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30. Mai 2008 | Autor: Meg

Renate bog von der mehrspurigen Fahrbahn nach rechts und winkte nochmal über die Schulter. Sie hatte noch 5 km nach Hause und der Himmel zog sich bereits zu. Ich versuchte mein Fahrrad zwischen einen Kinderwagen und einen älteren Mann mit Hund zu manövrieren und wunderte mich, dass ich diesmal kaum etwas von der Bodenhaftung des schweren Mountainbikes spürte, im 4. Gang flog das Rad fast über die Straße und ich spürte, dass mein Rücken unter dem Shirt und der Regenjacke feucht wurde. Eine innere Euphorie ergriff von mir Besitz, als ich daran dachte, dass ich es geschafft hatte. Merkwürdigerweise schnürte ein hässlicher Kloß meinen Hals zu und machte mir das Atmen schwerer, als es nach den 15 km ohnehin schon war. Meine Beine waren jedoch von einer eigenartigen Leichtigkeit, als wären sie nicht an meinem Körper angewachsen. Auf der Zielgeraden verlor ich plötzlich die Kontrolle über das Rad, schlingerte gefährlich nahe am Straßengraben und blieb erschrocken stehen. Ein Blick auf den Hinterreifen zeigte, dass ich in einen Nagel gefahren sein musste, der sich vollends durch den dicken Reifen bohrte. Ich nutzte die Gelegenheit einige von den Erdbeeren zu essen, die ich eingekauft hatte und schob das Fahrrad nach Hause, als meine Schwester mich überholte.

In dem Moment bleib die Welt fast stehen und ich stellte bewusst fest, dass das Leben in dem Augenblick in Zeitlupe ablief. Ich habe das gehässige Lächeln – oder war es ein hämisches Grinsen? – meiner Schwester genaustens sehen können, als sie quälend langsam an mir vorbeifuhr, die Farben der Welt um uns herum waren verschwommen, bis auf die gestochen scharfen Umrisse unser beider Personen. Es war bedrückend still, man konnte es als ‚Todesstille’ bezeichnen, auch wenn ich dem Ausdruck bisher keine Definition zuordnen konnte, jetzt schien es mir sehr passend, das so und so zu fühlen zu umschreiben. Diese Begegnung dauerte keine 15 Sekunden, da war sie auch schon an mir vorbei und trat noch heftiger in die Pedalen, ihre langen blonden Haare flatterten dabei im Wind – dabei war es doch windstill. Fahrtwind.
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22. Mai 2008 | Autor: Meg

Diese Überschrift sieht komisch aus. Doch Katzenfreunden wird sie bekannt vorkommen. Ich gestehe bereits an der Stelle, dass ich kein Katzenfreund bin, allerdings auch nicht ihr Feind, solange sie nicht versuchen ihr 7. Leben als Kühlerfigur meines Wagens verbringen zu wollen und mir nicht innerhalb von wenigen Minuten auf den Schoss hüpfen und schnurren. Von Katzenhaltern habe ich gehört, dass sich diese Fellknäuel immer die Leute aussuchen, von denen sie “spüren”, dass sie nicht gemocht werden und diese versuchen sie dann zu becircen.

Liebe Katzen, ihr könnt euch die Mühe sparen. Ich stehe auf Hunde. Und damit sind nicht die “kick dogs” und Fußhupen gemeint, sondern alles ab einer Schulterhöhe von 40 cm. Richtige Hunde also. Meine Lebensumstände erlauben mir jedoch keine Hundehaltung, mein Arbeitgeber ist nicht begeistert, wenn ich mit einem kleinen Rotti-Sennen-Mischling im Termin sitze. Leider.

Deshalb werde ich noch warten müssen, bis ich irgendwann pensioniert bin und mir einen Hund zulegen kann.

Umso mehr freue ich mich (fast) jeden Tag, wenn ich die wunderschöne Hundedame von Conni bewundern darf oder bin tierisch aus dem Häuschen, wenn wir uns Lara ausleihen und mit ihr in den Wald gehen. A propos Lara: Bitte, bitte, bitte - lebe nochmal solange, ja? Seufz.

Doch um auf die Katzen und dieses merkwürdige Ohren-Ding zurückzukommen: Hello Kitty (hier werden jetzt Sari, Schokoschaf und noch ein paar andere Kinder Mädchen Frauen freudig aufschreien) wird Botschafterin für Japan.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Eine fiktive, japanische Figur wird nun als Botschafterin für Japan als Urlaubsland werben. Sie ist jetzt … Tourismusgesandte. Eine FIKTIVE KATZE!
Diese - mit wenigen Streichen gezeichnete - Katze begann ihre Karriere bereits 1974 als Motiv auf einer Geldbörse und heute tragen erwachsene Frauen Ringe, Shirts und Unterwäsche mit diesem Viech :eek:

Naja, ich bin wenigstens ehrlich und gebe zu, dass Betty Boop auf meinem Höschen prangt. Und nun werde ich das Murmel-Zimmer noch etwas herrichten und die Dame später vom Bahnhof abholen.

Morgen stößt noch Frau Tommy dazu und dann … dann wird Geschichte geschrieben, meine Lieben :)

Außerdem bin ich dem Ruf von Herrn Winkelsen gefolgt und habe ein Badeoutfit-Bild eingereicht … findet ihr es?