Freitag, August 24th, 2007 | Author: Meg

‘Die Hoffnung stirbt zuletzt’ sagen wir oft. Warum ist das so?
Wenn wir hoffen, so denken, fühlen, handeln wir, als ob das, was ansteht, zu bewältigen und zu einem guten Ende zu bringen ist. Auf diesem emotionalen Untergrund leben und handeln wir, auch wenn es uns oft nicht bewusst ist. Hoffnung ist ein positiver Erwartungeffekt, verbunden mit dem Vertrauen auf eine noch nicht sichtbare Wendung in der Zukunft zum Besseren hin. Die Hoffnung sieht nicht eine Tür in einer Wand, die es nicht gibt, aber sie schliesst nicht aus, das eines Tages eine Türe dort sein wird. Diese Hoffnung - nicht die Erwartung - verlässt Menschen auch nicht in bedrohter Lebenssituation. Die Hoffnung ist die Begleitemotion des Lebendigseins, die uns trägt, bis wir tot sind.
Es ist einfach, an einer Hoffnung, einer bestimmten Vorstellung zu halten, solange der Spalt in der Tür offen ist. Hoffnung kann aber auf Dauer auch eine Bremse in der eigenen Weiterentwicklung sein. Wenn wir etwas sehr wollen, spielt uns die ‘Hoffnung’ einen Streich. Wir hängen uns an jeden Strohhalm, behindern somit den Ausblick über den Tellerrand, fixieren das (noch) Unerreichte. Hoffnung ist etwas Schönes, sie blüht und keimt und unsere Vorstellungskraft, die Phantasie nährt das zarte Pflänzchen. Warum sollte man sich dann den Tatsachen stellen und die Hoffnung womöglich begraben? Weil es manchmal besser ist, als ständig zu hoffen, daß der/die Ex-Freund/in wiederkommt, daß der/die Traummann/Traumfrau vor der Tür/an der Supermarktkasse steht, sobald ich die Tür verlasse. Hoffnung kann die Seele vergiften, wenn sie zu einem Zwang wird.
“Du bist und bleibst ein Sklave, solange du glaubst, daß es Hoffnung gibt.”

Ich halte es lieber mit Herrn Albert Schweitzer:
‘Hoffnung ist Kraft. Es ist soviel Energie in der Welt, als Hoffnung drin ist.’

Ich hoffe, daß der bevorstehende Urlaub schön wird und wir uns erholen. Ich hoffe, daß El Mars Urlaub in Schweden/Norwegen schön wird und er gesund und munter wieder nach Hause kommt. Ich hoffe, daß ihr alle gesund bleibt und wir uns in 14 Tagen hier wieder lesen.


Guten Morgen!

P.S. Hier ist noch etwas fürs Auge: Wunderschöne Landschaftsaufnahmen eines Landsmannes - Maciej Duczynski. Wellness für die Augen.

Category: MegLosophie
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20 Kommentare

  1. Schönen guten Morgen!

    *schluchz* Nun isses soweit… Das “Verreist-Schild” hängt schon in greifbarer Nähe… Mir geht’s den Umständen entsprechend (gar nicht) gut.

    Ich hoffe, dass seelen(lose) Zeit schnell vergeht. ;-)

    Und für euch hoffe ich, dass ihr einen wunderschönen Urlaub habt.

    Hoffnung? Wenn man keine Hoffnung mehr hat, dann ist man tot. Zumindest seelisch.

  2. Oh… ich reiche ein “die” nach und nehme die Klammer weg. ;-)

    “Die seelenlose Zeit” heißt es.

  3. Liebste Frau Sisou,

    das Schild hänge ich Montag abends ins Schaufenster. Bis dahin passiert hier noch was. Heute ist “nur” der letzte Arbeitstag für Murmel und mich :)

    Unsere Seelen nehmen wir zum Teil mit, das stimmt schon, aber ein Seelenvogel bleibt hier und paßt auf :)

  4. *g* Na dann ist’s ja gut. Ich werde mir die Zeit derweil mit Frau Sternenkind vertreiben, die ja heute morgen Morgen leider nicht online ist. ;-)

    *hihi* Und ich kann testen, ob meine Arbeit effektiver ist, wenn bei den Seelenvögeln Urlaubsruhe einkehrt. Die Gefahr der Ablenkung ist ja doch immer gegeben, wenn Sie online sind, liebste Frau Meg. ;-))

  5. Oha. Vielleicht sollte ich ein Blatt mit Nebenwirkungen rausbringen?
    Ich fasse zusammen, was Sie mir - alleine in DIESER Woche - an den Kopp geknallt haben: Ich wäre dafür zuständig, wenn Sie zunehmen, ich dürfe NICHT wegfahren, Sie haben mir eine Szene gemacht und jetzt habe ich Sie auch noch von der (Haus-???)Arbeit abgehalten?

    Cool.
    Ich kann auch frische Luft in stinkende verwandeln :DDDDD :)

  6. Machen Sie das. Ein Hinweis auf Risiken- und Nebenwirkungen der Seelenvögel wären … interessant zu lesen. ;-)

    *g* Sie halten mich nicht von der Hausarbeit, sondern von der Schreibarbeit ab ;-) Von der Hausarbeit muss mich keiner abhalten, das schaff ich schon selber. *lol*

    Ich entschuldige mich hiermit in der aller ernsthaftesten Form für die seelischen Grausamkeiten, die ich Ihnen in dieser Woche an den Kopf geknallt habe. Ich habe da wohl meine gute Erziehung - die ich nie hatte - vergessen. ;-)

    *rofl* Ich kann auch frische Luft in stinkende verwandeln… was glauben Sie, wie schnell das geht. Und wenn ich anfange zu kochen - also im Sinne von “Mahlzeiten zubereiten” - dann können auch andere Menschen ganz schnell die saubere Luft zu Gift verwandeln. Nennen Sie mich Zwiebelkönigin und Sie wissen, wo der Kochlöffel hängt.

    *g* Und beim Wort “Zwiebel” fällt mir ein, dass es Zeit fürs Mittagessen ist.

    Mahlzeit ;-)

  7. So. Nun bin ich verwirrt. Ich habe Ihnen natürlich keine seelischen Grausamkeiten an den Kopf geknallt, sondern die Dinger wurden durch meine boshaften Gemeinheiten verursacht.

    Wie auch immer: Ich entschuldige mich für alles, was ich Ihnen angetan habe. Auch für das schlechte Wetter, das schlechte Fernsehprogramm und überhaupt alles, was Sie sonst noch so bedrückt. ;-))

  8. Liebste Frau Sisou,
    ich werde - mit einem erfrischenden Coctail in der einen und einem Fächer in der anderen Hand - am Pool, über den Dächern von Malta, darüber sinnieren. Vielleicht mache ich auch eine Gemeinschaftsarbeit daraus, schliesslich möchte ich nicht so dikatorisch wirken, wenn ich Ihnen allen die Risiken und Nebenwirkungen meiner verbalen Auslese vorschreibe.

    Interessieren würde es mich trotzdem - abgesehen von den von Ihnen genannten! :)

    Sie kochen?
    Ich bin … entsetzt. Ich meine, KÖNNEN SIE das auch? Ich habe mir sagen lassen, daß dies keine genbedingte Kunstfertigkeit ist. :)

    Ihre Entschudligung nehme ich - selbstredend - entgegen und erlaube mir ein leises Lächeln über Ihre … EINSICHT :DDD

    *drück*

  9. 9
    Rattenviechs 
    Freitag, 24. August 2007

    Dieser Mac hat da echt endgeile Bilder!

  10. Maciej? Oh ja!
    El Mar kommt auch aus dem Staunen nicht raus, die Bilder sind superschön!

  11. Ratte, aber auch die Typen unter “Links” können was! :)

  12. *lol* Das mit dem Kochen ist nicht genbedingt. Ich sagte ja nicht, dass ich kochen kann… ich tu es einfach. Ich schrieb ja auch nichts davon, dass es schmeckt, was hinterher auf dem Teller landet. *g* Oder haben Sie darüber was zwischen den Zeilen gelesen?!

    Kennen Sie das schöne Sprüchlein:

    Denn wenn nur die begabtesten Vögel sängen, so würde im Wald ein furchtbares Schweigen herrschen…

    *lol* Würde man das näher definieren, so wäre ich keine Nachtigall, sondern ein Rohrspatz. Oder eine Krähe. :-))

  13. 13
    Rattenviechs 
    Freitag, 24. August 2007

    Jep, habs gesehen. Ziemlich geniales Zeug.

    Falls wir uns nicht mehr lesen: einen schönen Urlaub euch allen! *wink*

  14. @ Ratte: Gestern habe ich Dich durch Deine Holde grüssen lassen! Danke! Euch drücke ich die Daumen für Kölle! :)

  15. @ Liebste Frau Sisou: DAS erklärt die Nutella-Affinität des Ablegers :DDDD

  16. @ (Bald gar nicht mehr) liebste Frau Meg: Das sollte eine Beleidigung sein, oder? Sie machen sich über meine Kochkünste lustig und ich denke, ich sollte beleidigt sein…

    … aber wenn ich genau darüber nachdenke, dann denke ich, dass Sie nicht unrecht haben…

    … könnten. :-))

    Ich wünsche Ihnen, dass Sie ein wohlschmeckendes Abendessen genießen dürfen…

    Einen wunderschönen Abend. ;-)

  17. *lach*
    Nicht doch, Sie können mir doch nicht das “Liebste” kündigen! Wie soll ich meinen Urlaub frohen Mutes geniessen, wenn ich ein gebrochenes Herz im Gepäck schleppe?!

    Oh, soll ich Ihnen eine Portion selbst gemachtes Chili con carne in einer Tupperdose zuschicken? *ggg*

  18. *breitgrins* Nee, lieber Apfeltiramisu. :-))

  19. *lach*
    DAS kannst Du ja mittlerweile selbst :)

  20. ich wünsche ihnen beiden einen erholsamen urlaub mit jeder menge vergnüglichkeiten.

    … und hoffe dass sie mit vielen er:leb:nissen zurückkommen

    weil… die hoffnung ist grösser als das meer :-)

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