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3. Oktober 2008 | Autor: Meg

… ist ein Mal rechts. Das sagte ElMar heute einige Male, als wir auf der Suche nach einem Supermarkt in der Gegend rumkurvten.
Da wir keine Lust hatten, den Tag der Einheit zuhause zu verbringen und Mauer-Filme zu schauen oder Diskussionen über den Soli-Zuschlag oder gar darüber, ob das alles überhaupt sinnvoll war, beschlossen wir nach Belgien zu fahren und uns auf die Suche nach Kaffee zu machen. Seit ca. 2 Jahren trinken wir gerne einen besonderen Kaffee, den uns bisher ein Bekannter aus Belgien mitbrachte. Leider konnten wir ihn hier nicht finden. Allerdings wussten wir auch nicht, wohin wir in Belgien fahren sollten, denn Brüssel war uns definitiv zu weit, also änderten wir die Richtung und fuhren nach Maastricht.
Wir packten Brother Louie und die kranke Schwester auch ein und düsten im schönsten Sonnenschein los, der allerdings recht schnell nach der “ehemaligen Grenze” verschwand. Doch das konnte unsere Laune nicht trüben, auch die Tatsache nicht, dass wir zwar Maastricht schnell fanden, jedoch die Suche nach einem Parkplatz Probleme machte, da wir keine Karte und obendrauf auch noch keine Ahnung hatten, wo wir genau hinwollten.

Wir wurden fündig, zogen die Jacken an, denn es war schattig und machten uns auf den Weg in die  Innenstadt, die schön voll war. In Holland kümmerte sich niemand darum, dass in Deutschland die Einheit Geburtstag hatte und die Geschäfte hatten geöffnet.

Überall schicke Geschäfte, Stiefel, Weihnachtskram ohne Ende, der Duft von köstlichen Waffeln wehte um die Nase und konkurrierte mit dem Duft von Pommes Spezial. Wir besuchten eine alte Mühle, Tommy kaufte dort Joghurt-Honig-Brot (ey, ich wollte das Kiepchen!) und wir schlenderten weiter, um auf dem Marktplatz einen Halt zu machen, denn es war mittlerweile 13:30 Uhr und wir hatten Hunger. Während Tommy das Restaurant “Zum goldenen M” aufsuchte, reihte sich ElMar in eine ca. 20 Meter lange Schlange vor einem Pommes-Laden ein. Die Masse der Leute davor ließ darauf schließen, dass uns was sehr Leckeres erwartete. Wir hatten Recht.

:pms:
Louie schien es auch zu schmecken, denn er fiel fast in die M-Tüte rein und mopste auch noch ElMars Pommes.

Zwischendurch verschwand er für eine halbe Stunde und wir fanden ihn vor dem Beate U*se-Laden. Er ist nicht nur schmutzig nach all seinen Reisen, er ist auch verdorben, schokoladensüchtig (bei uns macht er cold turkey, da wir sowas nicht haben) und hat nur Flausen im Kopf. Aber dann kommt er kuscheln und schon ist alles wieder vergessen. :hug:

Alle weiteren “Peinlichkeiten” des heutigen Tages wollte Tommy schildern. Ich weiß von nix, ich habe geschlafen :mrgreen:

Es war ein schöner Tag - obwohl wir zum Schluss nass geworden sind.

27. Mai 2008 | Autor: Meg

Norma Loh ist als eine sehr belesene Frau bekannt. Über die Qualität der Literatur streiten sich die müden Geister ihrer Freunde und Bekannten, doch wenn man etwas über das Lifestyle, Mode, Horoskope oder Psycho-Tests wissen möchte, ist Norma Loh eine Quelle, die ohne Hintergrundrecherche angezapft und gerne zitiert wird.

Norma Loh ist außerdem sehr internetaffin und beschäftigt sich schon seit Jahren mit der Adaption dieses Mediums in ihren Alltag: Sie vereinbart Termine via E-Mail, kauft in Internet-Shops ein, nimmt an unzähligen Gewinnspielen teil und verkauft die wertlosen Gewinne bei ebay, damit sie genug Platz für diverse Test-Produkte hat, die sie für einige Portale vertestet.

Außerdem ist sie Mitglied in allen namhaften communities, hat alle notwendigen Tools auf dem Rechner, so dass sie immer mitreden kann. Nun, sie ist ja derzeit auch Single, weshalb sie sich all dem multimedialem Kram in aller Seelenruhe widmen kann. Und es macht ihr eine Menge Spaß: Sie hat neulich sogar ein Video von sich aufgenommen, während sie mit einem flauschigen Handtuch der Marke Wel*a auf dem Kopf (einer ihrer ersten Online-Gewinne) das neueste Liedchen von den No Angels trällert und erfreut sich der Tatsache, dass ihre Freunde, die sie bereits via Rund-E-Mail informiert hat, auch fleißig für sie stimmen.

Danach rief sie den Chat in ihrer Lieblingscommunity auf und mischte sich aus dem Stand in eine Unterhaltung zwischen me_lady75 und prinzesschen ein, die gerade die Beziehungsprobleme zwischen prinzesschen und ihrem Prinzen redeten. Nach 5 Minuten wurde ihr zu langweilig und Norma Loh klickte sich in die Single-Börse ihres Vertrauens ein um festzustellen, dass Biker_Manfred Marke: Single, 43, Fußballfeld mit Zuschauern auf dem Kopf und Bauchansatz in Leder gezwängt sie gerne daten würden. Sie klickte ihn ohne einen Kommentar weg und klickte sich zur Entspannung auf die Schuhe24-Seite, wo sie sich erstmal nach Herzenslust durch die Sommerkollektion 2008 klickte, einige der wunderschönen Ballerinas in ihren Warenkorb legte um diesen gleich zu löschen, als ihr Messenger blinkte und sie sich in eine Unterhaltung mit Basti vertiefte, dem sie nach 10 Minuten die “Darf ich Dich zu meinen Kontakten hinzufügen”-Anfrage schickte. 1 Stunde später gönnte sie sich doch noch die hübsche Bluse bei Ramsch4u.de, weil diese die meisten Sternchen als Bewertung hatte.

Danach ging sie glücklich und zufrieden ins Bett.
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7. April 2008 | Autor: Meg

Als Test habe ich es mal nicht sooo schwer gemacht und geschrieben “Wer hat ‘Der Seelenvogel’ geschrieben?”. Die SMS habe ich an die 44044 geschickt und dann gewartet.

Ich war sehr gespannt, ob sich überhaupt jemand mit dieser Frage beschäftigen würde, andererseits: einfacher kann man ein paar ogi-Taler ja kaum verdienen, oder?

Ihr fragt euch, wovon ich spreche? Zu Recht!
Ich spreche von der neuen Community “hiogi” - zugegeben, der Name ist eher gewöhnungsbedürftig und erinnert ein wenig an die Herkunft von Shrek, auch die “ogi”-Taler, die man verdienen kann, wenn man Fragen beantwortet, die Leute von unterwegs via SMS an die 44044 geschickt haben. In meinem Fall ist es nur eine Testfrage, man kann jedoch auch mal in “Not” sein oder in Gefahr, seine Ehre bei einer Wette zu verlieren, weil man mal wieder etwas vorlaut war. Oder man fragt mal schnell, welche Apotheke um 22 Uhr in St. Augustin Notdienst hat. Oder wie weit es vom Marktplatz in Bonn zum Bahnhof ist?

WOW!

Während ich das hier schreibe, bekomme ich die folgende Antwort:

“Michal Snunit und Na’ma Golomb haben es geschrieben. Für 6€ kann man es bei Amazon.de kaufen! 1991 ist es im Carlsen Verlag erschienen. ISBN-10 3551550700″

Die ISBN als link. Ich bin begeistert, denn zwischen Frage und Antwort liegen gerade mal 1:26 Min.
Meine Frage erschien auf der Website, wurde beantwortet und dann von einer weiteren Person nochmal überprüft, bevor ich sie aufs Handy bekommen habe. Kostenpunkt: 39 Cent
Sicher bekommt man die Antworten nicht immer ad hoc, je nachdem, wie viele gerade online sind, doch ich finde den Dienst super und habe die Nummer im Kopf gespeichert. Endlich mal wieder ein richtig sinnvoller Dienst der Web 2.0-Welt! Ein Blog zum Thema gibt es auch.