. Heute abend lassen wir uns missionieren, bis der Rücken kracht. Bzw. bis er entspannt, locker und flockig ist.
Lowlight of the day: Um 10 Uhr steht der Vermögensberater auf der Matte und wir müssen uns mit GELDSACHEN beschäftigen
Doch: wir sind stolz darauf, daß wir den Keller entrümpelt haben und das ein oder andere auf der „to do“-Liste erledigt ist. Das Wetter könnte … netter sein!

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29. Oktober 2007 | Autor: Murmel

Ist das nun für Torten oder für Tussis?
Oder für beide? ;)

Für die Schuh-shopaholics unter den Damen hier.

Bildquelle: www.bull-bear.de

Kategorie: Murmel(ei)  | 11 Kommentare
29. Oktober 2007 | Autor: Meg

Männer hatten es in den letzten Jahren wirklich nicht einfach.
Irgendwann erteilten wir (Frauen) der Saufen-Ficken-Fußball-Kohle-scheffeln-Monotonie die Absage und Männer wurden zum universellen Problemfall. Und was passierte? Jetzt zupfen sich die Gewandelten zwar das Haar von der Brust und geben den seidenen Frauenversteher, doch so toll finden wir es auch nicht mehr, wenn sich der Gespons an unsere Anti-Aging-Fluid heranmacht und sich zum Geburtstag statt Champions-League-Tickets den neuesten Schicki-Wok wünscht. Der Gute b***t nicht mehr auf Knopfdruck wie bisher, stattdessen massiert er sich seine Griffeln lieber mit einer Portion Nagelbett-Balsam und pfeift dazu Meditations-Musik.

Welche Frau kann damit leben, dass der Mann, dessen Anflug von Herbstdepression noch vor kurzem durch den Anblick eines reschen Frauenhinterns wie weggeblasen schien, plötzlich permanent das Weichei mimt? Und sich - statt Weib zu besteigen - lieber in bunten Wohnzeitschriften und öden Kochsendungen verliert?

Also was wollen Frauen wirklich?

Ich hab da so meine Theorie. Rein von der erotischen Ebene her betrachtet natürlich:

“Frauen wollen keine Schokolade, Frauen wollen einen Mann”
Fleisch, durchaus mal roh und unanständig.
Nix geschminkt-metrosexuelles mit narzistischem Hang zur Körperpflege samt Softie-Gesäusel.

Im Grunde -denke ich- hat keine wirkliche Frau etwas dagegen, hie und da handfest nach Art des Hausherrn am Küchentisch genommen zu werden. Ohne Diskussion, ob das politisch korrekt wäre oder der Regenwald darunter leiden würde. Ohne hin und her, einfach aus spontan gelebtem Lustprinzip - rein raus, Schluss.

Metrosexuelle haben ausgedient (schaut euch den Vorreiter an, der nun auf der Ersatzbank sitzt … ), stattdessen schwappt das Alpha-Tier wieder in den Markt, das sich auf gute alte Männer-Werte besinnt. Das Prinzip “Mancipation” wird wieder verkündet.

Was ist mit den Frauen, liebe Männer? Gehört das Wort “Emanzipation” noch auf die heutige Karte der gepflegten Kohabitation dazu?
Was ist mit euch, liebe Frauen? :)

Highlight of the day: Der Keller wird entrümpelt und wer weiß, was dort sonst noch passiert …
Lowlight of the day: 1,5 Stunden beim Zahnarzt, Herrgottsakrament.
Und: Muskelkatze ist immernoch fies.

Guten Morgen!

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28. Oktober 2007 | Autor: Murmel
Ja, hier läuft gerade die Wiederholung der Chartshow von RTL. Ich putze und tanze und singe durch die Wohnung. Was für eine geile Zeit. Was für tolle Titel, die ich alle ganz hinten in meinem Musikgedächnis vergraben habe. Ich werde mich mal mehr damit beschäftigen die nächsten Tage. Robert Palmer, Alison Moyet, Howard Jones, Yazoo, Heaven 17,Nik Kershaw, Eurythmics, Kajagoogoo,Bronski Beat, Culture Club …Gerade lief Midge Ure. Einfach nur gut. Der Typ ist heute noch so sympathisch und ist für mich ein begnadeter Musiker und Komponist. Nicht zu vergessen, hat er mit Bob Geldorf “Do they know it’s christmas” auf die Beine gestellt.

Hier für euch, einfach so ….

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27. Oktober 2007 | Autor: Murmel

DARUM Hund!
Die würden das nie tun. Oder? ;)

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27. Oktober 2007 | Autor: Meg
Kategorie: Daily thoughts  | 9 Kommentare
26. Oktober 2007 | Autor: Murmel
… dann war es Notwehr. Ich schwöre!

Wisst ihr, ich liebe Trödel- und Flohmärkte.

Ich mag die bunten Buden in den Straßen, den Glühweingeruch und die Fischbuden.
Ich mag unseren Thomasmarkt, ja. Allerdings ist mir die Arbeitsmotivation mehr als verhagelt, wenn man in einem Innenstadtbüro, gegenüber von Riesenrad und Trödlermeile sitzt und versucht noch bis 17 Uhr etwas auf die Reihe zu bekommen und unter dem Fenster einer dieser CD-Buden-Stand-Besitzer die ältesten Kamellen zwischen Himmel und Erde rauf und runterdudelt. Gleich gehe ich runter unter halte ihm meine (Wasser-)pistole unter die Nase oder drohe ihm Prügel an.
VERDAMMT NOCHMAL! ..”Ritmo del a noche….”, WER BITTE WILL DAS HÖREN? ARGH …. Gerade blööööööökt eine Kuh in ohrenbetäubender Lautstärke. Sie hat bestimmt die STAR-TREK Titelmelodie vorher nicht verkraftet.

Moment …. es wird ruhiger ….. nur ein Rauschen ….. in den Ohren?
Ich glaub’ ich hab’ Blutdruck!

WAAAH!

Schönen Feierabend und tolles Wochenende!

Herr König, ich bin schon fast unterwegs … *jubilier* :)

UPDATE: Es lebe der König, ehrlich! Was habe ich gelacht. Und den Bauchmuskelkater (yeah, auch ich habe Bauchmuskulatur) schmerzt heute vom vielen Gniggern und Lachen. Solltet ihr die Möglichkeit haben ihn live zu erleben, dann macht das. :)

Er war in charmanter Begleitung eines Fußgängerzonen-Panflötenspielers, angeblich aus Peru. *prust* … schaut mal bei youtube unter “Johann König - Der kleine Franzose.”

Happy Saturday!

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26. Oktober 2007 | Autor: Meg

Diese Woche bin ich mächtig stolz auf mich, denn gestern habe ich zum 3x den inneren Schweinehund überwunden und habe die 3. Sportleistungseinheit absolviert. Gestern mußte ich leider ohne Yvonne ins Schwimmbad, doch da ich etwas früher Feierabend gemacht habe, konnte ich in aller Ruhe und mit der eigenen, perfekten Welle 50 Bahnen schwimmen. Heute habe ich mich erneut in die Fluten gestürzt, diesmal allerdings nicht, um Bahnen zu ziehen, sondern um etwas gegen „mögliche Zeichen der Hautalterung“ zu tun. Aqua-Jogging heißt die Sportart.

Manch eine liebe Leserin könnte jetzt auf die Idee kommen, die doofe Kuh (also ich) mache das mit Absicht und reite hier auf der „Sportwelle“ rum, wo ich mich doch gerade mal zum 3. Mal überwunden habe. Doch ganz ehrlich? Ich mache das nicht, weil ich es will und so unglaublich gerne tue, oh nein. Ich mache das, weil ich MUSS, denn ich bin bereits mit ca. 15 Jahren aus der Kleidergröße 38/40 rausgewachsen. In dem Alter war mein Kreuz bereits zu breit und meine Brust sprengte die Norm einer normalen 15-jährigen. Der Kampf gegen weibliche Formen nahm seinen Lauf und hörte – bis auf 1-5 Jahre – nicht mehr auf.

Auf den letzten Drücker kam ich an der Sporthalle an und wurde sogleich von Henning in Empfang genommen. „Hi, ich bin der Trainer“, grinste er mich an und ließ – wie beiläufig – den Trizeps hüpfen. Aha, wieder mal einer von den überengagierten Sportstudenten, die schon in der Kindheit alle Ehrenurkunden bei den Bundes-Jugendspielen abgeräumt haben, während ich „nur“ mit Siegerurkunden nach Hause gelaufen bin. Versteht mich nicht falsch, einen Bizeps habe ich auch, zwei Stück sogar, aber mein Trizeps ist verschwinden. Ich zog mich schnell um, bzw. aus und wieder an und flitzte ins Schwimmbad. Ah herrjeh! Bin ich hier falsch?

Doch Henning lächelte mich an und meinte nur „Los, los, ab ins Wasser, junges Fräulein!“.

Wie bitte?! Wo bin ich denn hier gelandet? Fräulein? Ich schaute mir meine Mit-Joggerinnen an. Alles klar. Ich war mit Abstand – und wenn ich Abstand schreibe, meine ich mind. 30 Jahre!!!!! – am WEITESTEN von der Rente entfernt und sahen alle aus, als würden sie für eine Senioren-Sportgruppe Werbung machen: „Turne statt Urne!“ Ich finde das großartig! Jedes Mal, wenn ich mit den Stöcken durch den Wald laufe und mir ein Ömchen mit Opa entgegenkommen, die die Stöcke nur spazieren führen, muß ich lächeln, denn sie BEWEGEN sich! Die 5 Damen im Becken schauten mich an und ich mußte an mich halten, um nicht zu lachen. Also grinste ich die 5 Metropa-Duschhauben an und hüpfte ins Wasser. Nicht einen Hauch eines schlechten Gewissens hatte ich, als voller Elan das Wasser verdrängte und mit einem „Hi, ich bin Meg“ zu der Gruppe stieß.

Gleich zu Anfang spielten wir ein kleines Spielchen, indem wir uns einen Ball zuwafen und uns etwas vorstellten. Mit der Koordination (Ball werfen und Namen sagen) hatten einige Damen ihre Probleme, doch ich wurde innerhalb von 5 Minuten als Küken in der Runde akzeptiert und spätestens als ich die Frage nach meinem Alter beantwortete, war ich von 3 Frauen auf der Stelle als ENKELIN adoptiert.

Sogleich verguckte ich mich in Lieselotte, die mit ihrer lila geblümten Badekappe und den Schwimmflügeln zum KNUTSCHEN aussah und alle zum lachen brachte, als Henning danach fragte, ob jemand Asthma, hohen oder niedrigen Blutdruck, Diabetes, Arthritis, etc. und sie jedes Mal (bis auf hohen Blutdruck) die Hand hob.

Ist es schäbig, wenn man sich inmitten der „Pension Sonnenuntergang“ innerlich ein bisschen auf die Schulter klopft, weil man als einzige den Finger gar NICHT gehoben hat? Jesses. Die Damen sind knuffig.

Nach dem anfänglichen Geplänkel – ich hatte schon Angst, daß wir nicht joggen, sondern mit Nudeln und Brettern Spielchen spielen – klatschte Henning in die Hände und jagte uns durchs Wasser. Schnell merkte er, daß ich eine andere Herausforderung brauchte, als die restlichen Damen und ließ eigens für mich den Boden des Beckens etwas runter, denn ich war nicht nur die Jüngste, ich überragte auch noch die größte der Damen um ca. 25 cm. Ich schwimme, seit mich mein Vater vom Wasserfall der Weichsel (längster Fluß Polens) 4 Meter in die Tiefe schubste. Ich hörte meine Mutter noch schreien, habe allerdings erst später erfahren, was sie geschrien und was mein Vater geantwortet hat. Damals war ich selbst 4 Jahre alt, das Wasser war schweinekalt und an der Stelle (unmittelbar unter dem Fall) auch noch verdammt tief. Zumindest konnte mein Vater dort nicht stehen und der ist 186 cm groß. Ich habe überlebt. Und bin danach weiter geschwommen, was dazu beigetragen hat, daß man sich heute auch hinter meinem Kreuz verstecken kann.

Nun habe ich Muskelkater. In den Armen von Mittwoch und in den Beinen von Donnerstag. Montag habe ich bestimmt Rücken.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Freitag und schließe mit den Worten von Jens Gabriel:


Schweiß sind die Tränen der Muskeln.¹

Highlight of the day: Ich spüre jeden einzelnen Muskel in den Waden. Sowas ist mir das letzte Mal im Frühjahr passiert, als ich nach 6 Monaten Abstinenz wieder Fahrrad gefahren bin. Es waren gleich 40 km am Stück. Ein herrliches Gefühl!
Lowlight of the day: Ich brauche einen neuen Badeanzug. Meiner ist vorne … durch *blush* Das wird eine Geschichte für sich …

¹ Zum Glück sieht man das unter Wasser nicht so dolle …

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25. Oktober 2007 | Autor: Meg

DRESDEN. Es gibt sie anscheinend noch, die Zivilcourage. Die NPD-Landtagsfraktion in Sachsen bekam zum Wochenende einen Brief mit folgendem Wortlaut:

“NPD Fraktion im Sächsischen Landtag
Herren H. Apfel und A. Delle
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden

Dresden, 18. Oktober 2007

Ihre Zimmerreservierung im Holiday Inn Dresden

Sehr geehrter Herr Apfel,
sehr geehrter Herr Delle,

wir erhielten heute Ihre über www.hotel.de getätigte Reservierung für den 7. November 2007 und sind einigermassen erstaunt, dass Sie ausgerechnet ein amerikanisches Hotelunternehmen mit ausländisch klingendem Namen bevorzugen.

Da Sie in unserem Hause nicht willkommen sind und ich es auch meinen Mitarbeitern nicht zumuten kann, Sie zu begrüssen und zu bedienen, haben wir hotel.de gebeten, die Buchung zu stornieren.

Sollte dies aus vertraglichen Gründen nicht möglich sein, darf ich Sie darauf hinweisen, dass ich sämtliche in unserem Hause durch Sie getätigten Umsätze unmittelbar als Spende an die Dresdner Synagoge weiterleiten werde. Betrachten Sie dies als kleinen Beitrag zur Wiedergutmachung für die Schäden, die Ihre damaligen Gesinnungsgenossen der Synagoge und vor allem ihren früheren Besuchern zugefügt haben.

Eine Kopie dieses Schreibens leiten wir an die Dresdner Presse weiter.

In der Hoffung, daß Sie eine zu Ihnen passende Unterkunft finden und uns Ihr Besuch erspart bleibt verbleiben wir

mit freundlichen Grüssen
MACRANDER HOTELS GmbH & Co. KG

Johannes H. Lohmeyer
Geschäftsführer

Ich finde das großartig und beispielhaft.

Sollte ich jemals nach Dresden kommen, werde ich daran denken, in dem Hotel vorbeizuschauen!

via E-Mail von Hasenkind
Link: http://hpd-online.de/node/3033

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