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11. Oktober 2008 | Autor: Meg

Mir wird schlecht, wenn ich daran denken, wie schnell die Zeit vergeht. An sich müsste mir ständig übel sein, so schnell, wie sich die Welt dreht. Eben noch habe ich Frau W. eine lange Nase gemacht, weil ich am Schokoladenbrunnen stand und schon ist das Jahr wieder vorbei und die neue eat’n’style in Köln steht vor der Tür. Auch dieses Jahr werden wir hingehen, uns die neuesten kulnarischen Trends und Entdeckungen anschauen, uns durchmampfen, Schokolade mit den merkwürdigsten Zutaten in uns stopfen, noch mehr über die Molekularküche staunen, außergewöhnliche Geschenke kaufen (@ Frau Tollsucht & Herr Ratte, keine Sorge, kein Lederpeitschen-Parfum mehr :blush: ), Anti-Streß-Süßigkeiten und schön machende Schokolade probieren … schlemmen, geniessen und noch glücklicher werden!

Und als Sahnehäubchen gibt es noch Herrn Mälzer zum “anfassen”. Ich freu mich darauf!
Hier findet ihr einige Bilder vom letzten Jahr.

6. Dezember 2007 | Autor: Meg

Wie kitschig darf Weihnachten überhaupt sein? Tischläufer mit aufgestickten Tieren in Goldflitter? Weihnachtssterne en masse auf jeder Fensterbank? Wann ist die Grenze des guten Geschmacks überschritten?
Sind Gerichte wie Thunfisch an Wasabi-Schaum, Sushi und Finger-Food ein adäquates Weihnachtsessen? Nichts gegen die neuesten kulinarischen Erfindungen und Kapriolen, ehrlich nicht, schließlich besuche ich auch gerne die eat’n’style, doch an Weihnachten verhänge ich für 72 Stunden den kulinarischen Ausnahmezustand, dann wird traditionell gegessen. Vorgestern hätte ich meine Mama küssen können (ging leider nicht, ich hatte sie am Telefon) als sie anrief und sagte: “Kind, dieses Jahr musste nicht wieder seufzend auf meinen Teller gucken, diesmal gibt es Karpfen-FILET!” Gejubelt habe ich, musste ich doch seit meinem 12. Lebensjahr die Gräten aus dem Karpfen selbst raus puhlen, weshalb meine Schwester und ich auf die Barrikaden stiegen und fortan Forellen-Filets verlangten (die kann man in der Filet-Form bezahlen, ein Karpfen-Filet für 6 Personen entspricht in etwa dem Gold-Wert).
Erst wenn ich die Gerüche der 7 Gänge in der Nase habe, kann ich oh-du-richtig-fröhlich werden. Wie ist denn das bei euch?

Schreibt ihr denn überhaupt noch Wunschzettel oder machen das nur Kinder? Sind wir nicht alle noch Kinder? Gut, man schreibt sie heutzutage nicht mehr, sie werden via E-Mail versendet mit dem “To whom it may concern”-Betreff und an den gesamten Verteiler oder man hofft, dass die guten Freunde den Wunschzettel online finden. Es ist utopisch anzunehmen, dass die Freunde in der konsumgeschwängerten Gesellschaft noch den detaillierten Überblick und Auge dafür haben, was wir uns schon seit Monaten oder Jahren wünschen. Freunde bekommen eine Wunschliste. Nur der Liebste, der sollte es wissen …

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