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15. Juli 2008 | Autor: Meg

… an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?

Gerade bin ich im Büro angekommen. Für heute sind ca. 23-24 Grad vorhergesagt, mehr nicht. Ein laues Lüftchen geht, ich trage Jens¹, Leinenschuhe und ein weißes Hemd. Andere scheinen subtropische Temperaturen zu erwarten, in Anbetracht ihrer … Kleidchen.  Einige sehen sehr attraktiv aus, andere sollten mal eine Farbanalyse machen oder zumindest mal die Füße pflegen, wenn sie schon in Riemchen-Sandalen rumlaufen. Oben Huuuui! unten Pfuuuui! - Leider.

Was ist eigentlich Attraktivität?

Wir finden etwas attraktiv, was uns anzieht, was wir schön finden. Im Englischen unterscheidet man zwischen “physical attractiveness” und “attractiveness”. Das gibt es im Deutschen nicht. Hier bezieht es sich fast immer auf das Äussere. “Es muss passen” - negativ gewickelt, wer denkt, dass er DAS in einem Telefonat oder einer mail rausfindet (mehrere Telefonate und mails helfen auch nicht!) - Augenkontakt ist wichtig. Zwischenmenschliche Chemie und so`n Kram.
Fragt Dr. Sommer. Aber gibt es ein allgemein gültiges Schönheitsbild?

Es ist falsch, davon auszugehen, dass Schönheit etwas ganz Subjektives ist. Natürlich fließen in die Beurteilung auch individuelle Dinge ein, aber ich habe festgestellt, dass es Maßstäbe gibt, die auf jeden zutreffen. Ein Beispiel dafür ist die Symmetrie von Gesichtern: Gesichter, die zu stark von der Symmetrie abweichen, werden generell als unattraktiver eingestuft.
Dafür ist mein Gesicht interessant - die Klingonen-Stirn, der Mund, der nicht ganz ebenmäßig ist und dennoch sinnlich, die Ohren (ja, auf dem einen schlief ich immer als Baby - umgeklappt), die etwas zu eng stehenden Augen und die Nase - von manchen als “niedlich” von anderen² als “doof” bezeichnet.

Trotzdem sind wir, anders als die notgeilen, weil schwanz-gesteuerten Lurchmännchen, bei denen man die Uhr nach dem Akt stellen kann, keine willenlosen Spielbälle von Doktor Sexus, der uns nur zu “dem einen, du weißt schon was” versklaven will. Glücklicherweise gibt es ja Alternativhandlungen wie Holzhacken, Vokabeln pauken oder Autowaschen. Oder, um Freud zu bemühen: Manchmal ist eine Zigarre auch einfach nur eine Zigarre …

Ich werde mal einen Zettel aufhängen: Wer pimpern will, sollte Füße pflegen.

Ob das hilft? ;)

In dem Sinne: einen sonnigen und attraktiven Tag!

¹ Eigentlich trage ich jeAns, aber offensichtlich dachte ich beim Schreiben gerade an Jens - deshalb der Freud’sche. Zur eurer Beruhigung: Jens würde meinen Popo natürlich nur zusätzlich aufhübschen ;)

² Meine Schwester ist der Meinung, die hübschere Nase von uns beiden zu haben. VETO.

10. Juli 2008 | Autor: Meg

Eben habe ich bei Google nach schönen Synonymen gesucht, für meine neue FSK 18-Geschichte. Bei Wikipedia stieß ich auf ‘Maria Moese, DDR-Fernsehansagerin’, Mensch, arme Socke! :)

Ich habe nie recht verstanden, warum man überhaupt Synonyme sucht. Schwanz, Möse, Glied, Muschi sind vollkommen in Ordnung, nichts daran auszusetzen. Die englischen Wörter (pussy, cunt, dick, hard on) scheinen mir zwar angenehmer im Klang (besonders “Möse” klingt, durch das ö in der Mitte, wie ein sich vor Ekel zusammenziehender Mund), aber das kann auch bedingt sein durch die Fremdheit der anderen Sprache, die bei so delikaten Bezeichnungen angenehm distanziert anmutet. “Suck my dick, bitch” sagt sich wesentlich leichter als “Oh, entschuldige, ich habe unseren Hochzeitstag vergessen”.

Sehr gelacht habe ich, als ich in “Harte Jungs” etwas von “Lulu” und “Blumentopf” hörte und gewöhnte es mir an, diese beiden Worte zu benutzen, während ich kleine Geschichten darum spinne. Doch wenn es wirklich hart auf weich kommt, dann kommt man um einen klaren NAMEN nicht herum und was spricht dagegen, die Dinge beim Namen zu nennen (außer die ästhetische Armut der deutschen Sprache)?

Wie nannten das eure Eltern? Sprachen sie von Pullermann und Blümchen? Wie erklärt ihr es euren Kindern? Welche Bezeichnungen nutzt ihr selbst?

Los, traut euch … :)

Für den lustigsten gibt es eine … Kleinigkeit :)

25. März 2008 | Autor: Meg

Die Leserschaft hat entschieden:

Seelenvögel nehmen die Herausforderung an und bewerben sich hiermit um den “Sex Sells Award” von AMY & PINK.

Ich habe Tante Wiki kurz bemüht:

Sex sells ist eine in gleicher Bedeutung aus dem Englischen ins Deutsche übernommene Redewendung aus der Sprache der Werbung. Im weiteren Sinne gehört Sex sells zum Gender Marketing: Sie bringt zum Ausdruck, dass sich ein Produkt besser verkauft, wenn es in einem Kontext dargestellt wird, der sexuelle Inhalte präsentiert. Typische Beispiele sind leicht bekleidete Frauen in der Werbung für Autos oder Motorräder, die als Blickfang dienen, oder das Girlspotting in Fernsehshows.

An dieser Stelle möchte ich - mit vor Stolz geschwellter Brust (Klischees erfüllen wir gerne sofort) - verkünden, dass weder Murmel noch ich es bisher nötig gehabt haben, unsere Körper nackt einsetzen zu müssen, damit man unsere Texte liest.
Wir haben mit Herz, Augen, Seele, einem guten Gespür für Themen und die Leserwünsche (Statistik ;) ) Abwechslung, weiblichem Charme und anderen körperlosen Attributen überzeugen können. Die Erotik-Kategorie hat nur 12 Beiträge! ;)
Aber wenn man Schuhen, Schokolade und Musik eine erotische Komponente gibt - und die haben sie auch - dann verkaufe ich euch Sex. Besser: ich schenke es euch :)

Gerne hätte ich den “Sex Sells” mit dem “Riesenschnauze”-Award gemischt und dieses als Kompliment gesehen, denn wer über sich selbst lachen kann - und als Werbeschlampe (die ich nun mal bin) und Murmel als Zeitungstante können das allemal - und es auch noch schafft, so viele aktive, interessierte, authentische und partizipierende Leser dazu zu bringen, dass wir Netzwerke bauen können, haben wir das erreicht, was wir uns gewünscht haben: Ein tolles Blog mit tollen Leuten.

Danke schön! kuss2.gif

Sobald das “Voting” losgeht, zähle ich auf euch!