Mittwoch, März 28th, 2007 | Author: Meg

Bezugnehmend auf meinen GQ-Artikel, hat sich Hans wieder einige Gedanken gemacht. Ich lade zu einer regen Diskussion ein:


“mh.. nicht verfluchen.. bitte .. aber ich möchte diesen artikel mal nutzen .. um etwas tiefer zu schürfen.. ich denke in letzter zeit viel über das verhältnis von kunst und commerz.. bzw. bildung und commerz nach… intialzündung für die gedanklichen umtriebe ist das gecaste von bands.. im deutschen privatfernsehen.. irgendwie habe ich damit so meine probleme.. und konnte bislang nicht so recht definieren.. warum eigentlich… nach längerem sinnieren fand ich .. was mich stört.. ich habe eine definition von kunst und kultur auf der einen und commerz auf der anderen seite..

nun ist für mich ein musiker ein mensch.. der von innen heraus musik machen möchte.. ergo ein künstler.. .. wenn er damit erfolgreich ist.. commerziell.. na um so besser.. zäumt man das pferd von der anderen seite auf.. finde ich das irgendwie bedauerlich und schade.. und es entspricht der zunehmenden entwertung.. alles nur noch unter commerziellen gesichtspunkten wahrzunehmen..

im zeitschriftenmarkt geht es mir ähnlich… der spiegel bildet für mich eine der wenigen ausnahmen.. die “leute” dort haben für mich ein anliegen.. außerhalb vom geldverdienen… zeitschriften wie die hier angesprochene.. sind rein retortenbabys.. nach zielgruppenanalysen erarbeitet.. ohne herzblut.. ohne redaktionellen anspruch.. halt reiner commerz..wie denkt ihr darüber ????”

Category: Zu Besuch
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22 Kommentare

  1. Es gibt derzeit 2 Zeitschriften/Magazine, die ich im Abo habe, weil sie inhaltlich für mich eine Menge bieten: “Geo” und “emotion”. Bei den beiden bin ich mir sicher, dass ich sie zu 90% lese. 90% aller Artikel decken die Masse ab, sind interessant (geschrieben) und haben einen Mehrwert.
    Wenn ich mal am WE eine Zeitung über das Leben der Königs lesen will, entscheide ich mich meist dagegen, weil ich a) den Überblick im Zeitschriftenladen verliere und b) beim nächsten Arztbesuch wieder up-to-date sein werde.

  2. liebe meg..

    dat beanwortet meine frage nicht recht..

    ist es dir wichtig.. wie die leute hinter der zeitung.. hinter dem programm vermeintlich ticken.. oder ist dir das egal..

  3. Ich habe gerade die Ansage von Dir bekommen, dass ich das Thema verfehlt habe. Pardon.
    Um ehrlich zu sein, interessiert mich der Inhalt mehr und diese spiegelt in den meisten Fällen auch die Einstellung der Macher. Siehst Du das anders?

  4. zum teil gebe ich dir da recht..

    teilweise ist es ein gradwanderung…

    aber gerade in der geo sind sicherlich leute unterwegs.. die es lieben.. was sie da schreiben und fotografieren.. also.. im weitestgehendem sinn kunst..

  5. Mag sein, doch ich mache mir über andere Dinge Gedanken als Du, deshalb wäre es nett, wenn auch meine Meinung ihre Daseinsberechtigung finden würde. Wenn einen die Geo nämlich so GAR NICHT interessiert, der wird auch nicht sehen, dass sich hinter den Artikeln Menschen mit leuchtenden Augen verbergen.

  6. 6
    Der Mitch 
    Mittwoch, 28. März 2007

    Ich habe schon lange aufgehört darüber nachzudenken was “Kunst” und was “Kommerz” ist. Ich als Fotograf würde beispielsweise mir nie zumassen etwas als Kunst oder nicht Kunst abzustempeln. Umgekehrt würde ich mich nie als Künstler bezeichnen. Auch strikte Trennung mancher Leute von Kunst und Kommerz lehne ich kategorisch ab. Egal ob es in dem Bereich Musik oder Fotografie etc. ist. Spätestens seit der “Kommerzialisierung” Deutschen Hip Hops gehen mir die “KOOOOOMMMMMMEEERRRRZZZZZ”-SChreier ziemlich auf den Sack. Im Endeffekt zählt doch nur eins: Spaß! Es ist völlig egal ob ein Musiker Musik aus sich heraus macht oder der Kohle wegen. Entscheidend ist, dass sich jemand findet der die Musik hört. Und wenn dieser daran Spaß hat so ist das Klassenziel erreicht.

    Ähnlich ist es auch bei Zeitschriften. Zum einen würde keiner in der Spiegelredaktion kostenlos arbeiten. Und bei einer Auflage von über 1 Million und einer Reichweite von fast 6 Millionen nicht davon ausgehen, dass “Kommerz” im Spiel ist ist meiner Meinung nach ein wenig naiv. Zum anderen ist es auch hier egal, ob und wie viel Geld die bekommen. Gefällt es dem Leser so ist das Klassenziel erreicht.

  7. *breit grins*
    Mitch, möchtest Du heute mein Blog-Held sein?

  8. 8
    Der Mitch 
    Mittwoch, 28. März 2007

    Oh…und was gewinne ich dann?

  9. mh..

    interessant..

    es zählt was gefällt.. egal mit welcher intention geschaffen..

    das wäre mir persönlich zu wenig…

    und keine eigene definition zu haben. .was in den eigenen augen kunst und was kommerz ist..

    ich will weder polemisieren und noch schwarz/ weiß zeichnen.. ich lese, schaue und nehme sachen auf.. von menschen.. die damit ihr geld verdienen.. ohne jedesmal groß drüber nachzudenken..

    trotzdem mache ich mir gedanken.. über die entstehung.. von lektüre.. von musik.. von kunst im weitesgehenden sinne.. die definition was kunst ist und was nicht.. mag verschieden sein… aber es gibt meiner ansicht nach einen unterschied..

    und das die spiegel leute nicht das taz-verständnis vom “blattmachen” haben.. vollkommen klar..

    eine zeit lang war es eine besondere auszeichnung für jornalisten.. für den spiegel arbeiten zu dürfen.. weil es hier werte neben dem schöden mammon gab oder noch gibt.. so hoffe ich doch..

    das der spiegel verlag ein durchaus erfolgreiches unternehmen ist. widerspricht dem nicht perse… finde ich..

    alles nur dem spass unterzuordnen… greift mir persönlich zu kurz..

    wen in kinderzeitschriften trojaner von firmen eingschleusst werden.. damit die lieben kleinen schon zeitig an das konsumentenleben herangeführt werden.. .können die lieben kleinen durchaus ihren spass dabei haben.. wenn es “gut gemacht” ist.. die intention dahinter. ist mir in diesem falle nicht egal.. da hört bei mir z.b. der spass auf..

    vielen dank für den ausführlichen beitrag an herrn mitch..

  10. Ich finde, Du vermischt gerade einige Themen miteinander.

    Erstens ging es um den Unterschied zwischen Kunst und Kommerz in Bezug auf Zeitschriften/Magazine.

    Man kann sich über soviele Dinge Gedanken machen. Das machen wir auch bereits. Alle von uns. Über dies und jenes.
    Kaufe ich mir Zeitschreriften über Königs, ist mir Kunst egal. Kaufe ich mir einen Stern, ist mir Kust und Kommerz auch egal. Ich nehme das wahr, was mich angefixt hat. Meist sind das 1-3 Artikel und der Rest wird gnadenlos ignoriert.

    iPod.
    Ist iPod Kunst oder Kommerz? Oder ein gutes Beispiel dafür, dass sich die beiden Dinge nicht gegenseitig ausschliessen?

  11. ipod..

    ist kommerz..

    aber ein verdammt schöner..

    :-)))

    den.. die intention war ja nicht.. der menschheit einen gefallen zu tun. sondern gewinnmaximierung der firma von apple

  12. Verstehe. Demnach macht Spiegel nur deshalb ein Magazin, weil sie der Menschheit einen Gefallen tun wollen und nicht Marktanteile sichern wollen, richtig? ;)

  13. idealtypischer weise sitzen im spiegel redakteure.. die eines mit herzblut sind.. schreiberlinge.. die aufklären.. aufdecken und informieren wollen…

    ausnahmen sollten die regel bestätigen…

    gibt es sie denn überhaupt nicht mehr.. die menschen.. die die welt verbessern wollen.. die visionen haben.. die über den nächsten urlaub hinaus gehen..

    yvonne..sag doch auch mal was.. vielleicht ist es auch die “elternkrankheit”….

    :-))

    ps: meg.. selbst bildredakteure schreiben nicht.. um marktanteile zu sichern.. .

  14. Klar gibt es die Menschen, die die Welt verändern. Steht doch in der GQ. Einer von ihnen ist Til Schweiger! :DDD

  15. 15
    Hasenkind 
    Mittwoch, 28. März 2007

    Das hehre Ziel des Journalismus, Informationen zu sammeln und zu verbreiten, ohne Effekthascherei und ohne Polarisierung, mögen noch einige Journalisten verfolgen.
    Ich hoffe, sehr viele!
    (Auch Bildredakteure, mag sein ;-) )

    Ebenso, wie ich hoffe, dass für die Ärzte immer noch das oberste Ziel und Gebot ist, Menschen zu helfen und sich im Falle eines Falles nicht auf einen “Kunst”(sic!)Fehler zu berufen.

    btw, Hans: Freude an ihrer Arbeit erkennt man auch in den Artikeln der Redakteure der brand eins :-)

  16. Die Freude an der Arbeit erkennt man auch an den Beiträgen in diesem Blog, verdammte Axt! ;)

  17. hasenkind..

    danke für deinen beitrag..

    *schmatz* unbekannter weise..

  18. Hans, Hasenkind sagte nichts anderes, als die anderen: Es gibt sicherlich EINIGE, die mit Herzblut dabei sind, aber weder der Focus, noch die GEO, etc. machen ihre Arbeit aus rein karetativen Gründen :)

  19. ich habe auch nicht gesagt.. das zu herzblut gehört.. kein geld zu verdienen..

    bäh..

    außerdem hat es hasenkind schöner verpackt.. eben mit herzblut..

    :-))

    ps: bist ja nur neidisch

  20. Worauf denn neidisch? Schliesslich war ich mit Yvonne schwimmen und nachher bei ihr grillen! :)

  21. GQ kenne ich nicht.
    Ich bin kein Zeitschriften oder Zeitungs leser.
    Ich hasse Bild oder Express.
    Ich kaufe mir eine Zeitung nur dann wenn mich der Artikel Interesiert.
    Aber im Zeitalter des Internets finde ich alles dort.
    Auch als ich schwanger war und ich mit 1000 Heften zugeschüttet wurde,hat mich das nicht interesiert.
    Ich bin ein Mensch die die Infos erst dann liest wenn er sie braucht.
    Oder duch Erfahrungen die ich gemacht habe weitere Infos zu bekommen.
    Ich mag diesen komertz nicht.
    Und lasse mich auch nicht sehr schnell von irgendwelchen Produkte überzeugen. Schlankmacher oder Faltencrems.

    Ich sehe wenn ich die Artikel lese auch nicht den Menschen dahinter.
    Da ich mir kein Bild zu dieser Person machen kann.

    Her ihr im Blog wo ich meine Gefühle mit euch teile und eure auch zuordnen kann da mache ich mir gedanken.
    Gruß Yvonne

    PS Ich hoffe ich hab den Beitrag jetzt richtig verstanden ;)

  22. Hachz, Schnuffel! Du bist dufte!

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