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19. Februar 2008 | Autor: Meg

Als ElMar mich vor ein paar Tagen fragte, was ich mir zum Geburtstag wünschen würde, fiel mir als erstes ein Besuch bei Horst ein. Meine treuen und lieben Leser wissen, dass ich in Horst Lichter verknallt bin. ElMar weiß das auch und nimmt es wie ein Mann, immerhin profitiert er von meiner Liebelei: Ich koche die Lichter-Gerichte.
Mein Liebster fragte also brav bei Horst, ob er denn für mich in seiner Oldiethek kochen würde. Doch Horst kann nicht. :cry: Menno!

“Im Januar, sowie Februar konnte ich bereits keine Restauranttermine anbieten, und wenn ich jetzt auf meinen Terminkalender 2008 blicke, möchte ich keinesfalls weiterhin falsche Hoffnungen wecken, sowie immer wieder auf monatliche Reservierungsmöglichkeiten vertrösten.
Dies ist nicht meine Art, und wer mich kennt, weiß, dass ich eine ehrliche Haut bin.
Deswegen möchte ich auch ganz offen sein, und Euch mitteilen, dass ich aus zeitlichen Gründen in diesem Jahr keinerlei Möglichkeiten habe, mein Lokal zu öffnen. Aber wie heißt es so schön, aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben.
Vieler meiner Stammgäste, Freunde, Geschäftspartner, sowie all die Menschen, die meine Küche noch nicht kennen lernen durften, werden von dieser Nachricht nun sehr enttäuscht sein, vielleicht sogar böse reagieren. Dennoch hoffe ich auf Euer Verständnis.”

Das hat er heute im Newsletter geschrieben. Klar, bin ich traurig. Böse bin ich nicht. Denn ich kann es verstehen. Aber traurig.
Deshalb werde ich gleich wieder in seinem Kochbuch schmökern und sein Autogramm streicheln. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.
Ich wünsche Dir alles Jute, Horst!
Deine Meg

22. Januar 2008 | Autor: Meg

In der letzten Woche hörte ich sehr oft den Namen “Massiv”. Es dauerte ein paar Nachrichten-Sequenzen, bis mein Hirn “Massiv” als Namen einordnete und nicht als … Attribut ;) Massiv - für all die, die sich in der dt. Gangsta-Rapper-Szene nicht auskennen (wie, ihr wusstet nicht, dass wir Gangster haben?!) - ist ein Rapper. Ein Gangster-Rapper, der vor nicht allzu langer Zeit nach Berlin gezogen ist und einen Plattenvertrag bei Sony BMG unterschrieben hat. Sony BMG hat eine Menge verdammt guter Künstler unter Vertrag, unter anderem: Bruce Springsteen, Prince, AC/DC, P!nk, Alcia Keys, Pearl Jam und auch … Bushido, der ist aber kein Gangsta-Rapper, der macht das “legal”. ;)

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27. Dezember 2007 | Autor: Meg

Nachdem ihr nun hier und da mitbekommen habt, dass ich nicht zu den Frauen gehöre, die seit ihren 20ern eine Profi-Küche haben und auch die weiblichen Koch-Gene durch die (Kräuter-)Töpfe und Schüsseln hüpfen lasse, habt ihr euch vielleicht gefragt: Warum hat ausgerechnet DIE ein Kochbuch mit einem Autogramm von Horst Lichter bekommen?
Das hat einige Gründe:

Zum einen bin ich ein bisschen in den Horst verliebt. Nicht primär in seinen Schnäuzer, auch wenn mein Freund ein Bärtchen trägt, so muss dieses regelmäßig gestutzt und gepflegt werden, alles, was ausartet und wuchert lege ich nicht unter “ästhetisch und schön” ab, doch dem Horst steht das ausgezeichnet. Es ist vielmehr sein Humor, seine Schlagfertigkeit, seine Liebe zu Sahne und Butter, seine Art, aus dem einfachsten Kartoffel-Püree etwas zu zaubern, dass den empfindlichsten Gaumen sanft küssen würde. Der Horst ist MEIN Vorbild. Das ist die Theorie. Nun habe ich das erste Kochbuch (von ihm hier liegen), habe die nächsten Termine mit ihm im TV in meinem Outlook-Kalender markiert und werde mich heute Abend an das erste Rezept wagen:
Lachsnudeln mit Salbei-Whiskey-Sauce

Beim Verfassen von Texten für das Blog bin ich die Ruhe selbst. Es fällt mir nicht schwer, bei geschäftlichen Terminen souverän zu bleiben und wenn es um das Gelbe vom Ei geht, die Nerven zu behalten, doch wenn ich mich in die Küche stelle, das Buch mit dem Rezept aufschlage, im Kopf durchgehe, ob ich auch wirklich alle Zutaten zusammen habe, fängt mein Puls an zu rasen und das Herzchen puckert wesentlich schneller, als nach dem Sprint aus dem Keller mit einem vollen Wäschekorb ( a propos … ).
Nachdem ich ElMar heute mit einer höllischen Hühnersuppe mit frischem Ingwer, Frühlingszwiebeln, Sojasauce, Safran und Reis versorgt habe und er nun die Kuschel-Decke vollschwitzt und seine geschwollenen Mandeln kuriert, werde ich in 2 Stündchen die Küchentür hinter mir schließen und in eine Welt tauchen, die vor 2-3 Jahren noch eine Unbekannte war. Ich kannte 2 Gewürze: Pfeffer (mochte ich nicht) und Salz. Das eine habe ich nicht benutzt, das andere dafür inflationär. Ich aß max. 1x in der Woche warm, konnte allerdings 10 verschiedene Varianten Rucola-Salat zubereiten.

Die Wende kam, als ElMar bei unserem ersten Rendezvous 4 Stunden lang eine Paella zubereitete und ich Murmel fragen musste, wie man ein Ei kocht. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen.
Seitdem probiere ich aus, experimentiere, zaghaft am Anfang, immer mutiger mit der Zeit, ich koche unglaublich gerne für Familie und Freunde und ein bisschen freue ich mich schon, wenn sie erstaunt auf ihren Teller schauen, auf dem nicht NUR Salat liegt :)
Freiwillige vor? ;)
Wie ist eure Einstellung zum kochen? Für sich selbst, für Freunde? Kocht ihr gerne nach Rezept oder improvisiert ihr eher? Was ist eure Achillesferse, wenn es um die kulinarische Akrobatik geht und was euer Steckenpferd?

Highlight of the day: Horst-Happening in der Küche
Lowlight of the day: Mein Herz¹ ist krank.

Edit: Melde ERFOLG: Es war saulecker! :)

Lachsnudeln mit Salbei-Whiskey-Sauce

¹ElMar