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4. März 2008 | Autor: Meg

von perfekt glatten Beinen!
Nun, wenn ich aus dem Fenster schaue, kommt mir der Gedanke an das letzte Jahr: War das schon der Frühsommer? Seit 2 Tagen regnet und stürmt es. Die Röcke können im Schrank bleiben. Die Beine können noch weiterhin ihrem Winterschlaf frönen - nicht? Keine Chance. Sowas habe ich mir erlaubt, als ich noch Single war. Schließlich stehe ich auch nicht drauf, wenn mein geliebter Geliebter die zarte und empfindliche Haut in meinem Gesicht und an meinen Oberschenkeln mit seinem kratzigen 4-Tage-Bart wund scheuert. Gut, ich rasiere nicht jeden Tag alles, zum einen, weil es so schnell nicht wächst und zum anderen, weil es einfach ARBEIT ist. Ich möchte unter der Dusche entspannen oder in der Badewanne. Und nicht arbeiten.

Also nahm ich etwas Geld in die Hand und wollte geübte Menschen an meine überflüssige Körperbehaarung lassen, auf dass sie diese für einige Monate entfernen.
Dazu musste ich erst die Haare an den Beinen auf einige Millimeter züchten. Je länger sie sind, desto besser lassen sie sich … entwachsen.
Männer sollten nicht weiter lesen, das ist nichts für weicheiige zarte Gemüter.
Heißer Wachs. Kalt ist für Bübchen. Pah! Leider machte die Profi-Entwachserin einen Fehler: Sie kündigte AN, wenn sie einen Streifen abzog. Somit hatte mein Hirn genug Zeit alles auf Alarm zu stellen und ANGST im Körper zu streuen. Verdammter Mist. Ich bat sie, dies zu unterlassen, mir ein Schnitzel ans Ohr zu labern und mich zu foltern, ohne Ankündigung. Nach 3-4 Streifen war der Rest PillePalle und ich war fast traurig, als sie fertig war.
Die Beine bestanden JEDEN Seidentuch-Test. Glatt, haarlos - für die kommenden Wochen. Danach kam die Scham.
Heißes Wachs. Ich erspare euch die Einzelheiten.
[Die ersten Männer fallen in Ohnmacht. Ja, man kann auch das Gehänge entwachsen ... !]

Dabei ist das alles sehr harmlos. Früher … früher war alles anders:
4000 Jahre vor Christus wurden die lästigen Härchen mit Muschelschalen und Steinen von den Beinen geschabt. 1500 v.Chr. wurden die Haare mit Hilfe eines Fadens entfernt oder - wenn man Geld hatte - einzeln mit einer Pinzette entfernt. Was für ein elender job!
500 n. Chr. rissen sich die Ägypterinnen die Haare mit Pech aus.
Im Mittelalter standen die Frauen angeblich auch auf glatte Beine und ließen sich die Haare mit einer Tinktur aus gebranntem Ätzkalk, Öl und Wasser entfernen.
Doch noch schlimmer finde ich den EPILATOR! Aua.

Egal welcher Methode Frau sich bedient: Haare gehören auf den Kopf und als Wimpern und Augenbrauen ins Gesicht. Sonst sollten sie … nicht vorhanden sein.
Ich lasse mal wieder … wachsen, damit ich (ent)wachsen lassen kann. [Noch ein Beispiel dafür, wie bescheuert die dt. Sprache ist]