Seit einigen Jahren laufen wir mit einer bestimmten Plastik-Karte durch die Gegend. Neben all den - mehr und minder - sinnvollen Punkte- und Rabatt-Karten, ist diese Karte tatsächlich wichtig, wenn wir einen Arzt konsultieren.
Ich muß gestehen, dass ich keine Ahnung habe, was auf dem Chip dieser Karte gespeichert ist. Name, Adresse, Krankenkasse - das mit Sicherheit. Doch was noch? Meine Telefonnummer muss ich angeben, wenn ich zu einem neuen Arzt gehe, ebenso wie meine Kranheitsgeschichte, Allergien, Unverträglichkeiten, bisherige Operationen, etc. All diese Informationen schreibe ich nieder, wenn ich einen neuen Arzt oder eine Vertretung aufsuche. Das nervt. Vor allem aber nervt es, dass ich dennoch Medikamente verschrieben bekomme, die Lactose enthalten. Fakt ist, dass z.B. Murmel schon mal Medikamente verschrieben bekommen hat, die sie niemals hätte nehmen dürfen!Genau so wenig, wie z.B. Payback die unzähligen Daten auswertet und damit zielgerichtet arbeitet, wird der Chip auf dieser Karte sinnvoll genutzt. Wie oft wünsche ich mir zu einem Arzt zu gehen und mich darauf zu verlassen, dass die Medikamente, die ich verschrieben bekomme, 100%ig richtig sind und passen. Dass die Inhaltsstoffe nicht mit den Inhaltsstoffen meiner Pille oder meiner Jod-Tabletten negativ reagieren.
Glückshormone schweben durch die aufgewärmte Luft. Die Sonne knallt mit voller Wucht in die letzten griesgrämigen Synapsen und lässt nahezu jeden Menschen grinsen. Die kleinen Neurotransmitter wuseln in jeden verstaubten, traurigen und einsamen Winkel der grauen Masse und kitzeln hier und da - mal fester, mal nur ein Hauch!
Interessant ist folgendes: Mein Der Körper braucht lediglich etwas Sonne und wird somit zu einem Drogenhersteller. Jawoll! Heute habe ich massenweise Endorphine ausgeschüttet, ich lief durch den Wald, schwitzte wie ein Pferd, roch dabei hoffentlich nicht ganz so streng und habe es mir nicht verkneifen können, jeden zu grüssen und anzugrinsen, während mein Körper fleißig und fröhlich Opioide herstellte. Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass ein Opioid¹ etwas mit Opium zu tun haben könnte - dem Wortstamm nach. Richtig: Opioid heißt, “dem Opium ähnlich”. Hat nicht 1:1 etwas mit dem Schlafmohn-Zeug zu tun, aber die Wirkung ist ähnlich. Man könnte sagen: Heute war/bin ich nature stoned.
Ungeschminkt, knallrot im Gesicht, mit brennenden Waden bin ich heute meinen persönlichen Rekord im Wald gelaufen. Und ich freu mich riesig darüber! Zur Belohnung gab es einen leckeren Feld-Lollo Rosso-Salat mit Brie-Käse, Weintrauben, gerösteten Walnüssen und einer (leider etwas zu scharf geratenen) leckeren Vinaigrette.
Es werfe den ersten Stein, wer nach einer Stunde laufen wie der blühende Morgen aussieht
¹ Anders kann ich mir auch gar nicht erklären, warum mir Sport heute Spaß gemacht hat. Das muss an dem Opi(oiden)-Zeug gelegen haben!
Ich lese … “Die einsamen Schrecken der Liebe’ von James Meek. Wunderschön!
“Ich bin eine Verkörperung. Des Zorns, der ist, und der Liebe, die sein wird”
Ich trage … einen pochenden Kopf auf meinem Hals, immer noch Schuhe, obwohl ich zuhause am liebsten barfuß laufe und Kontaktlinsen. Außerdem etwas viel Verantwortung, aber am Wochenende lege ich sie ab.
Ich habe … ein Ziel vor Augen, weshalb ich heute nach der Arbeit wieder 40 Bahnen schwimmen werde.
Ich höre … den Atem des besten Mannes in meinem Leben und das neue “Coldplay”-Album
Ich trinke … einen Traube-Cassis Eis-Tee mit Kamille und Vitamin C. EISkalt schmeckt er nicht schlecht.
Ich esse … gerne.
Ich stehe … nicht gerne. Lieber laufen oder sitzen.
Ich gehe … gleich raus in den Hof und atme tief ein. Vor dem Fenster steht ein Springbrunnen.
Ich lache … oft. Manchmal auch gehässig.
Ich sehe … am liebsten den Menschen direkt ins Auge.
Ich mag … mein Leben.
Ich schreibe … jeden Tag. Manchmal nur im Kopf.
Ich weiß … dass ich manchmal auf sehr hohem Niveau jammere. Und schäme mich nicht dafür.
Ich möchte … nichts ändern. Nur etwas mehr Zeit für das Wesentliche haben.
Wer möchte?



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