Kismet?

geschrieben von Meg in MegLosophie Kommentar schreiben

Er ist 97 Jahre alt, als er stirbt. Sie ist 87 Jahre alt, als sie stirbt.
Beide am gleichen Tag.  An unterschiedlichen Orten. Sie an Folgen eines Sturzes, er, weil er wohl nicht mehr alleine weiter leben wollte. Eine schreckliche Vorstellung, denn immerhin war er 66 Jahre mit ihr verheiratet.

Glücklich.
In Deutschland wird beinahe jede 2. Ehe geschieden. Was ist los? Warum ist das so?

26 Kommentare zu “Kismet?”

  1. Ecki

    Weil viele Ehepare sich einfach nach längerer Zeit “Satt” haben oder? Hm … Oder der Alltags-trott einkehrt.

  2. Sebastian

    Drum prüfe,wer sich ewig bindet.

    Heisst der Spruch nicht so ?

    Die Menschen glauben nicht an einen Gott, vielleicht liegt die Scheidungsrate daran ? - Kein Gott,der es verbietet.

    Vielleicht weil die Möglichkeit dazu besteht, vielleicht weil sich die Menschen,vor allem die Frauen nicht mehr alles gefallen lassen,wie es noch vor ein paar Jahren/Jahrzehnten.

    Vielleicht weil die geschiedenen Frauen nicht mehr Gesellschaftlich geächtet werden.

    Vielleicht weil die Menschen nicth mehr miteinander glücklich sind,sich nicht mehr lieben ?

  3. Frau W.

    Warum ist das so? Die Frage muss sich jeder selber beantworten.

    Auf jeden Fall ist die Ernüchterung sehr groß, wenn die Ehe im Alltag nicht so “filmreif” ist, wie es doch angeblich sein sollte. Ob man dann um die Ehe/den Partner kämpfen möchte oder nicht, dass muss jeder selbst entscheiden. Eine glückliche Ehe ist definitiv kein Geschenk - sondern Arbeit.

  4. Conni

    Ich denke, früher war es wichtiger das mann zusammen hielt. Egal wie. Die Werte, mag sich doof anhören :oops: , waren anders/wichtiger.

    Heute ist es normal, dass Frauen alleine leben, Männer alleinerziehend sind. Zwar wenige, aber es eben “normaler” geworden.
    Und scheiden lassen kann man sich auch recht einfach … man kommt ja auch alleine zurecht.

  5. Tommy

    ich glaube einfach, dass man viel zu schnell aufgibt und sich problemen nicht mehr stellt. früher war es so, dass man gemeinsam an sich gearbeitet hat. heute taucht ein prblem auf, man müsste gemeinsam was tun und prompt geht ein grossteil den weg des geringsten widerstandes. ist halt einfacher *seufz*

  6. doggz

    mir ist nur bei einigen paaren aufgefallen, dass sie sich erstmal sehr verändern, nachdem sie geheiratet haben. später nimmt das wieder ab. allerdings scheint sich irgendwie die anspruchshaltung an den partner zu ändern, wenn man erstmal diesen zettel hat. schwer zu erklären, finde ich.

  7. Damals … « Frau Weitergelesen

    [...] dem Rat, ihn möglichst bald zu kontaktieren. Es hätte nicht viel gefehlt und wir wären Teil der Scheidungsstatistik geworden [...]

  8. Ecki

    Wieso fehlt ein teil meines Satzes :(

    Diesen Spruch Frau W finde ich Klasse! Der stimmt auch! Kann ich nur bestätigen!!

    Eine glückliche Ehe ist definitiv kein Geschenk - sondern Arbeit.

  9. Luigi

    Schließe mich der Frau W. in allen Punkten an. Es ist mittlerweile ganz einfach bequemer sich scheiden zu lassen anstatt dafür zu kämpfen.

  10. Florian H.

    Passend zu dem Thema:
    http://querdenken.twoday.net/stories/4945717/

  11. SaschDaily

    Ach Schatzi! Das ist ein Thema, damit könnte man wohl ein komplettes Weblog füllen. Die Menschen nehmen die Ehe nicht mehr so ernst, wie damals. Wenn heute geheiratet wird, macht man sich nicht mehr darüber Gedanken, dass dies auf EWIG ist. Auch ist man nicht mehr bereit, nachzugeben, Kompromisse einzugehen und um eine Beziehung zu KÄMPFEN. Etwas wird unbequem? Dann muss es weg - Scheidung! Man geht heute den Weg des geringsten Widerstandes. Es ist traurig, wirklich!

  12. nicole

    Also bei mir lag es daran, dass ich viel zu früh geheiratet habe und meinen Mann eigentlich noch garnicht richtig kannte.

    Dass ich nicht gekämpft habe, kann man mir nicht vorwerfen - obwohl ich wusste, dass er mich belügt und betrügt habe ich immer wieder versucht, diese Ehe zu retten. Aber irgendwann hatte ich dazu keine Kraft mehr…

  13. Meg

    @ Ecki, das ist zu einfach, das kann es nicht sein, denn der Alltag ist ein gewöhnlicher Gast in jeder Beziehung, es kann nicht einfach der Grund dafür sein. Vielmehr ist es die Tatsache, dass sich beide ausruhen, dass sie sich zu sicher sind, dass sie den Alltag … machen und walten lassen und nicht abwechseln wollen. Das ist es eher, denke ich.

    @ Sebastian, die Quintessenz Deiner Aussagen, bzw. Vermutungen könnte lauten: Es war schon immer so: die Ehe/Beziehung ist dazu verdammt zu scheitern, weil das die Bestimmung ist, bloß hat man es früher aus gesellschaftlichen/gesetzlichen Gründen einfach ausgesessen?

    @ Frau W., jeder, der eine Ehe mit dieser märchenhaften Vorstellung eingeht, sollte lieber gar nicht erst heiraten, sondern gleich in Disney-World bleiben, meinen Sie nicht auch? ;)

  14. Meg

    @ Conni, heißt das im Umkehrschluss, dass Liebe per se keine lebenslange Chance hat?

    @ Tommy, aber WARUM ist das so? Was ist heute anders als “damals”?

    @ Mirco, ist das so? Verändert dieser Zettel soviel? Wenn das so ist, reicht mir der Wolfram-Stahl-Ring völlig aus.

    @ Ecki, jede Beziehung ist ARBEIT :) Man kann seine Arbeit allerdings auch lieben und meistern :)

  15. Meg

    @ Luigi, danke für Deine Aussage, aber das ist nicht die Antwort auf meine Frage … leider. Funktionieren die Ehen deshalb nicht, weil es einfacher ist, sich scheiden zu lassen?

    @ Sascha, gilt für Dich “bis das der Tod uns scheidet”?

    @ Nicole, gut zu wissen, woran es lag, oder? Auch wenn es im dem Moment nicht tröstlich ist, so ist es im Nachhinein hilfreich.

  16. Conni

    heißt das im Umkehrschluss, dass Liebe per se keine lebenslange Chance hat?

    Doch, ich denke das hat sie.

    Wie vor mir schon gesagt, wurde .. wenn beide daran arbeiten und sich nicht auf dem “gegeben” ausruhen.
    Sich bemühen, den anderen, trotz Alltag, Job, eventl- familiären Dingen/Problemen zu verstehen und sich eben auch mal zusammenreißen.

    Zum Heiraten, ich weiss nicht was dann anders ist, aber ich glaube, schon da ist was dran. Sicherheit oder Gewissheit der Beziehung, ich weiss es so genau auch nicht.

    Wir leben seit fast 9 Jahren in wilder Ehe und haben nicht vor, daran jemals was zu ändern.
    Nicht wegen Geld, steuerlichen Gründen, Kinder oder oder oder .. wenn, wenn :mrgreen: ,wir heiraten nöchten, dann weil man wir uns wirklich sooo lieben.

    Klingt geschwollen, aber das ist für mich, und auch den Gatten, der einzig plausible Grund irgendwann mal über eine Heirat nachzudenken.
    Bis dahin kann man aber auch (fast- ich müsste noch weiter ausholen :oops: )jeden Weg ohne Trauschein gehen.

  17. Hilli

    ich glaub man kann da keine pauschalantwort drauf geben. es wird wahrscheinlich in den meisten fällen so sein, dass die menschen nicht mehr konfliktfähig sind und sich so nach dem ersten größeren problem trennen. oder aber sie heiraten einfach zu schnell… oder sie stellen nach vielen jahren fest, dass sie wie brunder und schwester sind, oder aber sie kämpfen und kämpfen und geben irgendwann auf, weil es sinnlos ist, weil nicht “mitgekämpft” wird, weil es hoffnungslos ist, weil sich nichts ändert… dann, muss ich ehrlich sagen, würde auch ich irgendwann aufgeben!

  18. Meg

    @ Conni, nun bin ich etwas überrascht, ich hatte nämlich angenommen, ihr seid verheiratet, weil Du ihn “Gatte” nennst ;)

  19. Lily

    Nun ja, guck Dir die Generation 60 plus hier auf’m Dorf mal an. In den meisten Fällem hat die Frau keinen Führerschein. Und keinen Job (gehabt), sondern sich ausschließlich um die Kinder und den Haushalt gekümmert. Da konnte man bei Problemen und Schwierigkeiten nicht so schnell weglaufen, das musste ausgesessen und eben auch bewältigt werden ! Heutzutage sind die Frauen schneller weg weil sie finanziell unabhängig und mobil sind. Manchmal kommen sie ja auch wieder.

    Was ich auch sehe: die Eltern der Frauen 25 plus unterstützen ihre Töchter wenn es darum geht, sich ein Leben nach einer Trennung aufzubauen. Das gab’s doch früher auch nicht, da galt die Scheidung als “Schande”.

    Das ist jetzt allerdings nur mein subjektives Empfinden und sicher keine allgemeingültige Antwort auf die Frage nach dem Warum einer hohen Scheidungsrate.

  20. Conni

    Nja … :lol: .

    Ich finde, aus dem Alter wo man “Freund” sagt, sind wir raus. Und LAG usw. find ich doof :oops: .

    Gatte ist auch nur so ein Zeitwort, eine zeitlang war es mal der Liebste oder der Hr. C., mal so mal so.

    Der gute Mann heisst normal Chris ;) .

  21. SaschDaily

    @Meg
    Ja, dieser Satz gilt für meine Frau und ich auf jeden Fall. Zum einen, weil dies ein Teil des Ehegelübdes ist, zum anderen, weil (und jetzt kommt meine Religiösität wieder ins Spiel) es das war, was Gott von Anfang an im Sinn hatte!

  22. abraxandria

    Oh je! Das erschüttert mich sehr!
    Wie schrecklich! :cry: Mich ganz traurig macht…

  23. Tina

    was macht man, wenn man in der beziehung ein problem hat, das sich trotz staendigen aufbohrens nicht aendert? wenn man es aber gerne geaendert haben wollte? auf ewig akzeptieren, dass es “halt so ist”?
    frueher war das auf jeden fall so. heute gibts zu viele “alternativen” und das leben machts einem einfacher: scheidung wird “normal”, alleinerziehend, frauen sind nicht mehr nur abhaengig vom mann, es gibt ueberall helfende haende.

  24. Meg

    @ Sascha, bist Du sicher, dass Gott persönlich seine Finger im Spiel hatte? ;)

  25. Meg

    @ Abraxandria, das muss es nicht, sie waren immerhin über 60 Jahre gemeinsam/zusammen glücklich :)

  26. Meg

    @ Tina, wenn es ein Problem ist, welches die Beziehung auf Dauer beschattet, muss es aus der Welt. Wenn das nicht geht … muss die Beziehung aus der Welt. Das gab es schon immer und das wird es immer geben …

Schreib mal wieder