…zeigt sich in einem völlig anderen Licht, wenn
… der erste verbale Kontakt des Tages sich in dem Satz äußert: “Soll ich Dir einen blasen?” - und dieser Satz aus dem Mund eines 14jährigen Jungen kommt, der seine Arbeitsstelle sichtbar an den Knien seiner Jeans trägt.
… beim Frühstücken am Stehtisch Dich eine Mutter um Geld anschnorrt und ihr kleines Kind Dich mit großen Augen aus seinem Kinderwagen, der vermutlich gleichzeitig Bett und Kleiderkasten zu sein scheint, ansieht.
… die erste Tätigkeit an Deinem Arbeitsplatz, das Einpacken der Reste eines 40jährigen 2fachen Vaters in einen Schuhkarton ist, weil er als letztes in seinem Leben, die Großaufnahme einer Lok suchte.
Dein Leben erscheint Dir plötzlich so strahlend. So perfekt.

Donnerstag, 24. Juli 2008
So fies es klingt, aber die Unzulänglichkeiten anderer machen das eigene Leben doch etwas … lebenswerter!
Okay, ist ein blöder Vergleich, aber im Urlaub meinte meine Mutter ‘DU willst einen Bikini anziehen?’ und ich sagte ‘Mama, da wird es MILLIONEN von Frauen geben, die darin beschissener aussehen als ich!’ - ich hatte Recht, und meine Speckpölsterchen waren auf einmal garnicht mehr so … groß! :D
Donnerstag, 24. Juli 2008
Oh fuck.
Donnerstag, 24. Juli 2008
Na ja, mag schon sein, dass einem das eigene Leben angesichts solcher Momente perfekter erscheint. Aber es bleibt ein schaler Nachgeschmack, wenn man - hier in der Stadt leider viel zu oft - mit Elend und Verwahrlosung konfroniert wird. Ich freue mich dann weniger über mein Leben, sondern frage mich viel mehr, in was für einer kranken Welt wir leben.
Donnerstag, 24. Juli 2008
“t” konfronTiert.
Ich plädiere für eine Edit-Funktion der Kommentare. DAS wäre perfekt.
Donnerstag, 24. Juli 2008
Das mit der kranken Welt, das stimmt, Frau W.! Ich sehe oft Leute, die sich kein bißchen um ihre Kinder kümmern - unsere Nachbarskinder laufen schon den ganzen Sommer barfuß und in kurzen Hosen rum, auch bei den knapp 15°C, die wir hatten! Und dann beschweren sich die Eltern, wenn die Kids krank sind! Es gibt so viele Beispiele dafür - leider!
Donnerstag, 24. Juli 2008
Deshalb steht da: “Dein Leben erscheint Dir … “
Donnerstag, 24. Juli 2008
Ja, es erscheint nur so - denn die eigenen Probleme verschwinden dadurch nicht, sie verblassen nur!
Donnerstag, 24. Juli 2008
Ja, das hilft oft die eignen Probleme in einem anderen Licht erstrahlen zu lassen, dass sich selbt bewusstwerden was echte Probleme sind. Diese Welt in der wir leben ist keine schöne. Unser Wohlstand funktioniert durch das Elend anderer. Auch wenn das jetzt provokativ und unvollständig ausgedrückt ist, so ist es im Kern doch leider so…
Donnerstag, 24. Juli 2008
ich vergesse das nie, wie gut es mir geht im Vergleich zu anderen. bin jeden Tag dankbar und froh für das was ich habe. Drum nehme ich mich und meine Probleme auch nicht so wichtig. Manchmal schon, wenn ich Zuspruch brauche, dann will ich auch mal über unwichtiges jammern :-)
Donnerstag, 24. Juli 2008
Wir haben Wohlstandsprobleme meine ich, und andere Probleme einfach nur zu Überleben! Anders kann ich es nicht ausdrücken.
Freitag, 25. Juli 2008
Wohl war, es ist alles eine Frage der Sichtweise wie man es betrachtet. Ich sage ja immer, irgendwo gibt es immer jemanden auf der Welt dem schlechter geht.
Aber mal ehrlich, wenn ich einen strahlenden Moment erleben will, dann suche ich das Blog der Seelenvögel auf!
Freitag, 25. Juli 2008
Natürlich gibt es immer Menschen, denen es noch schlechter geht. Aber ich glaube, man darf trotzdem ab und zu mal jammern. Das ist befreiend. Man muss nur auch wieder damit aufhören können. Auch das Schöne sehen, nicht immer nur die schlechten Seiten.