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31. Dezember 2007 | Autor: Meg

Ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende zu und ich werde das Gefühl nicht los, dass irgendwann jemand einen Schalter umgelegt hat, der dafür sorgt, dass die Stunden, Tage, Wochen und Monate schneller an einem vorbeiziehen, als es früher der Fall war. Liegt es daran, dass man das Gefühl für die Zeit anders wertet oder empfindet? Schaue ich mir das Blog an, habe ich das Gefühl, wir schreiben schon seit JAHREN zusammen, doch die meisten von euch sind erst 2007 zu den Seelenvögeln gestoßen und was machen wir? Wir schreiben uns Postkarten, schicken uns kleine Aufmerksamkeiten, pflegen Freundschaften. Ich finde das wunderbar, wenn auch sehr schnelllebig.

Es gibt Millionen von Blogs auf der Welt und viele von ihnen sind austauschbar, viele sind – auch in meinen Augen – sinnfrei, Blogs, die die Welt nicht braucht, weil sie nicht von der Aktualität leben, weil sie nicht authentisch sind, weil ihnen ein Gesicht, ein Name, ein Mensch dahinter fehlt.

Ich freu mich darüber, dass ich zu euren Namen/Blogs/Geschichten einen Namen habe, ein Gesicht habe, eine Vorgeschichte habe.

1997 (vor 10 Jahren erst …) habe ich gelernt, was Internet ist. Ich richtete mir damals einen Yahoo-Account ein und da ich in den Staaten lebte, loggte ich mich in einen deutschen Chat ein. Das war der Anfang. Ein Chat. Sehr anonym, sehr gemein, voller Lügen, falscher Identitäten, Wunschdenken und Märchengestalten. Hinter dem Vorhang der Anonymität konnte jede Null eine Persönlichkeit spielen. Mehr oder weniger.

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31. Dezember 2007 | Autor: Meg

Heute ist der 31.12. und heute um Mitternacht ist die Abstimmung für das Wort bzw. Unwort des Jahres 2007 vorbei.

Nutzt die Chance und stimmt ab, falls ihr es noch nicht getan habt. Die Umfrage findet ihr - kaum zu übersehen, aber ich sage des dennoch - rechts in der Sidebar.
Der/die Gewinner/in wird am 01.01.2008 bekannt gegeben.

Außerdem gibt es 2 neue Collagen zu bewundern - “The Faces

Ich wünsche mir heute einen regenfreien Tag.
Und euch einen schönen letzten Tag des Jahres 2007.

So jung kommen wir nie mehr zusammen ;)

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30. Dezember 2007 | Autor: Meg

Sie kletterte auf den großen und uralten Baum und fummelte das Fernrohr aus der Umhängetasche heraus. Die Sonne stand recht tief, in max. 2 Stunden würde sie untergehen. Sie kniff die Augen leicht zusammen und suchte den Horizont ab. Am Horizont konnte sie den Kirchturm der kleinen Stadt sehen, in der sich die Truppen des Sheriffs und seines Bluthundes Guy de Gisbourne versammelten.

Die Fallen waren ausgestellt, im Lager herrschte ein wildes Durcheinander, wie jedes Mal vor der Schlacht. Sie lächelte, als sie Bruder Tuck dabei beobachtete, wie er versuchte ein wildes Pferd dazu zu bringen, das Feld zu räumen, damit es nicht verletzt würde.

Will, Scathlock, Much und Little John prüften den Sitz ihrer Bögen und die Anzahl der Pfeile. Die ganze letzte Woche hatten wir gemeinsam die Abende dafür geopfert, Pfeile herzustellen und zu üben. Sie schaute auf die Uhr, noch 10 Minuten! Flink sprang sie vom Baum und stieß einen schrillen Pfiff aus. Nachdem alle versammelt waren, schaute sie ihre tapfere Truppe an. Will hat eine chronische Schnodder-Nase, schön sah das nicht aus und er wurde des öfteren deswegen gehänselt und aufgezogen, sie fuhr sich mit dem Zeigefinger der linken Hand unter der Nase entlang und er verstand den Wink, schnell zog er ein Taschentuch aus der Tasche und schnäutzte sich. Little John hatte sich in den Kopf gesetzt, seine Hosen nur mit einer Kordel am Leib zu halten, wie er es im Buch gelesen hatte, doch sie ahnte jetzt schon, dass ihm diese spätestens beim Schwertkampf vom Hintern rutschen würde, wenn er sie nicht mehr mit einer Hand halten könnte.

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29. Dezember 2007 | Autor: Meg
Liebe Meg,
heute war ich ein Arschloch. So eines wie mein Onkel Hans-Werner (der Herr habe seine Gebeine selig). Ein richtiger Besserwisser.
Das kam so:
Wir waren in Bamberg aufm Weihnachtsmarkt (guckst du Bild). Beim Flanieren durch die alten Gassen kamen wir an einem noblen kleinen Antiquariat vorbei, das Schaufenster voller schöner Stiche.Unter selbigen einer von der Tower Bridge in London, schön gemacht, ein Dampfschiff mit Kaisersteven gerade auf der Durchfahrt, im Vordergrund einige Dampfbarkassen. 125 €. Datiert 1870.1870??? PARDON MY FUCKING BOLLOCKS?????

Ich meine, hallo, die Tower Bridge wurde 1894 eröffnet, die Bauzeit betrug etwa 8 Jahre, und um 1870 hatten sie auch noch nicht diese Art von Schiff, mal so ganz nebenbei. Da waren es noch vornehmlich Segler mit Dampf-Hilfsantrieb.
Wir also in den Laden. Ich höflich zur ältlichen Antiquöse:

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29. Dezember 2007 | Autor: Meg

sugar for my honey …

Ich hatte ganz vergessen euch zu zeigen, was man noch verschenken kann:

Candy Flowers

Zu kaufen unter Flower Candy

Schneller Versand, netter Kontakt und macht auch noch optisch was her :)

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28. Dezember 2007 | Autor: Meg

Das Mandelhähnchen mit Vanille und Parmesangrieß schmeckte WUNDERBAR!

Das Mandelhähnchen mit Vanille und Parmesangrieß

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28. Dezember 2007 | Autor: Meg

Seit Tagen lässt er uns nicht schlafen.

Ob es daran liegt, dass ich die Eier des Sandmanns zuhause habe? :shock:

Sandmanns Eier

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28. Dezember 2007 | Autor: Meg

Seit Tagen nehme ich mir vor, endlich wieder dem inneren Schweinehund den Kampf anzusagen und den Arsch zu bewegen. Die Weihnachtsfeiertage waren eine gute Ausrede (nicht, dass ich diese Tage dafür bräuchte … ) und dann wurde ElMar krank und brauchte mich ( auch wenn er das anders sieht). Da wir immer noch Ferien haben, sind alle Schulschwimmbäder geschlossen und alle öffentlichen überfüllt, weshalb nur 2 Alternativen bleiben: Fahrrad fahren oder Nordic-Walking. Da ich nicht weiß, wo ich in ElMars Keller nach der Fahrradpumpe zu suchen haben, habe ich mich für die Stöcke entschieden und gleichzeitig mein neues, atmungsaktives, hautenges und jeden Keks/Marzipankartoffel/Nascherei betonendes Running-Dress angezogen. Wenn ich den Bauch einziehe, die Brust rausstrecke und eine besondere Pose vor dem Spiegel annehme, mache ich jetzt bereits eine verdammt gute Figur - wenn der Winkel stimmt. Deshalb habe ich noch einen dicken Fleece-Pulli angezogen (ich brauchte eine Menge Taschen für den iPod, Kamera, Rotzfahnen, Schlüssel, Handy - falls ich mich verlaufe oder gar schrecklichst verletze), die Schuhe, die quasi von alleine laufen angezogen und bin in den Wald gefahren. Ja, gefahren. Der Wald ist halt nicht um die Ecke!

Würde ich mit dem Rad dahin fahren, wäre das bereits eine vollständige Trainingseinheit. Doch abgesehen davon, dass ich meine Stöcke nicht auf dem Bike transportieren kann, ohne die am Rand stehenden Autos zu zerkratzen, wusste ich ja nicht, wo die Pumpe ist. Den ersten Unfall hätte ich bereits beinahe vor der Wohnungstür gehabt, als ich fast über einen Stapel Kataloge auf die Schnüss fiel: Otto, Quelle, Neckermann, Schwab und wie sie alle heißen. 2 davon waren für mich, der Rest für die Nachbarn - und deshalb klingelte der Postbote um 8:30 Uhr an meiner Tür?!
Gut, normalerweise eine christliche Zeit, aber nicht, wenn man aufgrund von einer quälenden Insomnia bis 4:30 Uhr Elisabeth Taylor-Filme geschaut hat! :idea:
(Yo, Sandman, I’m gonna f**k your little f***** *** out of your **** **** ******* **** !)

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27. Dezember 2007 | Autor: Meg

Nachdem ihr nun hier und da mitbekommen habt, dass ich nicht zu den Frauen gehöre, die seit ihren 20ern eine Profi-Küche haben und auch die weiblichen Koch-Gene durch die (Kräuter-)Töpfe und Schüsseln hüpfen lasse, habt ihr euch vielleicht gefragt: Warum hat ausgerechnet DIE ein Kochbuch mit einem Autogramm von Horst Lichter bekommen?
Das hat einige Gründe:

Zum einen bin ich ein bisschen in den Horst verliebt. Nicht primär in seinen Schnäuzer, auch wenn mein Freund ein Bärtchen trägt, so muss dieses regelmäßig gestutzt und gepflegt werden, alles, was ausartet und wuchert lege ich nicht unter “ästhetisch und schön” ab, doch dem Horst steht das ausgezeichnet. Es ist vielmehr sein Humor, seine Schlagfertigkeit, seine Liebe zu Sahne und Butter, seine Art, aus dem einfachsten Kartoffel-Püree etwas zu zaubern, dass den empfindlichsten Gaumen sanft küssen würde. Der Horst ist MEIN Vorbild. Das ist die Theorie. Nun habe ich das erste Kochbuch (von ihm hier liegen), habe die nächsten Termine mit ihm im TV in meinem Outlook-Kalender markiert und werde mich heute Abend an das erste Rezept wagen:
Lachsnudeln mit Salbei-Whiskey-Sauce

Beim Verfassen von Texten für das Blog bin ich die Ruhe selbst. Es fällt mir nicht schwer, bei geschäftlichen Terminen souverän zu bleiben und wenn es um das Gelbe vom Ei geht, die Nerven zu behalten, doch wenn ich mich in die Küche stelle, das Buch mit dem Rezept aufschlage, im Kopf durchgehe, ob ich auch wirklich alle Zutaten zusammen habe, fängt mein Puls an zu rasen und das Herzchen puckert wesentlich schneller, als nach dem Sprint aus dem Keller mit einem vollen Wäschekorb ( a propos … ).
Nachdem ich ElMar heute mit einer höllischen Hühnersuppe mit frischem Ingwer, Frühlingszwiebeln, Sojasauce, Safran und Reis versorgt habe und er nun die Kuschel-Decke vollschwitzt und seine geschwollenen Mandeln kuriert, werde ich in 2 Stündchen die Küchentür hinter mir schließen und in eine Welt tauchen, die vor 2-3 Jahren noch eine Unbekannte war. Ich kannte 2 Gewürze: Pfeffer (mochte ich nicht) und Salz. Das eine habe ich nicht benutzt, das andere dafür inflationär. Ich aß max. 1x in der Woche warm, konnte allerdings 10 verschiedene Varianten Rucola-Salat zubereiten.

Die Wende kam, als ElMar bei unserem ersten Rendezvous 4 Stunden lang eine Paella zubereitete und ich Murmel fragen musste, wie man ein Ei kocht. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen.
Seitdem probiere ich aus, experimentiere, zaghaft am Anfang, immer mutiger mit der Zeit, ich koche unglaublich gerne für Familie und Freunde und ein bisschen freue ich mich schon, wenn sie erstaunt auf ihren Teller schauen, auf dem nicht NUR Salat liegt :)
Freiwillige vor? ;)
Wie ist eure Einstellung zum kochen? Für sich selbst, für Freunde? Kocht ihr gerne nach Rezept oder improvisiert ihr eher? Was ist eure Achillesferse, wenn es um die kulinarische Akrobatik geht und was euer Steckenpferd?

Highlight of the day: Horst-Happening in der Küche
Lowlight of the day: Mein Herz¹ ist krank.

Edit: Melde ERFOLG: Es war saulecker! :)

Lachsnudeln mit Salbei-Whiskey-Sauce

¹ElMar

27. Dezember 2007 | Autor: Murmel

Hey Großer,

das war mein Jahr 2007.
Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen, als Deine SMS in der Silvesternacht kam. Du hattest Nachdienst und doch gab es trotz vieler Einsätze eine ruhige Minute (D)einer kleinen Löwin, wie Du mich genannt hast, besondere Neujahrswünsche zu schicken. Ich war übermütig, beschwipst, strahlte in die Runde und freute mich auf die Zeit die kommt.

 Das Jahr war besonders. Endlich wieder lachen, nach einer Zeit in der es mir sehr schlecht ging. Endlich wieder ein Tanz der Seelen und dieses gutes Gefühl “es ist jemand besonderes in Deinem Leben”. Ich wollte, konnte und durfte wieder vertrauen. Ich habe die Zeit genossen und ich möchte Dir von Herzen dafür danken. So sehr Du mir gut getan hast, so sehr hast Du mich aber auch verletzt. 

Die letzte Nachricht von Dir erhalte ich an meinem Geburtstag. Dann bist Du gegangen. Von heute auf morgen einfach weg. Hast mich hier vergessen, nie wieder ein Wort von Dir. Kein Anruf, keine SMS, keine Mail, keine Chance Dir in Deine lachenden Augen zu sehen und die dunkle Stimme zu hören, die ich so mochte. Keine Antworten mehr auf meine Fragen. Spekulationen und Herzschmerz. Wir haben so oft darüber gesprochen, dass stehen lassen ohne Chance auf Klärung der Situation mir so sehr weh tut. Du hast mir immer wieder versichert, dass das nie Deine Art wäre und ich mich darauf verlassen kann, dass Du nur das Beste für mich willst. Ich verstehe nicht ….  So sehr ich gelebt habe in den letzten Monaten, so habe ich gelitten in den letzten Wochen. Mir tut das Herz weh, dass Du nicht mehr da bist, für mich. Aber DU hast entschieden und ich werde es akzeptieren. Respekt nennt man das wohl. Sich nicht aufdrängen, nenne ich es auch. Im Gegenteil! Ich lasse Dich zurück in dem Jahr, dass das Beste für mich war, seit langer Zeit. In ein paar Tagen gibt es ein frisches Jahr. Jungfräulich und wartend auf die Abenteuer des Lebens. Du bist drin in meinem Herzen, auch wenn es eine Schramme mehr trägt. Es klebt ein Pflaster drauf. Aber kein blau-schwarz-weißes ….

Leb’ wohl Mig!

Deine Große

Kategorie: Murmel(ei)  | Tags: , ,  | 22 Kommentare