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2. April 2008 | Autor: Meg

Ein wenig erinnert das Blog an eine Arzt-Praxis: “Mittwoch nachmittag geschlossen”. Hier ist es abends der Fall :)

Ich verabschiede mich heute mit einem weiteren Ohrwurm aus den tollen Zeiten: Fury in the Slaugterhouse, das erste mal live gesehen im “Alten Schlachthof” in Soest und sofort verknallt. Am meisten hat es mir “Radio Orchid” angetan, wobei ich die ersten Male immer “This is Radio Oh Kid” verstanden habe.
There’s an old lady …

Ah, und für alle Damen, die wissen, warum ich um 20:15 Uhr nicht hier bin: Bei iTunes Deutschland kann man die Folgen auch günstig kaufen ;)

1. April 2008 | Autor: Meg

Kein Thema für jedermann. Also bitte nur lesen, wenn ihr darüber sprechen wollt.

Die Suche bei Google spuckt 112.000 Treffer aus.
Sucht man nach „geschwisterliebe ärzte” sind es bereits um einiges weniger, aber immer noch eine Menge.
Ich werde hier kein Video und auch keinen Text zu dem indizierten Song „Geschwisterliebe” posten, ich möchte dennoch über dieses Thema sprechen.
Neulich habe ich in der Zeitung einen großen, doppelseitigen Artikel über das Geschwisterpaar, welches sich nicht nur liebt, sondern auch Kinder miteinander hat, gelesen. Doch Karlsruher Richter haben entschieden: Inzest bleibt in Deutschland strafbar.
Tante Wiki sagt dazu:

Inzest (auch Blutschande) bezeichnet Geschlechtsverkehr zwischen nahen Verwandten, insbesondere die Komponente des Verbots, der gesellschaftlichen Akzeptanz oder auch der gesellschaftlichen Verpflichtung.Jede Kultur, jede Gesellschaft, jede Religion und jeder Stamm hat andere Vorstellungen davon, was verbotener Inzest ist bzw. welcher Inzest von den Mitgliedern gewünscht oder sogar gefordert wird. Das Inzesttabu richtet sich in allen Kulturen nach der verwandtschaftlichen Nähe. Jedoch unterscheidet es sich von Kultur zu Kultur wer als nah gilt.

Weiter heißt es:

Inzest wird in Deutschland und Österreich nur zwischen in gerader Linie Verwandten - also Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, und deren Kindern, Enkeln, Urenkeln - sowie zwischen Voll- und Halbgeschwistern (letzteres ist rechtlich umstritten) verfolgt. In Deutschland werden die Abkömmlinge und Geschwister nicht bestraft, wenn sie zur Tatzeit jünger als 18 Jahre waren. Dies bedeutet jedoch nicht, dass dabei gar keine Straftat vorliegt. Die Tat stellt bei Begehung durch Minderjährige eine gegenüber den Minderjährigen bloß nicht verfolgbare rechtswidrige Straftat (die dogmatische Einordnung ist streitig) dar. Damit bleiben aber jedenfalls etwa Anstiftung und Beihilfe dazu strafbar. In Österreich wird nicht bestraft, wer zur Tatzeit jünger als 19 Jahre war und zur Tat verführt wurde.

Nachdem ich den Artikel über Patrick und Susan gelesen habe, habe ich einige Vorurteile abbauen müssen. Bitte versteht mich nicht falsch, ich bin nicht dafür, dass Geschwister miteinander Kinder in die Welt setzen, welche in dieser Gesellschaft verloren haben, da sie ihr lebtag entweder behindert sind oder aber von der Umwelt geschubst werden, als „Produkt” einer inzestuösen Verbindung. Dennoch liefen mir die Tränen über die Wangen, als ich davon las, dass sich die beiden lieben. Sie sind nicht zusammen aufgewachsen. Patrick wurde nach der Scheidung der Eltern von einer Pflegefamilie adoptiert, seine Schwester war geistig zurückgeblieben. Als sie sich trafen, blühte sie auf, die beiden verliebten sich. Sie haben 4 Kinder, die ihnen nach der Geburt abgenommen wurden. Patrick ließ sich sterilisieren, nachdem man ihm immer und immer wieder einredete, dass die Kinder das ganze Übel seien.

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24. März 2008 | Autor: Meg

So lautet das Thema in der 12. KW

Ich habe euch bereits an einigen Kindheitserinnerungen teilhaben lassen. Manchmal komme ich mir ein wenig symptombefallen vor, wenn ich mich an die Geschichten aus der Kindheit gestochen scharf erinnern kann. Viele davon könnte ich fotografisch nicht mehr festhalten, da die meisten Erinnerungen eine Menge mit Rollenspielen zu tun haben, die wir als Kinder gespielt haben. Ich bin zwar gerade dabei, die meisten der Statisten unter www.nasza-klasa.pl wiederzufinden, aber bisher waren es nicht genug, um große Schlachten nachzustellen.

Der entscheidende Hinweis fiel gestern auf einem Geburtstag, als mir jemand Süßstoff zu meinem Tee anbot und ich leicht angewidert ablehnte.

Ich lebte noch bei meinen Großeltern, konnte also nicht älter als 5 Jahre sein. Mein Opa war Diabetiker. Ich wusste nicht genau, was das war, hatte nur mitbekommen, dass er sich Spritzen selbst setzen musste und keinen Zucker in den Kaffee geben durfte (letzteres aus Mangel an Süßstoff). Ich beobachtete Opa des öfteren, wenn er sich Insulin spritze. Einmal bat er mich darum, ihm zu helfen. Ich sollte es lernen, für den Fall der Fälle.
Kinder zu verkloppen berührte meine Pazifisten-Seele nicht im geringsten, das wurde als Notwehr abgespeichert, zumal ich mich noch einige Jahre von der 1. Beichte befand und fest davon überzeugt war, bis dahin Absolution durch Mehrarbeit auf dem Hof meiner Großeltern zu erlangen. Doch Spritzen geben sollte nicht dazu gehören. Die Hand beißen, die einen fütterte, bzw. piecksen? Niemals. Ich habe doch gesehen, dass es ihm weh tat, wenn er selbst die Nadel in die Hautfalte jagte.

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12. März 2008 | Autor: Meg

Ähm. Pardon.

Sex Fakten sollte der Titel lauten.

In Deutschland gibt es unzählige Tageszeitungen und noch mehr Zeitschriften, Magazine, Blättchen. 90% davon kenne ich gar nicht und werde sie wohl auch nie lesen. 5% davon lese ich regelmäßig (u.a. emotion, GEO, VIEW + Tageszeitung, etc.). Weitere 5% lese ich gelegentlich, wenn sie bei uns ausliegen. Dabei handelt es sich um Belegexemplare einiger Magazine. Eines davon ist „MAXIM”.

Ich habe sie bereits einige Male gelesen, eignet sich gut als Zwischendurch-Futter, man würde jedoch nichts vermissen, wenn es sie nicht gäbe. Interessant in der neuesten Ausgabe: 100 Fakten über Sex.

Nun ja. 100 Fakten über Sex. Das hört sich erstmal nach einer Menge Wissen an. Schaue ich gelegentlich auf die Suchbegriffe, über die Leser auf mein Blog gelangen, sollten solche Fakten öfter gestreut werden, denn dort draussen laufen sehr viele unbedarfte Menschen herum, die nach einer Seele für ihren Penis oder nach der Entdeckung ihres Orgasmus suchen oder aber sehr gerne einige Damen nackt sehen würden, um sich „für sie rasieren

Ich saß auf dem Sofa und las mir die 100 Fakten durch. Zu eurer Beruhigung, ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass man auch ohne das Wissen um diese „100 Fakten” ein aufregendes und erfülltes Sexleben führen kann, dennoch waren einige Aussagen sehr lustig und ich bezog meinen geliebten Geliebten mit ein, indem ich ihm ein paar Fragen bzgl. des Penis stellte. Ich war nicht überrascht, als er „falsche” Antworten gab, denn es ist wahrlich sehr schwer einzuschätzen, wie weit Sperma fliegen kann, wie man exakt die Größe des eigenen Schniedels mißt oder was Kokigami (1) ist.

Allerdings kann ich nun vor Freundinnen mit dem Wissen um den lateinischen Begriff für „Geräusche, die beim Sex entstehen, wenn Luft aus der Scheide gepresst wird²” und darüber, dass dt. Huren (zumindest die gemeldeten) 14,5 Milliarden € Umsatz im Jahr machen. So beschissen kann es dem Mann nicht gehen, dass er nicht den Weg in den Puff findet. Besser dorthin, als unter die Räder, nicht wahr?

Ich weiß nach dem Konsum des Artikels, warum ich Orchideen noch nie mochte und seit heute werde ich bei ihrem Anblick stets an die männlichen Hoden denken, denn „Orchis” (griech.) heißt Hoden.

Eine Frage habe ich allerdings: Wenn der Penis von Long Dong Silver tatsächlich 45 cm (!) hatte: WAS hat er dann gefickt?

Ich werde diese Ausgabe behalten und euch ab und an mit einigen Fakten beglücken ;)

¹ Kokigami: Bezeichnung für eine japanische Origami-Maske aus Papier, die man über den Penis stülpt. Fragt mich nicht WOFÜR!
² Garrulitas vaginae - schön klingt das nicht. Ist aber auch nicht angenehm, so ein Scheiden-Furz.

7. März 2008 | Autor: Meg

Diese Rede habe ich nicht übersetzt. Ich habe sie auch nicht aus einer Zeitung, sondern aus einem Forum. Ich übernehme keine Garantie dafür, dass sie zu 100% so gesprochen wurde, aber nehmen wir mal an, das wurde sie. Tut mir den Gefallen und lest den Text, auch wenn er etwas länger ist (wer nur Bilder gucken möchte, der kann dahin gehen), denn ich würde gerne mit euch darüber sprechen:

[EDIT: Ich habe Post bekommen, in der ich aufgefordert wurde, den Text zu entfernen, da es sich um einen Hoax handeln soll. Nun, Fakt ist, dass ich die Rede nicht erfunden und in Umlauf gebracht habe, Fakt ist, dass ich sie selbst aus einem Forum, bzw. Lycos habe und Fakt ist auch, dass ich nie behauptet habe, diese Rede sei wahr, denn ich weiß es nicht. Aber auf den Inhalt kommt es mir an und hier ist er, nach wie vor!]

Premier John Howard - Australien
In seiner Rede zum Jahrestag der Baliattentate, Februar, 2008, Muslime, die unter dem Islamischen Gesetz der Sharia leben wollen, wurden angewiesen Australien zu verlassen, da die Regierung in ihnen Radikale sieht, die mögliche Terroranschläge vorbereiten. Außerdem zog sich Howard den Zorn von einigen australischen Muslimen zu, da er unterstrich, geheimdienstliche Aktivitäten zum Ausspionieren der Moscheen in seinem Land zu unterstützen.
Wörtlich sagte er:
„EINWANDERER, NICHT AUSTRALIER, MÜSSEN SICH ANPASSEN”. Akzeptieren sie es, oder verlassen sie das Land. Ich habe es satt , dass diese Nation sich ständig Sorgen machen muss, ob sie einige Individuen oder deren Land beleidigt.
Seit den terroristischen Anschlägen auf Bali spüren wir einen zunehmenden Patriotismus bei der Mehrheit der Australier.
Diese Kultur ist in über zwei Jahrhunderten gewachsen, geprägt von Gefechten, Prozessen und Siegen von Millionen von Frauen und Männern, die alle nur Frieden gesucht und gewollt haben. Wir sprechen überwiegend ENGLISCH, nicht Spanisch, Libanesisch, Chinesisch, Japanisch, Russisch, Italienisch, Deutsch oder andere Sprachen. Deswegen, wenn ihr Teil unserer Gesellschaft werden wollt …. lernt unsere Sprache!

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6. März 2008 | Autor: Meg
Gerade das Urheberrecht sei zur Gelddruckmaschine verkommen. Unterdessen hat die Blogosphäre längst ihren ersten Skandal: “Brötchen-Gate”. Aus einem öffentlichen Forum mit Kochrezepten hatte eine Userin eine Website gebastelt, die Rezepte umformuliert und von ihrem Mann abfotografieren lassen. Als ein Blogger das Foto von einem Brötchen ins eigene Weblog stellte, wurde er prompt aufgefordert, 600 Euro wegen Urheberrechtsverletzung zu zahlen. Der Fall schlug hohe Wellen in der Blogosphäre.
Gesamten Artikel lesen

Es ist verrückt. Wirklich verrückt. Ich habe berichtet, dass ich selbst den Fehler begangen habe und zahlen musste. Für ein Bild. Ein kleines Bild. Gut, ich hätte es auch selbst schiessen können, aber mal ehrlich: was derzeit in der Sphäre und im restlichen Internet (z.B. in der e-Bucht) abgeht, passt auf keine Kuhhaut mehr. Wenn man seinen Schrank ausmistet und Markenklamotten verkauft, muss man selbst prüfen, woher diese Markenklamotten stammen. Hat man sie in Deutschland bei s. Oliver, Prada, Esprit gekauft = alles ok. Hat man sie z.B. im Ausland im Urlaub gekauft, darf man sie in Deutschland nicht verkaufen, denn sie sind nicht für den dt. Markt aufgelegt worden. Schnell ist man ein paar Tsd. € los!

Es gibt bei Bildern Kunst und somit erschaffenes Gut, welches sich zu schützen lohnt und es gibt Bilder von Jeans, Stofftieren und Parfüm für ebay. Unsere Staatsanwälte brechen eh schon unter der Last - der mehr und minder sinnvollen - Klagen, zusammen. Otto Normalverbraucher hat seine Chance gewittert und zahlt von seinem Hartz IV-”Gehalt” die Super DSL-Flat, damit er den ganzen Tag bei ebay nach Gesetzesbrechern auf die Suche gehen kann, die es gewagt haben, DAS Bild zu nutzen, welches er geschossen hat.

Ein Blog ist ein Tagebuch. Ich habe keine Lust, alles auszu”xxxx”en, damit mir keiner an den Karren fahren kann. Ich möchte mich über den schlechten Burger bei McDonald’s beschweren, ohne dass sie mich dazu verdonnern, Unsummen wegen Rufmordes zu zahlen. Ich möchte auch mal die Werbung von Ariel kritisieren, weil ich Waschmittelwerbung im TV schon immer grottenschlecht fand.

Ich will damit nicht sagen, dass Blogs rechtsfreier Raum sein sollten, aber man sollte Äpfel nicht mit Birnen vergleichen.

Welche Meinung habt ihr dazu? Wo fängt - nach eurem Empfinden, Gesetz bei Seite - Plagiat und/oder Urheberrechtsverletzung an?

P.S. Meine Arme brennen. Ich habe MUSKELN! hupf.gif

5. März 2008 | Autor: Meg

(Fast) jeder Blogger ist ein guter Schreiberling. Die einen können knallhart recherchierte Beiträge schreiben, andere erzählen belustigend formuliere Anekdoten, andere verstehen sich mehr auf Einzeiler oder Gedichte noch andere langweilen mit täglichem Dünnschiss oder schreiben über Politik, Wissenschaft, Liebe, etc.
Andere haben wiederum ein gutes Auge für Motive, können wunderbare Bilder machen/malen: von Tieren, Gebäuden, etc.

GEO hat einen Autoren-Wettbewerb zum Thema: Fuchs, Hase und Co - “Der wilde Rabe”.
Ich werde nicht teilnehmen, da ich dafür leider keine Zeit habe, um das zu geben, was ich wirklich kann - aber jeder von meiner Blogrolle ist ein potentieller Gewinner!
Macht mit:

“Eingereicht werden können Texte aus Zeitschriften, Wochen- und Tageszeitungen sowie deren Online-Publikationen in deutscher Sprache, auch aus den Nachbarländern Deutschlands. Buchbeiträge und wissenschaftliche Publikationen können nicht berücksichtigt werden. Pro Bewerber können maximal drei Texte vorgelegt werden, Serienteile gelten jeweils als einzelner Text.Inhaltlich sollten sich die Beiträge einem oder mehreren Wildtieren oder ganzen Lebensgemeinschaften solcher Arten widmen, die in Deutschland oder deutschsprachigen Nachbarländern heimisch sind.
Preiswürdig sind Texte, die durch hohes erzählerisches Können das Interesse wecken und/oder sich durch kritischen Sachverstand auszeichnen.
Der Journalistenpreis “Der wilde Rabe” ist mit 5.000,- € dotiert und wird gegebenenfalls geteilt. Der oder die Preisträger werden durch eine unabhängige Jury unter Ausschluss der Öffentlichkeit ermittelt und im Rahmen des „Internationalen Naturfoto Festivals vom 24. bis 26. Oktober 2008 ausgezeichnet.”
Quelle und weitere Informationen

Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg. Und heute … heute schalte ich einen Gang runter, werde heute nachmittag endlich wieder schwimmen gehen und hoffe, dass die Muskeln morgen brennen.

Wie schaltet ihr abends ab? Habt ihr ein besonderes Ritual? Ein lieb gewonnenes Ritual? Eine Zauberformel?

3. März 2008 | Autor: Meg

Ich habe eine Macke. Es ist keine schlimme Macke, keine, die eine Beziehung gefährden würde oder mir selbst wie ein Stein im Weg hierhin und dorthin läge. Aber es ist eine Macke, die ich bereits sehr lange habe.
Es fing damit an, dass ich mit meiner damaligen Polnisch-Lehrerin an der Bushaltestelle stand und auf den Bus wartete. Wir plauderten ein wenig über das bevorstehende Wochenende, als mein Blick auf eine Schmiererei an einer Häuserwand fiel. Ich kniff die Augen zusammen und dachte schnell nach.

“Frau Komar?”
“Ja, was ist denn?!, antwortete meine Lehrerin.
“Nutte schreibt man doch mit 2 t, richtig?”
Sie schaute mich entsetzt an.
“Wie kommst Du denn jetzt darauf, mein liebes Kind?!”
“Nun, da hinten am Haus steht “Kasia ist eine Nute”. Das ist falsch”.
Ich war 6.

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