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15. April 2008 | Autor: Meg

Paare reden ja angeblich nur 8 Minuten täglich miteinander. Dies ist aber nicht das Ergebnis einer 20-jährigen Ehe, nein, dieser “Zustand” soll sich schon nach einem Jahr Beziehung breitmachen.Eigentlich kann ich das gar nicht glauben. Ich betreibe ja schon mehr tägliche Konversation mit Rechner oder Auto, auch wenn diese Diskussion recht einseitig bleibt. Aber jedesmal, wenn ich in einem Restaurant, Café oder in einer Eisdiele sitze und anfange fremde Menschen zu beobachten, bin ich wirklich erschrocken, wie ruhig es da zum größten Teil ist. Ich habe schon Pärchen am Nebentisch erlebt, die sich über eine Stunde gegenüber sitzen, bestellen, essen, trinken, bezahlen aber nicht ein Wort miteinander wechseln.

Murmel und ich haben die Beobachtung bereits einige Male im Urlaub gemacht. Während wir ständig am erzählen sind, sitzen um uns herum Paare, die - außer um die Bestellung aufzugeben - den Mund nicht aufmachen.

Ich befürchte, dass in diesen theoretischen 8 Minuten Gespräche wie “Wo ist mein roter Pullover?” oder auch “Warum hast du den Müll nicht rausgebracht?” oder “Warum kannst du nie den Klodeckel runter machen?” mit inbegriffen sind. Traurig eigentlich, dass sich so viele Menschen nichts zu sagen haben…
Eine Frau verbrät täglich bis zu 40.000 Wörter. Oder sie bloggt?
Bitte, nicht falsch verstehen. Ich komme auf meine Kosten, denn wir kommen auf mehr als 8 Minuten, aber es stimmt schon, dass es weniger wird. Dafür quasseln wir im Urlaub, an den Wochenenden, wenn wir unterwegs sind und die Welt entdecken. Und da geht es nicht ausschließlich darum, was man abends kochen soll. Derzeit sprechen wir verstärkt darüber, wie ich es schaffen soll, 3 Stunden auf dem Motorrad zu sitzen und zu fahren. Ohne Führerschein.

Schlimmer wird das, wenn beide viel Zeit vor dem Rechner verbringen. Wie ist das bei euch?

Ich werde jetzt 2 Tage zuhören. Nicht reden, nicht bloggen. Zuhören. Bis Freitag! :)

Unterhaltet mich bitte, denn lesen kann ich! :mrgreen:

6. Dezember 2007 | Autor: Meg

Wie kitschig darf Weihnachten überhaupt sein? Tischläufer mit aufgestickten Tieren in Goldflitter? Weihnachtssterne en masse auf jeder Fensterbank? Wann ist die Grenze des guten Geschmacks überschritten?
Sind Gerichte wie Thunfisch an Wasabi-Schaum, Sushi und Finger-Food ein adäquates Weihnachtsessen? Nichts gegen die neuesten kulinarischen Erfindungen und Kapriolen, ehrlich nicht, schließlich besuche ich auch gerne die eat’n’style, doch an Weihnachten verhänge ich für 72 Stunden den kulinarischen Ausnahmezustand, dann wird traditionell gegessen. Vorgestern hätte ich meine Mama küssen können (ging leider nicht, ich hatte sie am Telefon) als sie anrief und sagte: “Kind, dieses Jahr musste nicht wieder seufzend auf meinen Teller gucken, diesmal gibt es Karpfen-FILET!” Gejubelt habe ich, musste ich doch seit meinem 12. Lebensjahr die Gräten aus dem Karpfen selbst raus puhlen, weshalb meine Schwester und ich auf die Barrikaden stiegen und fortan Forellen-Filets verlangten (die kann man in der Filet-Form bezahlen, ein Karpfen-Filet für 6 Personen entspricht in etwa dem Gold-Wert).
Erst wenn ich die Gerüche der 7 Gänge in der Nase habe, kann ich oh-du-richtig-fröhlich werden. Wie ist denn das bei euch?

Schreibt ihr denn überhaupt noch Wunschzettel oder machen das nur Kinder? Sind wir nicht alle noch Kinder? Gut, man schreibt sie heutzutage nicht mehr, sie werden via E-Mail versendet mit dem “To whom it may concern”-Betreff und an den gesamten Verteiler oder man hofft, dass die guten Freunde den Wunschzettel online finden. Es ist utopisch anzunehmen, dass die Freunde in der konsumgeschwängerten Gesellschaft noch den detaillierten Überblick und Auge dafür haben, was wir uns schon seit Monaten oder Jahren wünschen. Freunde bekommen eine Wunschliste. Nur der Liebste, der sollte es wissen …

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4. Dezember 2007 | Autor: Meg

Täschchen


Ihr fragt euch, was das ist?

Ich lasse euch noch einen Moment zappeln.

Die Abende werden immer länger, da sie immer früher anfangen. Logisch, nicht wahr?
Draussen ist es ungemütlich, es regnet, überall liegt Laub und die Ausrutschgefahr ist so hoch, wie nie zuvor.
Was sollte man als Frau also sonst machen, ausser sich einen leckeren Tee zu machen, die Stricknadeln aus der Schublade zu holen und zu stricken, häkeln, tuften oder unterwassermundklöppeln.
Und damit nicht immer ein oller Pullover, Schal oder Socken daraus werden, könnte man doch so ein nettes Täschchen machen.
Was könnte man in so ein Täschchen reintun?



Richtig.
Einen Vibrator.
Denn dafür ist das Täschchen da.

:)

Und wer eine Strickanleitung möchte: Vibrator-Täschchen
Ich bin sicher, daß das eine wundervolle Gelegenheit ist, sein Weihnachtsbudget aufzustocken, indem man diese Dinger in Massen herstellt und bei eBay einstellt :)

Highlight of the day: ElMar’s coming home

Lowlight of the day: … und wenn Du glaubst, es geht nicht mehr, rumort der Darm gleich noch viel mehr …