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7. Juli 2008 | Autor: Meg

Andi wollte schon immer mal Millionär werden. Frau James ebenfalls. Einige andere wollten Zahnarzt- oder Spielerfrauen werden. Dieser Beitrag gilt allen, die schon immer mal berühmt, beliebt und reich werden wollten. Und zwar in der Musik-Szene, als Rock-Star oder HipHopper oder Rapper … Ich gebe zu, dass ich auch bereits darüber nachgedacht habe und das obwohl ich nicht singen kann. Ich spiele auch kein einziges Instrument, aber dafür kann ich in ganzen Sätzen sprechen, bin in der Lage Synonyme zu verwenden und Füllwörter zu vermeiden. Das prädestiniert mich quasi als Männerdschärin.

Gut, ich werde nicht mit Teddybären und Unterwäsche beworfen - in einigen Fällen kann ich mich wohl glücklich schätzen, keinen Steiff-Bär ins Auge zu bekommen oder getragene Höschen vom Kopf zu werfen. Man wird allerdings auch nie etwas nach mir benennen, oder kennt ihr einen Musik-Manager nach dem eine Straße oder gar ein Gebäude, ein Fluss oder wenigstens ein Muffin benannt wurde? VW hat mal all seine Autos nach Bands benannt. Aber einen Golf Gyver wird es wohl niemals geben. Nicht mal ein Mofa.
Ich spreche allerdings hier nicht von diesen widerlichen Boy-Groups: jeweils vier bis sechs junge Ärsche, die geschult wurden, selbige immer gleichzeitig von links nach rechts zu schieben und sich nie das Hemd zuzuknöpfen. Einzige Bewerbungskriterien: Sie müssen blöd genug sein, absolut jeden Scheiß mit sich machen lassen und zusammen auf ein Bravo-Poster passen. Ob die sich dann “Leck That”,”Kack in the Eck” oder “Brains Apart” nennen, ist vollkommen egal. Hauptsache, sie fallen beim Tanzen nicht allzu oft hin.
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27. Juni 2008 | Autor: Meg

“Das Ziel ist nicht, den Patienten zu ändern oder umzupolen. Das Ziel ist, ihn darauf vorzubereiten, seine Neigung zu akzeptieren”
Sagt eine Psychologin von “Odwaga” (poln. Mut), einem Zentrum zur “Therapie von Homosexuellen”.

“Heute fühle ich mich frei, weil ich nicht mehr das Bedürfnis habe, meine Homosexualität auf aktive Weise zu leben. Ich fühle mich nicht mehr lesbisch und fange sogar an, die Welt der Männer zu entdecken”.
Sagt eine Frau, die eine “Therapie” macht.

“Wenn ein Homosexueller zu einem dieser Psychologen geht, bekommt er zu hören: Das geht vorbei. Aber es geht nicht vorbei”.
Sagt eine andere Psychologin von der “Kampagne gegen Homophobie”.

Über 90% der Polen sind (angeblich) katholisch, ich bin der festen Überzeugung, dass sich das ändern würde, würde man dort die Kirchensteuer einführe. Sie sind solange katholisch, wie sie den Augen der Gemeinschaft ausgesetzt sind, die sich auch feigherzig-paralysiert verhält. Soll doch jeder glauben, was er meint, doch diese Scheinheiligkeit ist mir einfach zuwider.

Über 53% der Polen betrachten die Homosexualität als Sünde und Krankheit, die man behandeln und heilen kann. Früher bediente man sich der Exorzisten, denn alles “Widernatürliche” kommt aus der Hölle und muss ausgetrieben werden.

Ich spreche nicht von der Einstellung der Polen im Mittelalter, sondern heute, im Jahre 2008, in dem die katholische Kirche ein Zentrum zur “Therapie von Homosexuellen” ins Leben ruft und Menschen von ihrer Neigung HEILEN möchte.

Ganz ehrlich … es geht mir nicht in meinen ex-katholischen Schädel, dass es immer noch Menschen gibt, die so dumm sind, dass sie das glauben, dass sie dem Irrglauben erliegen, ihre Gefühle wären eine Krankheit, die man heilen könnte.
Was mich jedoch am meisten traurig macht, dass ich Menschen kenne, die so denken und von denen ich weiß, dass sie ihre Meinung niemals ändern werden. Mein Leben wäre die Hölle, wäre ich homosexuell und würde heute in Polen leben. Als ich in den Staaten lebte, lernte ich dort eine Frau kennen, eine Lesbe, die aus Polen abgehauen ist. Sie sprach nicht sehr viel Englisch, schaffte es dennoch dort aufs College und war bereit alles zu tun, um nicht wieder nach Polen zurück zu müssen. In den Staaten lebte sie bei einer sehr netten Familie und betreute dort 2 bezaubernde Mädchen im Alter von 3 und 5 Jahren. Als die Eltern “herausfanden”, dass sie lesbisch ist, setzten sie sie vor die Tür. Sie hatten Angst um ihre Kinder. Das Mädel kam für einige Tage zu meiner Familie und mir, bevor sie eine neue fand, die Toleranz nicht nur predigte, sondern auch lebte.

Welche Vorurteile machen euch das Leben schwer?

5. Mai 2008 | Autor: Murmel

Erst am Donnerstag habe ich mich mit Freunden darüber unterhalten, dass diese ewigen Anglizismen auf Dauer ehrlich blöd sind. Es ging genau um den unten beschriebenen “Coffee to go”. Zugegeben im Programm “Eskaliert” von Johann König habe ich doch bei “auf die Fresse to go” richtig laut gelacht, aber grundsätzlich nimmt es doch Überhand. Hier im Blog wurde auch schon mehrfach darüber geschrieben. Heute lese ich in unserer Zeitung von folgendem Aufruf:

Die Aktion Lebendiges Deutsch sucht hierbei einen deutschen Begriff für “to go”. Vorschläge für den Ausdruck beispielsweise bei “Coffee to go” können bis zum 21. Mai abgegeben werden, so die Organisatoren. Idealerweise sollte die deutsche Entsprechung witziger und ansprechender sein als “zum Mitnehmen”. Vorschläge können auf der Internetseite unter “Wörter des Monats” eingereicht werden. Dort gibt es übrigens auch ein umfangreiches Archiv für andere deutsche Wortalternativen. ;)

Habt ihr Vorschläge für “to go”? Wir könnten sie als Seelenvögel-Projekt dort einreichen.

17. Juli 2006 | Autor: Meg

Ich lese … “Die einsamen Schrecken der Liebe’ von James Meek. Wunderschön!
“Ich bin eine Verkörperung. Des Zorns, der ist, und der Liebe, die sein wird”

Ich trage … einen pochenden Kopf auf meinem Hals, immer noch Schuhe, obwohl ich zuhause am liebsten barfuß laufe und Kontaktlinsen. Außerdem etwas viel Verantwortung, aber am Wochenende lege ich sie ab.

Ich habe … ein Ziel vor Augen, weshalb ich heute nach der Arbeit wieder 40 Bahnen schwimmen werde.

Ich höre … den Atem des besten Mannes in meinem Leben und das neue “Coldplay”-Album

Ich trinke … einen Traube-Cassis Eis-Tee mit Kamille und Vitamin C. EISkalt schmeckt er nicht schlecht.

Ich esse … gerne.

Ich stehe … nicht gerne. Lieber laufen oder sitzen.

Ich gehe … gleich raus in den Hof und atme tief ein. Vor dem Fenster steht ein Springbrunnen.

Ich lache … oft. Manchmal auch gehässig.

Ich sehe … am liebsten den Menschen direkt ins Auge.

Ich mag … mein Leben.

Ich schreibe … jeden Tag. Manchmal nur im Kopf.

Ich weiß … dass ich manchmal auf sehr hohem Niveau jammere. Und schäme mich nicht dafür.

Ich möchte … nichts ändern. Nur etwas mehr Zeit für das Wesentliche haben.

Wer möchte?