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29. Februar 2008 | Autor: Meg

Anti Nazi Bund

Stoppt rechte Gewalt!
-> Klick!

Kennt ihr die Sportfreunde Stiller? Sicher kennt ihr die. Es mag vielleicht nicht eure Musik sein, die die Jungs machen, das macht aber nichts. Sie machen viel mehr als nur Musik. Mehr als die Hymne für Fußballer. Sie schreiben richtig gute Texte und sie engagieren sich. Wofür? Sie haben den Antinazibund gegründet.

Wir schaun uns an, reichen uns die Hand
tun uns zusamm egal wo und wann
und im Kopf gesund gegen Gedächtnisschwund
rollt er los der Antinazibund
Quelle&©: Sportfreunde Stiller

Sportfreunde Stiller sind LAUT GEGEN NAZIS und wir sollten es auch sein. Werden. Es ist höchste Zeit, denn diese braune Brühe hat jetzt schon zuviel Macht. Es ist eine Schande, dass wir uns überhaupt mit diesem Thema beschäftigen müssen. Es ist eine Schande, dass die Zahl der Neonazis in Deutschland weiter gestiegen ist. Es ist eine Schande, dass Deutschland wieder in den Schlagzeilen steht.

Der Antinazibund unterstützt junge Initiativen in den Städten Berlebeck, Finowfurt und vielen anderen Orten. In Berlebeck versuchen rechte Funktionäre Jugendliche für die in Tradition der Hitler-Jugend stehenden HDJ zu gewinnen.

Seit geraumer Zeit lebt dort ein Mann, der den Dorfbewohnern nächtig auf den Zeiger geht. Der selbsternannte Gauleiter Gerd Ulrich ehemals HDJ-Führer, lebt mit seiner Frau und den Kindern mitten in diesem Ort. Als dieser ein Zeltlager mit 120 Gesinnungsgenossen und Jugendlichen sein nationales, rechtsextremes Gedankengut im nahegelegenen Wald feierte und seit geraumer Zeit nationalsozialistische Phrasen durch Berlebeck posaunte, haben die Bürger Gemeinschaften gebildet, um diesem Treiben entgegenzutreten. Sichtbar wird, dass Gerd Ulrich es schafft Nazis in dem Ort anzuziehen. Den Bürgern mit allen öffentlichen Institutionen nebst dem Bürgermeister von Detmold reicht es. Sie bilden Initiativen und üben Zivilcourage, die nicht überall selbstverständlich ist. Sie setzen ein Zeichen und schaffen Gegenpole in Vereinen und dorfeigenen Einrichtungen.
Quelle

Dass die braune Brühe nichts gelernt hat, schulungsresistent ist und sich gerne den Menschen anschließt, die für sie entscheiden, ihnen sagen, was sie zu denken haben und ihre Hoffnungslosigkeit in Wut umwandelt und schürt, ist schlimm genug.
Es ist schlimm genug, dass wir uns überhaupt mit diesem Thema befassen müssen, dass Rechtsradikalismus nach den unmenschlichen Weltkriegen nicht von der Erde verschwunden ist.

Kein Mensch sollte Angst haben müssen, weil er eine andere Hautfarbe hat.
Kein Mensch sollte Angst haben müssen, weil er nicht in Deutschland geboren ist.
Kein Mensch sollte Angst haben müssen, weil ein Hirnamputierter der Meinung ist, seine eigene Perspektivlosigkeit in Wut gegen andere wandeln zu müssen.
Kein Mensch sollte Angst haben müssen in Deutschland zu leben.
Kein Mensch sollte Angst haben müssen.
Werde auch LAUT und trete dem ANTI NAZI BUND bei. Es kostet nichts.

Außer Courage.
Hast Du sie?

27. Februar 2008 | Autor: Meg

Das bin ich. Kein Scherz. Trotz Kurven, halblanger Haare und eindeutig weiblicher Attribute ist mein Wesen androgyn. Dennoch nehme ich gerne das Stöckchen von Frau Tommy entgegen und mache mich auf die Suche nach

3 männliche Eigenschaften

-> für mich ist ein Wagen mehr als ein Mittel um von A nach B zu kommen. Ich habe Benzin im Blut und wenn ich nicht so verdammt gut in meinem Beruf wäre, wäre ich gerne gleich nach Bärenmarkenbär Rennfahrerin geworden.
-> Dekoration muss praktisch sein: Vasen, Kerzenständer. Figürchen und Schnickschnack braucht kein Mensch, Staubfänger
-> mein Lieblingswerkzeug ist die Kreissäge. Meine Säge-Künste sind legendär. Wenn Linchen mal Zeit hat, kann sie ja berichten ;)

&

3 weibliche Eigenschaften

-> ich creme, creme, creme - alles!
-> graue Haare werden sofort beseitigt
-> ich bin enorm multitaskingfähig und die geborene Strategin!

Mein aktuelles Parfüm

Armani “Code” wechselt sich ab mit “ZEN” von Shiseido

Frau Murmel, Du bist gefragt. :)
Und alle anderen, die sich angesprochen fühlen.

23. Februar 2008 | Autor: Meg

Sobald Frau etwas mehr auf den Hüften trägt und nicht mehr bei „Hungrig&Mager” von der Stange kaufen kann, wird sie in Deutschland in Sack und Asche gehüllt. Ich bekomme eine mittelschwere Krise, wenn ich durch die gängigen Kataloge blättere, die mittlerweile alle eine „fluffige Frau”-Sparte haben, und die Farben und Schnitte sehe.
Bei Gr. 38 werden die Shirts bis zum Bauchnabel geschnitten und zeigen jede Rippe einzeln, die Jeans sitzt knapp über der Arsch-Ritze und eine Frau, die Brüste, Hüften und einen Pracht-Arsch hat, steckt man in schwarz, lila, dunkelgrün und grau. Mit einem V-Ausschnitt versehen, der gerade mal lang genug ist, um der Trägerin nicht den Hals abzuschnüren.

Versteht mich nicht falsch: Ich möchte eine Rubens-XXXL-Frau nicht in hot pants und tank-top sehen, aber es gibt doch MEHR als das!

Meine Recherchen zum Thema „eShop usablility” führten mich durch Gugel-Link-Hopping auf einige amerikanische Seiten, bei deren Anblick mir die zarten Äugleins aus den Höhlen traten. Unter anderem habe ich mir die Website von Torrid angeschaut. Erinnert ein wenig an die „Kampagne für wahre Schönheit” von Dove. Frauen mit Kurven. Mit echten Kurven. Keine 38-Stangen, die Mode für 46-Größen präsentieren. Soviel Phantasie hat kein Mensch, dass er sich ein 38er Kleid an einer 46er Frau vorstellen kann, ohne ins Essen zu brechen, dabei kann das SEHR gut aussehen.

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21. Februar 2008 | Autor: Meg

In meinen Beitrag über das “Alphareading” hab ich verraten, dass ich Hörbücher nicht mag, weil ich mich zu sehr auf die Stimme konzentriere. Mehr, vieeeel mehr als auf den Text/Inhalt. Stimmen sind für mich sehr wichtig, sie entscheiden darüber, wie sympathisch ein Mensch mir ist, wie lange/oft ich ihm zuhören kann, wenn ich das kann. In der Vergangenheit gab es durchaus Menschen, die ich mit der Zeit gemieden habe, weil ihre Stimme/Stimmlage eine Aversion in mir hervorgerufen hat. Ich konnte ihnen am Telefon nicht zuhören, ohne mich zu zwingen.

Bei Musik ist es genauso. Es gibt Bands, die höre ich gerne, weil sie zu einer bestimmten Laune von mir passen. Ich mag sie, weil:
♣ ihre Lieder melodisch sind, sich gut anhören oder
♣ sie wunderbare Texte haben, die zu einer bestimmten Stimmung passen oder
♣ idealerweise - passt beides: Melodie und Text.
Doch eine Ausnahme gibt es: Melodie + Text passen, aber die Stimme ist … zuviel für meine Ohren. Diese Ausnahmen heißen z.B Peter Gabriel, Jimmy Sommerville und eine zeitlang Cindy Lauper. Letzte kann ich mittlerweile ertragen, ohne dass mir die Ohren bluten.

Doch es gibt EINE Stimme in diesem Universum, die kann ich IMMER hören. Wenn ich traurig bin und wenn ich glücklich bin, wenn die Welt zusammenbricht und ich im Lotto gewinne, wenn ich entspannt bin und wenn ich unter Stress stehe. Wenn der Tod auf der Schwelle steht und wenn ein neues Leben geboren wird. Wenn eine Beziehung beginnt und wenn sie endet. Wenn er Schlager singt, aus der Zeitung vorliest, Rezepte rezitiert oder Dünnschiss labert - HAUPTSACHE er spricht! Die Rede ist von … Barry White. Wenn ich SEINE Stimme höre, werden meine Beine etwas weicher, der Körper etwas biegsamer, die Hüfte etwas lockerer, das Becken etwas heißer und die Gänsehaut etwas intensiver. Wenn ich die Stimme von Barry White höre, ist die Welt für mich … in Ordnung.

Nun gibt es einen Mann, dessen Stimme der von GODFATHER-OF-HEAVENLY-SEXY-VOICE-BARRY-WHITE-Himself verdammt ähnelt:
Mario Biondi

DAS ist Acoustic Sex :eek: Er kommt niemals an Barry, aber er ist verdammt nah dran.

Welche Sinne sind bei euch am meisten ausgeprägt? Seid ihr eher visuell gesteuert?
Welche Stimme macht euch die Hösken nass zieht euch die Schuhe aus?

25. Januar 2008 | Autor: Meg

Frau Meg Seelenvogel und Herr ElMar Schatz möchten gerne für eine Woche verreisen.

In der Zeit wird - äusserst hoffentlich - die liebe Frau Murmel dieses Etablissement weiterführen.

Gründe für den Urlaub:

  • ich möchte eine internet-handy-freie Zeit, die ich ausschliesslich mir selbst und meiner großen Liebe widmen
  • ich möchte eine Menge Bilder machen (auch für euch)
  • ich möchte viel Sport machen und das Immunsystem stärken, auf dass es den Kampf mit der Birke aufnehmen kann
  • ich möchte mehr ICH-bezogen werden - klingt vielleicht komisch, immerhin betreibe ich ein Blog, in dem ich mich jeden Tag profilieren kann, nicht wahr? Ich möchte aber die innere Stimme wieder besser hören, es ist so laut geworden um mich herum

Darf ich? ;)

P.S. Nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht: Ich fahre SO oder SO! :mrgreen: Auch wenn der doofe StoiBär sich lustig über mich macht :twisted:

Flüstermodus: Bei ihm würde keiner merken, wenn er weg ist ;)

Falls hier ein böser Mensch liest: das Haus ist gesichert. Alle Nachbarn alarmiert. Die Türklinke steht unter Strom. 

22. Januar 2008 | Autor: Meg

Oma sagte immer: “Kind, nicht mal der Tod ist kostenlos” und sparte für ihre Beerdigung. Ich fand das makaber und wollte mich nicht damit beschäftigen. Mama sagte “Gut, dass die Oma gespart hatte, so eine Beerdigung ist teuer”. Das stimmte. Klar. Alles ist teuer geworden.

2007 steig die Inflationsrate um 2,2%, Strom und Nahrungsmittel sind die Inflationstreiber. Ob es daran liegt, dass und die Chinesen alles vor der Nase wegkaufen? All die Milch, dabei sind sie doch alle “latcose intolerant”, verdammt nochmal! Gut, die wahre Inflation kennt kein Mensch, das Marktgeschehen ist zu komplex, als dass es einer erfassen könnte. Dennoch müssen wir keine Wirtschaftsexperten sein und am Ende des Geldes zu merken, dass noch einige Tage des Monats übrig sind.
Butter ist um 19,1% teurer geworden. Mehl um 15,4%, Milch um 10,3%, O-Saft um 12,1%, Stangespargel (Dose) um 12,8%, Zwiebeln um 17,8%, usw, usw. Nicht jede Preiserhöhung wir derart in der Presse breit kommuniziert wie die Erhöhung des Milchpreises und nicht jeder Preiserhöhung fällt uns sofort auf. Doch wir merken, dass wir mit dem Haushaltsgeld schon lange nicht mehr so weit kommen, wie vor 2 Jahren, z.B.

Während Lebensmittel und Energie teurer werden, haben z.B. Computer um 25% an Preis verloren. Fernseher um 20%, Monitore um 14,4% … Wir können uns im Fernsehen und am Computer anschauen, wie all die schönen Dinge aussehen, die wir uns bald nicht mehr (ohne Weiteres) leisten können.

Bei den Obst- und Gemüse-Preisen frage ich mich ernsthaft, wie es Hartz IV-Familien schaffen sollen, JEDEN Tag mind. 2 Einheiten auf den Tisch zu bekommen. Frisch.

Welche Preiserhöhung ist euch (bewusst) aufgefallen?
Hinweis: Die %-Angaben basieren auf Daten vom stat. Bundesamt, Quelle: Welt kompakt.

17. Januar 2008 | Autor: Meg

Das Jahr 2008 hat wunderbar angefangen. Kein Grund zu Besorgnis, kein Grund, um die Stirn in Falten zu legen. Dennoch: seit ich als kleine Mädchen mit meinem Opa Mühle und Dame gespielt habe, habe ich gelernt, mind. 2-3 Züge im Voraus zu planen und auch zu denken. Meine innere Stimme würde zum Glück auch nicht anderes zulassen, weshalb ich mir seit einigen Tagen die ein oder anderen Gedanken mache.

Gestern habe ich einen interessanten Artikel in meiner Lieblings-Zeitschrift “emotion” gelesen, es geht um Maslows Bedürfnispyramide. Bitte nicht verwechseln mit dem Pawlow, seinen Hunden und Theorien, das ist eine andere “Baustelle”. Ich weiß nicht, wer von euch in der Schule Sozialwissenschaften hatte oder sich mit etwas Psychologie beschäftigt hat: die Bedürfnispyramide symbolisiert - wie der Name schon sagt - die Hierarchie der Bedürfnisse. Es ist so ähnlich, wie diese Fress-Pyramide, wo wie leckersten Sachen die am ungesündesten sind immer ganz oben stehen, weil man davon am wenigsten essen darf. So ähnlich ist es auch bei Herrn Maslow. Unten (also am meisten davon) befinden sich die Grundbedürfnisse (Nahrung, Kleidung, etc.) und nach oben hin wird es immer weniger. Ganz oben steht der Luxus.

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15. Januar 2008 | Autor: Meg

Während ich in den Staaten lebte, profitiere ich sehr oft von der Faulheit der Amerikaner, die große Klasse darin sind, Dinge zu erfinden, die das Meistern des Alltags sehr erleichtern und die eigene Bewegung auf das Mindeste reduzieren. Man kann alles telefonisch/via Internet nach Hause bestellen und liefern lassen, die Briefe/Post frankieren und abholen lassen. Die Wäsche wird bei Bedarf auch abgeholt und gewaschen + gebügelt nach zurück gebracht. Das klingt nach Luxus, doch soviel kostet es nicht und immerhin spart man auf der anderen Seite eine Menge Geld, die man sonst z.B. für Schuhe, nette Anziehsachen, Parties, Kino, Café- und Restaurant-Besuche, etc. ausgegeben hätte. Neue Schuhe und Klamotten braucht man nicht, denn man geht selten vor die Tür und wenn man BBQ gemacht wird und Leute eingeladen werden, dann trägt man eh nur Jogging-Anzug und zeigt Maurer-Dekoletté.

Als ich dort lebte, hatte ich kleine Kinder zu betreuen und musste den Alltag mit ihnen meistern, was mir in 99,9% der Fälle auch gut gelang. Über das 0,1% werde ich ein anderes Mal berichten. Am besten fand ich die ganzen “drive in”-services, denn bevor ich beide Kinder aus den Kindersitzen geschält habe und sie danach wieder in den Wagen verfrachtet, angeschnallt und zufrieden gestellt hatte, war es doch einfacher das Fenster runterzulassen und die Geschäfte so zu erledigen. Post am Schalter aufgeben und erledigen, Geld abheben, einzahlen, Überweisungen tätigen, Checks einlösen. Nicht etwa mit einem Automaten, nein … an jedem Fensterchen eines drive-in oder drive-thru saß ein richtiger Mensch.

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13. Januar 2008 | Autor: Meg

Bereits vor einigen Jahren bin ich aus der kath. Kirche ausgetreten. Nicht, weil ich nicht mehr glaube, sondern weil ich mit der Institution Kirche, mit dem Weltunternehmen, der Politik nichts mehr anfangen kann. Mein Entschluss wurde unabhängig davon getroffen, dass ich an Gott glaube, wenn auch nicht unbedingt an den alten, bärtigen Mann, der auf einer Wolke sitzt. Doch der Mensch braucht einen Glauben, um leben zu können. Man kann nicht nicht glauben.
Bei 1Live gibt es in (un)regelmäßigen Abständen “Das Wort der katholischen/evangelischen Kirche” zu hören. Junge Menschen sprechen über Gott, bzw. darüber, wie sie Gott im Alltag sehen, wie er ihnen “erscheint”, wie sie die Sache mit dem Glauben handhaben. Seit einigen Tagen höre ich immer wieder den Namen Florian Sobetzko. Er hat eine wunderbare Stimme, die allerdings etwas … hochnäsig klingt. Deshalb bin ich vermutlich überhaupt auf ihn aufmerksam geworden.

Bei dem letzten Beitrag bin ich sehr hellhörig geworden und habe daraufhin eine E-Mail an 1Live geschickt, weil ich den Text haben wollte, ihn euch zeigen wollte, er hat mich berührt:

Mein Freund Christian ist Seelsorger in einem Altenheim. Jede Woche feiert er dort Gottesdienst mit alten und dementen Menschen, von denen viele nicht mehr wissen, wo sie sind, wo sie herkommen oder wie sie heißen. Sie haben es einfach vergessen.

Christian spricht Segensworte und Gebetsformeln, und die Alten, die sich sonst kaum noch was merken können, antworten präzise und aus vollem Herzen. Sie singen ohne Gesangbuch auswendig uralte Lieder über Gott und Christus, die Jungfrau Maria… …und ich sehe das Glück in ihren Augen.

Während er mit ihnen singt und betet, das Gotteslob in der linken, wischt er mit der Rechten einer Frau liebevoll die Tränen ab und zieht genau so selbstverständlich einem verwirrten Herrn die Hose wieder hoch, ohne dass jemand etwas davon bemerkt.

Ich sitze bewegt daneben und muss schweigen, weil ich die Lieder nicht kenne und wohl vor Rührung eh nicht mitsingen könnte.

Als ich später daran zurückdenke, frage ich mich, wie es mir wohl im hohen Alter ergehen wird:
Wer wird meine Tränen abwischen, wenn ich nicht mehr weiß, wie ich heiße? Wer wird mich beim Namen nennen, den ich selbst nicht mehr kenne? und wer wird mit mir “The River” von Bruce Springsteen singen, wenn ich sonst nichts mehr auswendig weiß?
Florian Sobetzko, Aachen
Quelle


Für viele Menschen, die alt und alleine/einsam sind, ist die Kriche oftmals die letzte Hoffnung. Ich freue mich sehr darüber, wenn ich mitbekomme, dass es Menschen gibt, die ihren Glauben (an was auch immer) dazu verwenden, anderen Menschen zu helfen.
Schönen Sonntag :)

31. Dezember 2007 | Autor: Meg

Ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende zu und ich werde das Gefühl nicht los, dass irgendwann jemand einen Schalter umgelegt hat, der dafür sorgt, dass die Stunden, Tage, Wochen und Monate schneller an einem vorbeiziehen, als es früher der Fall war. Liegt es daran, dass man das Gefühl für die Zeit anders wertet oder empfindet? Schaue ich mir das Blog an, habe ich das Gefühl, wir schreiben schon seit JAHREN zusammen, doch die meisten von euch sind erst 2007 zu den Seelenvögeln gestoßen und was machen wir? Wir schreiben uns Postkarten, schicken uns kleine Aufmerksamkeiten, pflegen Freundschaften. Ich finde das wunderbar, wenn auch sehr schnelllebig.

Es gibt Millionen von Blogs auf der Welt und viele von ihnen sind austauschbar, viele sind – auch in meinen Augen – sinnfrei, Blogs, die die Welt nicht braucht, weil sie nicht von der Aktualität leben, weil sie nicht authentisch sind, weil ihnen ein Gesicht, ein Name, ein Mensch dahinter fehlt.

Ich freu mich darüber, dass ich zu euren Namen/Blogs/Geschichten einen Namen habe, ein Gesicht habe, eine Vorgeschichte habe.

1997 (vor 10 Jahren erst …) habe ich gelernt, was Internet ist. Ich richtete mir damals einen Yahoo-Account ein und da ich in den Staaten lebte, loggte ich mich in einen deutschen Chat ein. Das war der Anfang. Ein Chat. Sehr anonym, sehr gemein, voller Lügen, falscher Identitäten, Wunschdenken und Märchengestalten. Hinter dem Vorhang der Anonymität konnte jede Null eine Persönlichkeit spielen. Mehr oder weniger.

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