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19. März 2008 | Autor: Meg

von Lacuna Coil (das schreibe ich explizit hier rein, falls das Lied bei YouTube gleich wieder verschwindet :roll: ) gehört zu den Lieder, die in jede meiner Synapsen kriechen können. Den ganzen Tag schon habe ich diesen Ohrwurm und das Prickeln auf der Haut, wenn ich an die Sängerin und ihre Stimme denke …

Heute, 20:15 Uhr.
Wer das um diese Uhrzeit liest, kommentiert, der verpasst gerade etwas auf Pro7 - es sei denn, man zeigt wieder Fußball, dann … dann knallts!

Kategorie: Musik  | Tags: , , , , , , ,  | 19 Kommentare
21. Februar 2008 | Autor: Meg

In meinen Beitrag über das “Alphareading” hab ich verraten, dass ich Hörbücher nicht mag, weil ich mich zu sehr auf die Stimme konzentriere. Mehr, vieeeel mehr als auf den Text/Inhalt. Stimmen sind für mich sehr wichtig, sie entscheiden darüber, wie sympathisch ein Mensch mir ist, wie lange/oft ich ihm zuhören kann, wenn ich das kann. In der Vergangenheit gab es durchaus Menschen, die ich mit der Zeit gemieden habe, weil ihre Stimme/Stimmlage eine Aversion in mir hervorgerufen hat. Ich konnte ihnen am Telefon nicht zuhören, ohne mich zu zwingen.

Bei Musik ist es genauso. Es gibt Bands, die höre ich gerne, weil sie zu einer bestimmten Laune von mir passen. Ich mag sie, weil:
♣ ihre Lieder melodisch sind, sich gut anhören oder
♣ sie wunderbare Texte haben, die zu einer bestimmten Stimmung passen oder
♣ idealerweise - passt beides: Melodie und Text.
Doch eine Ausnahme gibt es: Melodie + Text passen, aber die Stimme ist … zuviel für meine Ohren. Diese Ausnahmen heißen z.B Peter Gabriel, Jimmy Sommerville und eine zeitlang Cindy Lauper. Letzte kann ich mittlerweile ertragen, ohne dass mir die Ohren bluten.

Doch es gibt EINE Stimme in diesem Universum, die kann ich IMMER hören. Wenn ich traurig bin und wenn ich glücklich bin, wenn die Welt zusammenbricht und ich im Lotto gewinne, wenn ich entspannt bin und wenn ich unter Stress stehe. Wenn der Tod auf der Schwelle steht und wenn ein neues Leben geboren wird. Wenn eine Beziehung beginnt und wenn sie endet. Wenn er Schlager singt, aus der Zeitung vorliest, Rezepte rezitiert oder Dünnschiss labert - HAUPTSACHE er spricht! Die Rede ist von … Barry White. Wenn ich SEINE Stimme höre, werden meine Beine etwas weicher, der Körper etwas biegsamer, die Hüfte etwas lockerer, das Becken etwas heißer und die Gänsehaut etwas intensiver. Wenn ich die Stimme von Barry White höre, ist die Welt für mich … in Ordnung.

Nun gibt es einen Mann, dessen Stimme der von GODFATHER-OF-HEAVENLY-SEXY-VOICE-BARRY-WHITE-Himself verdammt ähnelt:
Mario Biondi

DAS ist Acoustic Sex :eek: Er kommt niemals an Barry, aber er ist verdammt nah dran.

Welche Sinne sind bei euch am meisten ausgeprägt? Seid ihr eher visuell gesteuert?
Welche Stimme macht euch die Hösken nass zieht euch die Schuhe aus?

13. Januar 2008 | Autor: Meg

Bereits vor einigen Jahren bin ich aus der kath. Kirche ausgetreten. Nicht, weil ich nicht mehr glaube, sondern weil ich mit der Institution Kirche, mit dem Weltunternehmen, der Politik nichts mehr anfangen kann. Mein Entschluss wurde unabhängig davon getroffen, dass ich an Gott glaube, wenn auch nicht unbedingt an den alten, bärtigen Mann, der auf einer Wolke sitzt. Doch der Mensch braucht einen Glauben, um leben zu können. Man kann nicht nicht glauben.
Bei 1Live gibt es in (un)regelmäßigen Abständen “Das Wort der katholischen/evangelischen Kirche” zu hören. Junge Menschen sprechen über Gott, bzw. darüber, wie sie Gott im Alltag sehen, wie er ihnen “erscheint”, wie sie die Sache mit dem Glauben handhaben. Seit einigen Tagen höre ich immer wieder den Namen Florian Sobetzko. Er hat eine wunderbare Stimme, die allerdings etwas … hochnäsig klingt. Deshalb bin ich vermutlich überhaupt auf ihn aufmerksam geworden.

Bei dem letzten Beitrag bin ich sehr hellhörig geworden und habe daraufhin eine E-Mail an 1Live geschickt, weil ich den Text haben wollte, ihn euch zeigen wollte, er hat mich berührt:

Mein Freund Christian ist Seelsorger in einem Altenheim. Jede Woche feiert er dort Gottesdienst mit alten und dementen Menschen, von denen viele nicht mehr wissen, wo sie sind, wo sie herkommen oder wie sie heißen. Sie haben es einfach vergessen.

Christian spricht Segensworte und Gebetsformeln, und die Alten, die sich sonst kaum noch was merken können, antworten präzise und aus vollem Herzen. Sie singen ohne Gesangbuch auswendig uralte Lieder über Gott und Christus, die Jungfrau Maria… …und ich sehe das Glück in ihren Augen.

Während er mit ihnen singt und betet, das Gotteslob in der linken, wischt er mit der Rechten einer Frau liebevoll die Tränen ab und zieht genau so selbstverständlich einem verwirrten Herrn die Hose wieder hoch, ohne dass jemand etwas davon bemerkt.

Ich sitze bewegt daneben und muss schweigen, weil ich die Lieder nicht kenne und wohl vor Rührung eh nicht mitsingen könnte.

Als ich später daran zurückdenke, frage ich mich, wie es mir wohl im hohen Alter ergehen wird:
Wer wird meine Tränen abwischen, wenn ich nicht mehr weiß, wie ich heiße? Wer wird mich beim Namen nennen, den ich selbst nicht mehr kenne? und wer wird mit mir “The River” von Bruce Springsteen singen, wenn ich sonst nichts mehr auswendig weiß?
Florian Sobetzko, Aachen
Quelle


Für viele Menschen, die alt und alleine/einsam sind, ist die Kriche oftmals die letzte Hoffnung. Ich freue mich sehr darüber, wenn ich mitbekomme, dass es Menschen gibt, die ihren Glauben (an was auch immer) dazu verwenden, anderen Menschen zu helfen.
Schönen Sonntag :)