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13. Oktober 2008 | Autor: Meg

Das Wochenende war wunderschön! Bereits am Freitag schien die Sonne im Rheinland und man konnte in Jeans + Shirts herumlaufen, herrlich!
Den Samstag verbrachte ich bei meinen Eltern und richtete das Notebook meines Vaters ein, befreite es von allem vorab installierten Müll, gab diversen Programmen sprechende Namen (so heißt jetzt der Firefox einfach “Internet” und der Thunderbird “Mail”). Lacht nicht, für einen 56-jährigen Mann, der technisch eine Jungfrau ist (es sei denn, es hat nen Motor, der mehr als 10 PS hat), ist das eine Erleichterung. Ich richtete ihm eine E-Mail Adresse ein und erklärte ihm, was er damit anstellen kann, wie er seine E-Mails abruft (in dem Zusammenhang riefen wir auch gleich mal seine Mails ab, die er seit Juni bekommen hat :roll: ) und ich bastelte ihm eine tolle iGoogle-Oberfläche, mit der er sich auf jeden Fall zurecht findet und womit er arbeiten kann. Interessant für mich war die Herangehensweise meines Vaters, für den das Internet ein Buch mit 7 Siegeln ist. Er wird sich fortan die Bild und den Soester Anzeiger nicht mehr kaufen, denn das liest er nur noch online, “Spart ja eine Menge Papier und Geld!”, sagte er und grinste. Nach knapp 7 Stunden, eckigen Augen, Rückenschmerzen und viel Gelächter schrieb mein Papa eine Mail mit Smileys. Einen habe ich ihm gezeigt, die anderen hat er selbst gebastelt :)
Jetzt muss er ein paar Hausaufgaben machen und in ein paar Wochen machen wir weiter. Er muss erst üben, üben, üben und sich mit der Materie beschäftigen, aber als Schüler ist er ein Traum! :)

Am Sonntag gingen wir los und nahmen die Kameras mit. Das ist die Auslese.

Ich wünsche euch einen schönen Wochenstart und freu mich auf eure Indian Summer-Bilder, her mit dem Link/Trackback oder was auch immer! :)

17. August 2008 | Autor: Murmel

Ich wette, spätestens am Musikgeschmack merkt man auch ein klein wenig, den Altersunterschied zwischen Meg und Murmel. Als ich Cyndi Laupers “Girls just want to have fun …” hörte, hat sie noch in Polen die Welt unsicher gemacht und hatte bei “Kriegsbemalung” mehr Indianer im Kopf als verrückte Sängerinnen und deren Songs.

Musiktipp - frisch vom Geburtstagstisch:
Cyndi Lauper - Bring ya to the Brink ***** (5 Sterne) :D

Ich bekomme leider den MyVideo Link hier nicht untergebracht. Sucht mal nach Cyndi Lauper - Lay me down.

7. April 2008 | Autor: Meg

Seit ich denken kann, war ich ein großer Freund und Anhänger der Wissenschaft. Überwiegend der geistigen Wissenschaft. Um genauer zu sein der Geisteswissenschaften, denn diese beinhalten „Erzeugnisse des menschlichen Geistes“ und können somit meist verstanden werden. Das tolle daran ist, dass diese Erkenntnisse nicht verifiziert werden können – ich kann also meinen Geist selbst etwas produzieren lassen und niemand muss es verstehen – doch es kann verstanden werden.
Verstanden?
Der Bereich der Geisteswissenschaften ist sehr umfangreich, im engeren Sinne sieht man darunter die Sprach- und Literaturwissenschaften, an denen ich sehr interessiert bin (Anglistik, Germanistik), Geschichte und einige Sonderfälle, wie Philosophie, Psychologie und Theologie.

Doch unabhängig von den klassischen Fachbegriffen, ist ein jeder von uns ein kleiner Wissenschaftler. Bereits als Baby forschen wir herum, versuchen Dinge zu erfahren, die uns (je nach Intensität des Ergebnisses) im späteren Leben prägen werden. Wir fassen alles an, stecken alles in den Mund, speichern die ersten Eindrücke, Gerüche, Geschmäcker.

Testen unser Lungenvolumen und somit auch die Geduld unserer wochenbettgestressten, jungen Mutter. Wir führen diverse Tests an den Haushaltsgeräten durch, wollen erfahren, wie lange die Zunge brizzelt, wenn wir sie in die Steckdose gesteckt haben und warum Mama immer sagt „Fass die Herdplatte nicht an“, wenn sie doch so schön warm ist.

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20. März 2008 | Autor: Meg

Ich war 8 Jahre alt, als der Ernst des meines Lebens begann: immerhin war ich nun eine Anwärterin auf den Leib eines 33-jährigen, langhaarigen Mannes.Ich war eine Leseratte, wie sie im Buche stand, verschlang ein Buch nach dem anderen und war das liebste Kind in der Familie (Tanten, Onkel und Großeltern eingeschlossen), denn es war sehr einfach mich glücklich zu machen: Bücher schenken.
Zu Weihnachten, Ostern, Geburtstag, intenat. Kindertag - ich ließ keinen Feiertag aus, um mir Bücher zu wünschen und besaß im Alter von 12 Jahren eine kleine Bibliothek, die ca. 250 Bücher umfasste. Ja, ich führte sogar Buch über diese Bücher, denn ich verlieh sie und achtete penibelst darauf, dass ich sie rechtzeitig zurückbekam.

Doch nun sah ich mich einer verdammt großen Herausforderung gegenüber. Mein Wortschatz mag damals für eine 8-jährige recht umfangreich gewesen zu sein, doch schien er in Anbetracht dieser Lektüre infantil. Man legte mir die Bibel und den Katechismus in die Hand. Das war hart.
Doch das Ziel lautete: Prüfung bestehen, zur Kommunion gehen und endlich den Leib Christi legal empfangen, denn: bevor ich überhaupt zur Kommunion zugelassen wurde, hatte ich bereits gar schrecklich gesündigt: ich hatte mich - jedes Mal, wenn wir in einer anderen Kirche als der „heimischen” zum Gottesdienst gingen - nach vorne geschlichen und habe die Kommunion entgegengenommen.

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18. Dezember 2007 | Autor: Meg

… oder ist das schon Kannibalismus?

Vor ca. einem halben Jahr hatte ich meine erste Anamnese, bei der ich mich von innen nach außen habe krempeln lassen. Ein wenig kam ich mir vor, als würde ich auf einer Couch liegen, die nicht sonderlich bequem war, dennoch meine Aufmerksamkeit und Neugierde fesselte. Die Ärztin stellte mir eine Menge Fragen, die mich teilweise sehr nachdenklich stimmten (auch noch Stunden danach war ich leicht aufgewühlt und mein Unterbewusstsein arbeitete auf Hochtouren) und mich auch erröten ließen. Nicht, dass ich ein Problem hätte, über meine Sexualität, doch normalerweise tue ich das in einem anderen Ambiente. Ebenfalls kommt es selten vor, dass ich mit jemandem darüber plaudere, ob ich als Kind andere Kinder verprügelt habe, das hat niemanden zu interessieren, außerdem prügeln sich Indianer nicht!

Ich bekam ein paar Tropfen verschrieben, die ich einmal die Woche nehmen sollte. Ich weiß allerdings bis heute nicht, was sie bewirken sollten, bzw. bewirkt haben, denn es ist Schwefel. Ich habe seitdem weder chronisches Sodbrennen, noch kann ich die Weihnachtskerzen mit dem Mund anzünden, es hat jedoch auch nicht geschadet. Vielleicht ging es auch darum, mein Blut dauerhaft damit anzureichern. Ich werde bei meinem nächsten Besuch fragen.

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