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8. Oktober 2008 | Autor: Meg

Wenn doch mein Leben in ein Wort hineinpassen könnte… meine Zellen würden vor Freude tanzen! Das eiserne Gitter würde durch Friedensketten zersprengt.
Ich habe versprochen, keine Masken zu tragen. Doch ist der Preis, bzw. das Ergebnis des Versprechens ein Mensch, der unglaublich nahe am Wasser gebaut hat? Ist das die nackte Wahrheit, nachdem man sich dazu entschlossen hat, die Rüstung und das Schwert in die Ecke zu stellen und die wunden Punkte, die Achilles Ferse offen zu tragen?

Der Mensch ist zu sehr ein Gewohnheitstier, um aus alten und lange gelebten Mustern und Konventionen auszubrechen und sich schlagartig zu ändern. Ein Versprechen oder ein Vorhaben lassen sich umsetzen, wenn man es geschafft hat, die Weiche im Kopf umzulegen um sich nach und nach ranzutasten. Zum Beispiel an das Leben ohne Rüstung und ohne Schutz, der mitunter auch vor Tiefe der Empfindungen und individuell innovativen Erlebnissen schützt.
Am einfachsten lässt es sich umsetzen, wenn das Gegenüber auch seinen ‘Freischwimmer’ im Seelen-Striptease macht. Gemeinsam nackt in ein neues Abenteuer aufbrechen, welches ein Höllen-Ritt werden könnte, aber auch die Erfüllung schlechthin.
Ich kann es nicht leugnen, dass ich nach wie vor manchmal eine Maske trage, die jedoch seit Jahren das ist, was ich unter meinem wahren Gesicht verstehe. Hoffentlich bröckelt demnächst etwas von dieser Festung, denn den ersten zarten Erfahrungen nach, befindet sich darunter keineswegs ein Monster.

Feste Masken gibt es nicht mehr. Ab und an werden die Krawall-Hosen angezogen, aber keine Masken. Ständig prüfe ich den Sitz, zwicke mich, horche in mich hinein. Manchmal ist das nervig. Nicht so sehr für mich, als für meine Umwelt. “Duhu, stört es Dich, wenn ich dies oder jenes sage/mache? Was nervt Dich an mir am meisten?”
Die Antwort auf diese Frage lautet meist: “Die Tatsache, dass Du mich ständig fragst, was mich an Dir nervt!” - Gut, es hätte auch schlimmer sein können.

Und jetzt mache ich eine hautnahe Erfahrung: Ehrlichkeit und Kritik. Vor ca. 9 Jahren schrieb ich in einer Community, in der ich damals sehr rege unterwegs war:
“Ich werde von vielen gefürchtet, von wenigen bewundert und vor allen Dingen: Ich werde selten belästigt. Belästigt von Menschen, die es wagen, mir ihre kleine Welt als meine anzudrehen.”
Gefürchtet. Und warum? Genau, weil ich die Schnauze nicht aufgemacht habe.
Damals fand ich das cool. Verwegen. Mystisch.
Heute finde ich es traurig, dass ich damals schon eine Mauer um mich baute und mich unnahbar machte.
Mit 32 Jahren wird es langsam Zeit, sich zu öffnen und anderen zu stellen.

Ich bin nicht mehr traurig darüber, daß ich (ich) bin.

11. Juli 2008 | Autor: Meg

Er heiratete und schwängerte ein 11-jähriges Mädchen.
Ihrer Familie zahlte er 17.000 € für die Zwangsheirat.
Nun steht der 21-jährige vor Gericht wegen sexueller Gewalt und Versklavung.

Das ist gut. Das ist sehr gut.

17.000 € um das Leben eines Kindes zu zerstören.
17.000 € nehmen “Eltern” für das Leben ihres Kindes.

… und sie werden davonkommen. ER steht vor Gericht, nicht sie.

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28. Juni 2008 | Autor: Meg

Neulich hatte ich das Thema Geld, bzw. dessen Mangel in einem Beitrag verbraten. Dort kam auch zur Sprache, dass die Kluft zwischen reich und arm immer größer wird. Conni sagte, das sei nichts Neues, ich finde, dass es dennoch erschreckend ist, wie groß sie mittlerweile geworden ist.

Ich habe eine sehr interessante Seite gefunden, die sich mit dem Thema STATISTIK beschäftigt, welches eines meiner (beruflichen) Lieblingsthemen ist. Dort habe ich dies hier gefunden:

Bei www.statista.org findet ihr noch eine Menge anderer Statistiken, die ihr mit Hilfe eines iFrames komfortabel in eure Blogs einbinden könnt (hat bei mir leider nicht funktioniert), um eure Worte mit Zahlen zu bekräften. Doch es geht mir nicht nur um das Portal, sondern eigentlich um einen Artikel, den ich in der Zeitung gelesen habe. In New York starb eine Milliardärin, das ist erstmal bedauerlich, keine Frage. Diese Dame hinterließ einer anderen Dame 12 Millionen Dollar (irgendwas um die 7,7 Millionen Euro), doch dieses Geld, bzw. dieses Erbe wurde der Dame aberkannt. Warum? Nun, weil sie eine HUNDEdame ist. Ein Gericht hat entschieden, dass die Hundedame nicht diese Summe erben darf. Jesses, dachte ich mir, es gibt doch noch gescheite Richter, die sowas entscheiden und sich gegen merkwürdige Testamente durchsetzen, denn was soll denn eine 9-jährige Malteserhündin mit 12 Millionen Dollar, nicht wahr?

Sie bekommt jetzt nur noch 2 Millionen Dollar. Der HUND BEKOMMT 2 Millionen DOLLAR.
Erklärt das mal jemanden, der am Ende eines Monats 2€ übrig hat, nachdem er all seine Rechnungen bezahlt hat und die Familie ernährt hat.
Diese Familie könnte Glück haben, würde sie in den Staaten leben und ihr Hund wäre von einer Straßenreinigungsmaschine aufgesaugt worden, wie ebenfalls in New York passiert. Das Schmerzensgeld würde all ihre Sorgen lösen :roll:

Sagt mir bitte: WAS macht ein Hund mit 2 Millionen Dollar?

Und: Schönes Wochenende, ich werde heute beim Grillen schlemmen und morgen werde ich in meiner Mopped-Kluft wegschwimmen, bei den Temperaturen. Drückt mir die Daumen, dass Tommy in die LEDERkombi steigt :mrgreen:
Dann mache ich auch ein Bild, versprochen!

9. Mai 2008 | Autor: Meg

Norma Loh ist 32 Jahre alt, sie führt ein durchschnittliches Leben, hat einen Job, der ihr an den meisten Tagen des Jahres sogar richtig Spaß macht. Sie hat ein kleines Auto, lebt in einer mittelgroßen Stadt in NRW in einer kleinen Mietwohnung. Sie hat einen Bausparvertrag und eine handvoll Freunde plus eine Menge Bekannte. Manchmal hat sie einen Freund, doch wie das Leben so spielt – manchmal auch nicht. Ihre beste Freundin heißt Erika Mustermann und muss mir ihrem Namen das ein oder andere Mal den Platzhalter spielen, wenn es sich gerade ergibt.

Norma Loh liest sehr viel und ist immer sehr genau über ihr Seelenleben informiert, denn auch dieses wird von ihr regelmäßig unter die Lupe genommen.
Das tut sie mit Hilfe von diversen Frauenzeitschriften, in denen sie mit Vorliebe die s.g. Psycho-Tests macht, damit sie vor Freunden und Bekannten stets etwas Neues darüber zu erzählen hat, welcher Wohn-Typ sie ist, ob sie eher mutig oder zurückhaltend ist, welche Sportarten besser zu ihrer Persönlichkeit passen und ob sie selbstbewusst im Bett ist, wobei sie das Letztere als Kriterium dafür nutzt, sich in diversen Flirt-Börsen anzumelden, um dort kryptische Profilbeschreibungen zu hinterlassen, die im schlimmsten Fall einen gelangweilten Serientöäter auf den Plan rufen.

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6. April 2008 | Autor: Meg

Zum Geburtstag haben mir einige Menschen ein paar Wünsche von meiner Wunschliste erfüllt und mein SuB hatte wieder eine beachtliche Höhe erreicht (die in den letzten Wochen allerdings wieder geschrumpft ist. Demnächst ist internat. Kindertag, die Liste findet ihr hier :mrgreen: ;)

Nun möchte ich euch meine Meinung zu einigen der Bücher mitteilen:
1. Charlotte Roche - “Feuchtgebiete”
Das Buch hatte ich mir nicht gewünscht, aber ich gebe zu, dass ich froh bin, es nicht gekauft zu haben, denn ich hätte mich sehr geärgert. In der Presse wird das Erstlingswerk von Frau Roche hoch gelobt. Ich kann leider nicht nachvollziehen, woran das liegt. Doch vielleicht habe ich auch die Quinzessenz der Geschichte nicht herausfinden können, denn ich musste mich zwischenzeitlich bemühen meinen - ansonsten sehr robusten und leiderprobten - Magen zu beruhigen, als ich zum x-ten Mal las, wie sich die Protagonistin Helen andauernd ihre Finger in alle Körperöffnungen steckt, um sich selbst zu schmecken, es anderen unter die Nase oder sich selbst hinters Ohr zu reiben. Das Wort “Smegma” gehört zu meinen Favoriten auf das Unwort des Jahres 2008.

Ich bin sicherlich niemand, der Büchern keine Chance lässt, doch überwiegend spielt nun mal der persönliche Geschmack eine große Rolle.
Ich stelle mich für den “Sex sells”-Award auf und bin sicherlich kein Kind von Traurigkeit, aber nach 100 Seiten und ca. 1000x Muschisaft, Muschischleim, Smegma, Muschi-Saft hinters Ohr reiben, nicht waschen, damit man lecker riecht, bei jedem Pinkeln Finger in die Muschi und ablecken zwecks Geschmacks- und Geruchstest, Hämorrhoiden-Blumenkohl, etc. lese ich lieber “120 Tage von Sodom” oder Konsalik.
Und auch am Ende des Buches wird man nicht dafür belohnt, dass man seinen Brechreiz (idealerweise) so gut unter Kontrolle gehabt hat. → Amazon

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20. März 2008 | Autor: Meg

Ich war 8 Jahre alt, als der Ernst des meines Lebens begann: immerhin war ich nun eine Anwärterin auf den Leib eines 33-jährigen, langhaarigen Mannes.Ich war eine Leseratte, wie sie im Buche stand, verschlang ein Buch nach dem anderen und war das liebste Kind in der Familie (Tanten, Onkel und Großeltern eingeschlossen), denn es war sehr einfach mich glücklich zu machen: Bücher schenken.
Zu Weihnachten, Ostern, Geburtstag, intenat. Kindertag - ich ließ keinen Feiertag aus, um mir Bücher zu wünschen und besaß im Alter von 12 Jahren eine kleine Bibliothek, die ca. 250 Bücher umfasste. Ja, ich führte sogar Buch über diese Bücher, denn ich verlieh sie und achtete penibelst darauf, dass ich sie rechtzeitig zurückbekam.

Doch nun sah ich mich einer verdammt großen Herausforderung gegenüber. Mein Wortschatz mag damals für eine 8-jährige recht umfangreich gewesen zu sein, doch schien er in Anbetracht dieser Lektüre infantil. Man legte mir die Bibel und den Katechismus in die Hand. Das war hart.
Doch das Ziel lautete: Prüfung bestehen, zur Kommunion gehen und endlich den Leib Christi legal empfangen, denn: bevor ich überhaupt zur Kommunion zugelassen wurde, hatte ich bereits gar schrecklich gesündigt: ich hatte mich - jedes Mal, wenn wir in einer anderen Kirche als der „heimischen” zum Gottesdienst gingen - nach vorne geschlichen und habe die Kommunion entgegengenommen.

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6. März 2008 | Autor: Meg

KaledioMeg

Was das ist?

Gute Frage. Es ist kein MegCasso. Ehrlich. Soweit würde ich nicht gehen. Es ist ein Erstlingswerk von mir. Eine neue Technik. Eine neue Erfahrung. Eine neue Studie. Eine Art … Streßbewältigung am Rechner.
Ob ich stolz darauf bin? Selbstverständlich. Ich liebe es. Wem darf ich es … schenken?

Wer selbst mal mit Kaleidoskop-Effekt malen möchte, der kann das hier, bei Kalediosketch, machen und damit Familie, Freunde und Kollegen nerven ;) Macht sich sicherlich auch schön als Geschenk. Ich habe schon eines, also verschont mich :mrgreen:

22. Dezember 2007 | Autor: Meg

Welcher Ort fällt euch spontan ein, wenn ihr an RUHE denkt?
Eine Wellness-Oase? Eine Kirche? Die eigenen 4 Wände?

Gestern nach der Arbeit brauchte ich Ruhe. Diese suchte ich bewusst, denn ich weiß, dass die kommenden Tage sehr stressig werden. Auch, wenn ich mich jedes Jahr wie Bolle auf Weihnachten bei meinen Eltern freue: es gibt keine anderen 2 Menschen, die mich innerhalb von kürzester Zeit dermaßen von 0-150 bringen können, wie Mama und Papa. Gut, meine Schwester ist in dieser Disziplin auch nicht übel, doch sie hat andere … Methoden.

Ich suchte “meine” Ruhe auf dem Friedhof. Seit ich in St. Augustin wohne, fahre ich mind. 2x die Woche an dieser kleinen Kapelle vorbei, sie steht etwas abgeschieden. Gestern habe ich Halt gemacht. Die Sonne schien, doch es war eisig kalt. Und es dauerte nicht lange, als ich an einem Grab stand, in dem eine Maria lag. Dort verweilte ich einen Augenblick, unterhielt mich ein wenig mit Maria, sprach ein Gebet und wanderte weiter.
Doch ich hatte meine Kamera dabei …

Maria Maria + Jesus Engel Faces Leben + Tod

Ich weiß, dass ich noch eine Menge lernen muss, doch es macht süchtig …
Ich wünsche euch einen schönen Samstag!