Heute habe ich die Spendierhosen an.
Stellt euch diese Clown-Hosen vor, die aussehen, als könnte man von oben eine Menge rein werfen. Oder die Hosen von Obelix, nur eben an mir. Gut, mein Hintern könnte mit seinem konkurrieren, der Bauch zum Glück nicht und auch sonst nichts. Diese Hosen trage ich heute und sie sind prall gefüllt.
Oh, Weihnachten steht zwar knapp vor der Tür, aber es dauert noch über 2 Monate, nicht wahr? Richtig. Ich habe Geschenke der anderen Art mit. Mein Blut - ich möchte Blut spenden, das habe ich natürlich nur metaphorisch in der Hose, ihr braucht euch jetzt kein Gemetzel vorzustellen.
Ah, und ich helfe bei der Aktion “Weihnachten im Schuhkarton”, indem ich Flyer an Freunde, Kollegen, Bekannte, Nachbarn verteile und sie bitte, ein paar Kleinigkeiten zu sammeln und ein Kind damit glücklich zu machen.
Ich biete meine Hilfe an, denn ich habe Kraft, Energie und das Bedürfnis etwas Gutes zu tun. Einfach so.
Selbstlos.
Immer gebe ich meine Portion Spinat, Rosenkohl und Lamm an andere ab - an jeden, der es haben möchte und wenn es um Arbeit geht, teile ich gerne. Sehr gerne. Oft so gerne, dass ich mit leeren Händen da stehe, weil ich selbstlos alles weggegeben habe.
Ich möchte euch in den Arm nehmen. Einfach so. Fühlt sich doch bestimmt gut an, oder? Ich würde eure Namen auf eine Fahne schreiben und diese am Straßenrand schwenken, wenn ihr einen Marathon lauft oder endlich mal den Arsch von der Couch bekommen habt, um euch etwas zu bewegen - so vor Weihnachten, bevor die fiesen Kalorien wieder zuschlagen.
Ich halte die Taschentuch-Box hin und werfe die vollgeheulten in den Mülleimer. Luft habe ich auch da, für das Fahrrad der Nachbarin, welches bald eiern wird, wenn sie da selbst nicht Luft reinpumpt. Ich trage die Zeitung rein, bevor der Nachbar sie nass zu lesen versucht und manchmal lasse ich doch noch den letzten Würfel Zucker in der Tüte, damit sich niemand darüber aufregen muss, dass wieder jemand den Zucker leer gemacht hat.


G:Sagt