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6. August 2008 | Autor: Meg

Auch verliebte Menschen reagieren auf die Sonne im Sommer mit anderen Gefühlen als zu den restlichen Jahreszeiten.
Bei mir ist das der Fall. Meine Endorphine und alle anderen Glücksbotenstoffe spielen in meinem Bauch verrückt. Die Flugzeuge fliegen, oder sind es die Hummeln im Arsch?
Liebe ist in allen Ritzen der Beziehung, sie ist nicht immer offensichtlich und hüpft nicht ausschließlich von Zungenspitze zur Zungenspitze. Aber man kann - wenn man “sehend” ist - die Funken hüpfen sehen.
Liebe hat unendlich viele Gesichter. Sie ist manchmal ein Hundeblick, ein Seufzer, sie kann ein Streichler im Vorbeigehen sein oder der Gedanke daran, einen Brief vom Schreibtisch mitzunehmen.
Manchmal nimmt sie bunte Formen an und wird mutig, dann ist sie der Streichler über den Po, wenn man in der Schlange vor dem Kino steht, der leidenschaftliche Kuss in den Fußgängerzone, das Drängen an die Wand und heisser Atem in aller Öffentlichkeit.
Wenn sie verschmitzt und süß ist, ist sie das Karamellsirup-Herz auf dem Latte Macchiato oder das letzte von 10 Würstchen (wobei 9 verbrannt sind).
Liebe bringt auch Opfer und macht Menschen zu Krankenpflegern - sie ist die Hand, die cremt oder die Stirn kühlt und streichelt. Sie ist die massierende Hand auf dem Bauch oder die, die das Pflaster anbringt und den Daumen 1 Minute wärmt, damit das Pflaster halten kann.
Sie ist stark, diese Liebe, so stark, dass sie fast nie die Geduld verliert und einen in den Arm nimmt, wenn man wieder die “krawalski butzki” angezogen hat. Die Hydra unter den Geduldigen - wenn man ein graues Haar verspielt hat, wächst ein neues nach und man muss es nicht färben.
Liebe ist niemals müde, auch wenn der Alltag ihre Symptome manchmal zwischen Einkäufen, Wäsche-Ladungen und Diskussionen über Gardinenstangen versteckt.

Liebe genießt, wenn beide zum Genuss kommen.
Liebe hat unendlich viele Gesichter.
Liebe ist die Quintessenz.

Welche Gesichter trägt eure Liebe?

23. Juli 2008 | Autor: Meg

Verdammt. Verdammt. Verdammt.
So eine Weichei-Prinzessin, dachte ich, als ich das Ergebnis sah. Die hat doch nur Erbsen gezählt, sich einen Schuh angezogen und fertig war sie. Nichts heldenhaftes. Rein gar nichts.

Und dann las ich:

Tief in Ihrem Inneren Fashion-Victime, haben Sie eine ganz persönliche Art, um Ihren Glamour-Instinkt zur Schau zu stellen. Schönheit ist keine Vernunftsache und Sie stehen auf Luxus. Geduld ist eine Ihrer großen Stärken, Sie wissen genau, dass überstürztes Handeln nichts bringt. Jedoch geben Sie Ihre wahre Persönlichkeit dabei nie auf. Sie lassen sich dank Ihrer wunderbaren Anpassungsgabe nicht gehen, auch in schwierigen Zeiten reissen Sie sich zusammen.

Unsere Tipps: Machen Ihnen Verpflichtungen oder die Suche nach dem Traumprinz schwer zu schaffen, denken Sie daran Ihre Geheimnisse zu pflegen. Ganz wie Aschenputtel, die Ihr Ballkleid heimlich trug. Sie können sich auch für eine gewisse Zeit vor den sozialen Kreisen oder einer Liebesbeziehung zurückziehen. Ganz einfach um wieder zu sich selbst zu finden, in Harmonie mit der Schönheit.

“In Harmonie mit der Schönheit”? Danach soll ich suchen? Heimlich peinliche Fummel tragen?

Ich sag doch, Weichei-Prinzessin. Da habe ich lieber eine goldene Aura.

via Frau Prinzessin Schneewittchen!

13. Juni 2008 | Autor: Meg

In diesem Beitrag werde ich wieder 2 Bilder abliefern.
Das erste Bild zum Thema der Woche 23, welches lautet: “Die Farbe GELB”. Dazu gibt es nicht viel zu sagen, außer: GELB ist eine Farbe, die man a) in meinem Kleider- und Schuhschrank auf keinen Fall finden wird. Gelb steht mir nicht. Ich habe nicht mal gelbe Deko, denn die steht mir auch nicht. Wir haben jedoch 2 Bäder: 1 Sylvester und 1 Tweety-Bad, denn in jedem steht eine Figur, ich zeige euch natürlich nur die gelbe ;)

Das zweite Bild bezieht sich auf das Thema der aktuellen Woche 24: “Werkzeuge”. Nun gut, hier muss ich etwas ausholen: Ich habe so ziemlich 2 linke Hände. Wenn man mir etwas einige Male zeigt und Geduld an den Tag legt, stelle ich mich nicht zu dumm an, doch meist habe ich selbst keine Geduld und bin auch nicht gerade … feinmotorisch begabt. In der Schule wickelte ich ein paar Jungs um den Finger, die mir im Werkunterricht ihre gebastelten Sachen gaben, damit ich mir dafür eine 1-2 beim Lehrer holte, während sie eine 2-4 dafür bekamen. Es dauert ein Weilchen, bis sie merkten, dass etwas grundsätzlich schief läuft, aber da waren wir schon aus der Schule raus.

In Handarbeit wurde ich aus Mitleid von der Arbeit ausgeschlossen, nachdem ich mir - fragt mich nicht wie - die Häkelnadel zwischen Mittel- und Ringfinger rammte und man schneiden wollte, da so eine Häkelnadel einen fiesen Widerhaken hat. Beim Stricken beraubte ich meine arme Großmutter beinahe ihres Augenlichtes, als ich mit den langen Stricknadeln eine Reihe von hier bis nach Castrop-Rauxel strickte, da ich es nicht schaffte, in die 2. Reihe zu kommen. Deshalb entschloss ich mich - zum Leidwesen meines Vaters, der bis heute der Ansicht ist, dass man mit Schwielen an den Händen, Schmerzen im Rücken, Knien und nach einem Job an einer Maschine nach Hause kommt, denn nur das wäre Arbeit - etwas zu machen, wofür ich meine Hände nicht brauche und wo mir meine Grobmotorik das Leben nicht zur Hölle macht.

Dazu muss man sagen, dass meine Eltern Deutschland verließen, damit die Kinder ein besseres Leben hatten. Also sah man mich als Ärztin oder Anwältin, die nebenbei noch etwas … Handarbeit macht, damit sie abends zu müde ist, das viele Geld auszugeben, das sie verdient hat. Nach einem Ausflug in die Uni, einem erfolgreichem Abbruch des Studiums beschloss ich etwas solides zu machen und ging “in die Werbung”. Mein Werkzeug ist primär mein Kopf. Dazu kommen noch die Hände, die das ausführen, was der Kopf sich ausgedacht hat, indem sie mit ca. 250 Anschlägen/Minute tippen. (Die Tasten sind groß, eine Tastatur überlebt bei mir max. 6-12 Monate, auch für Grobmotoriker geeignet). Kopf, Hände und Tastatur. Meinen Kopf kennt ihr. Meine Hände kann ich nicht knipsen, sie sind einfach zu schnell und das Bild zeigt die 3 wichtigsten Tasten auf meiner Tastatur: Das Internet, die E-Mail und die Favoriten. Vielen Dank ;)

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29. April 2008 | Autor: Meg

… oder “Die Geschichte der Menstruation der Frau ist eine Geschichte voller Missverständnisse.”
Menstruation! Menstruation!”
“Ey, das heißt doch Revolution!” -
“Scheißegal! Hauptsache, es fließt Blut!”

Der Urlaub auf ‘Lanze Rote’ kündigt sich meist einige Zeit vorher an. Die Frau wird zickig, futtert wie ein Scheunendrescher, ist sehr entscheidungsfreudig und wirft die Entscheidungen schnell wieder um. Es ist nicht einfach, in dieser Zeit genügend Geduld und Verständnis aufzubringen, um die Beziehung nicht zu gefährden. Dabei können wir Frauen doch nichts dafür, dass in unserem Körper ein Hormon-Krieg alles durcheinander bringt: den Sinn für Harmonie, Geschmack (alleine die Kompositionen, die wir in der Zeit verspeisen können würden manch einen in die Flucht treiben). Wie denn auch, wenn sich der Bauch auf das zehnfache aufbläht, im Gesicht unterirdische Mega-Turbo-Pickel wachsen, die Brüste spannen, die Haut juckt und der Kopf zu platzen droht, Krämpfe oder ein Ziehen im Unterbauch, Schmerzen in der Nierengegend, oder der Rücken tut weh. Pickel im Gesicht und Heißhunger z.B. auf Schokolade oder Kartoffelchips sind vor der Menstruation ganz normal. Das liegt an der Hormonumstellung und der Ausschüttung von Gelbkörperhormonen. Die Pickel und der Heißhunger vergehen wieder, genauso wie das Gefühl, dick zu sein. Während der Menstruation wird im Körper vermehrt Wasser eingelagert. Das wird aber nach der Regel wieder ausgeschwemmt.
Eine kleine Revolution im Körper, die meist nur wenige Stunden dauert und zu einer mittelschweren Krise führen kann. Sie entscheidet darüber, wer auf dem Sofa schläft, wer die Macht vor dem Fernseher hat und wer den Krieg/das Spiel gewinnt.

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7. April 2008 | Autor: Meg

Seit ich denken kann, war ich ein großer Freund und Anhänger der Wissenschaft. Überwiegend der geistigen Wissenschaft. Um genauer zu sein der Geisteswissenschaften, denn diese beinhalten „Erzeugnisse des menschlichen Geistes“ und können somit meist verstanden werden. Das tolle daran ist, dass diese Erkenntnisse nicht verifiziert werden können – ich kann also meinen Geist selbst etwas produzieren lassen und niemand muss es verstehen – doch es kann verstanden werden.
Verstanden?
Der Bereich der Geisteswissenschaften ist sehr umfangreich, im engeren Sinne sieht man darunter die Sprach- und Literaturwissenschaften, an denen ich sehr interessiert bin (Anglistik, Germanistik), Geschichte und einige Sonderfälle, wie Philosophie, Psychologie und Theologie.

Doch unabhängig von den klassischen Fachbegriffen, ist ein jeder von uns ein kleiner Wissenschaftler. Bereits als Baby forschen wir herum, versuchen Dinge zu erfahren, die uns (je nach Intensität des Ergebnisses) im späteren Leben prägen werden. Wir fassen alles an, stecken alles in den Mund, speichern die ersten Eindrücke, Gerüche, Geschmäcker.

Testen unser Lungenvolumen und somit auch die Geduld unserer wochenbettgestressten, jungen Mutter. Wir führen diverse Tests an den Haushaltsgeräten durch, wollen erfahren, wie lange die Zunge brizzelt, wenn wir sie in die Steckdose gesteckt haben und warum Mama immer sagt „Fass die Herdplatte nicht an“, wenn sie doch so schön warm ist.

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25. Dezember 2007 | Autor: Meg
Tief, tief in uns wohnt die Seele.
Noch niemand hat sie gesehen,
aber jeder weiß, daß es sie gibt.
Und jeder weiß auch, was in ihr ist.In der Seele,
in ihrer Mitte,
steht ein Vogel
auf einem Bein.
Der Seelenvogel.
Und er fühlt alles,
was wir fühlen.
Wenn uns jemand verletzt,
tobt der Seelenvogel in uns herum;
hin und her, nach allen Seiten,
und alles tut ihm weh.

Wenn uns jemand lieb hat,
macht der Seelenvogel fröhliche Sprünge
kleine, lustige,
vorwärts und rückwärts,
hin und her.

Wenn jemand unseren Namen ruft,
horcht der Seelenvogel auf die Stimme,
weil er wissen will,
ob sie lieb oder böse klingt.

Wenn jemand böse auf uns ist,
macht sich der Seelenvogel ganz klein
uns ist still und traurig.

Und wenn uns jemand in den Arm nimmt,
wird der Seelenvogel in uns
größer und größer,
bis er uns fast ganz ausfüllt.
So gut geht es ihm dann.

Ganz tief in uns ist die Seele.
Noch niemand hat sie gesehen,
aber jeder weiß, daß es sie gibt.
Und noch nie,
noch kein einziges mal, wurde
ein Mensch ohne Seele geboren.
Denn die Seele schlüpft in uns,
wenn wir geboren werden,
und sie verläßt uns nie,
keine Sekunde,
solange wir leben.
So, wie wir auch nicht aufhören zu atmen
von unserer Geburt bis zu unserem Tod.

Sicher willst du wissen,
woraus der Seelenvogel besteht.
Das ist ganz einfach.
Er besteht aus Schubladen.
Diese Schubladen können wir
nicht einfach aufmachen,
denn jede einzelne ist abgeschlossen
und hat ihren eigenen Schlüssel.
Und der Seelenvogel ist der einzige,
der die Schubladen öffnen kann.
Wie?
Auch das ist ganz einfach:
mit seinem Fuß.

Der Seelenvogel steht auf einem Bein.
Das zweite hat er, wenn er ruhig ist,
an den Bauch gezogen.
Mit dem Fuß dreht er den Schlüssel
zu der Schublade um,
die er öffnen will,
zieht am Griff,
und alles, was darin ist,
kommt zum Vorschein.

Und weil alles, was wir fühlen,
eine Schublade hat,
hat der Seelenvogel viele Schubladen.
Es gibt eine Schublade für Eifersucht
und eine für Hoffnung.
Es gibt eine Schublade für Enttäuschung
und eine für Verzweiflung.
Es gibt eine Schublade für Geduld
und eine für Ungeduld.
Auch für Haß und Wut und Versöhnung.
Eine Schublade für Faulheit und Leere
und eine Schublade für die
geheimsten Geheimnisse.
Diese Schublade wird fast nie geöffnet.
Es gibt auch noch andere Schubladen.
Du kannst selbst wählen, was drin sein soll.

Manchmal sind wir eifersüchtig
ohne daß wir es wollen.
Und manchmal machen wir etwas kaputt,
wenn wir eigentlich helfen wollen.
Der Seelenvogel gehorcht uns nicht immer
und bringt uns manchmal
in Schwierigkeiten…
Man kann schon verstehen,
daß die Menschen verschieden sind,
weil sie verschiedene Seelenvögel haben.
Es gibt Vögel,
die jeden Morgen die Schublade
“Freude” aufmachen.
Dann sind die Menschen froh.
Wenn der Vogel
die Schublade “Wut” aufmacht,
ist der Mensch wütend.
Und wenn der Vogel
die Schublade nicht mehr zuschließt,
hört der Mensch nicht auf, wütend zu sein.

Manchmal geht es dem Vogel nicht gut.
Dann macht er böse Schubladen auf.

Geht es dem Vogel gut,
macht er Schubladen auf, die uns guttun.
Manche Leute hören den Seelenvogel oft,
manche hören ihn selten.
Und manche hören ihn
nur einmal in ihrem Leben.
Deshalb ist es gut, wenn wir
auf den Seelenvogel horchen,
der tief, tief in uns ist.
Vielleicht spät abends,
wenn alles still ist….

(Michal Snunit)
Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler

Damit ihr versteht, was ihr geahnt habt … :)

24. Dezember 2007 | Autor: Meg

Kaum ein Wort wird in der jetzigen Zeit so oft b.nutzt, wie das Wort “Rückblick”. Auch ich möchte mich des Wortes bedienen, auch wenn das Jahr noch eine Woche hat.
Viele von euch haben mich in diesem Jahr begleitet, einige von Anfang an, andere sind im Laufe des Jahres hinzugekommen und auch geblieben, was mich sehr freut. Immer wieder staune ich darüber, wie sehr die Instrumente des s.g. Web 2.0 Menschen miteinander verbinden. Doch an sich sollte es nicht überraschen, denn “user generated content” gibt es bereits, seit es Menschen gibt und auch seit es das Internet gibt: zwischenmenschliche Kommunikation, Austausch von Informationen, Erlebnissen, (bewegten) Bildern.
Dass daraus Bekanntschaften und auch “Freundschaften” entstehen ist wunderbar und freut mich sehr. Menschen, die sich darüber kennengelernt haben, dass sie in den “Tagebüchern” des anderen gelesen haben.
In der “realen” Welt gehen Freundschaften deshalb zu Bruch ;)

Ich möchte mich heute bei euch bedanken, für eure:
- Loyalität
- Menschlichkeit
- Bereitschaft zur Kommunikation
- Offenheit und Neugierde
- eure Gefühle, die sich in euren geschriebenen Worten und Gesten spiegeln
- eure Freundschaft und vor allem dafür, dass ihr lest, diskutiert, auch mal zurechtrückt und authentisch bleibt.

Ganz besonders danke an Murmel, die mich hier tatkräftig unterstützt und sich schon mal auf die Schicht im Februar vorbereiten kann, wenn sie hier alleine die Stellung halten muss und danke an

ElMar - für die Geduld und das Verständnis dafür, dass Seelenvögel zu mir gehören.

Die Seelenvögel wünschen euch eine wunderschöne und besinnliche Weihnachtszeit und machen sich sogar am 24.12. für euch ein wenig zum Deppen ;)

Wir tanzen für euch!

Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten