Tag-Archive for » Schneewittchen «

23. Juli 2008 | Autor: Meg

Verdammt. Verdammt. Verdammt.
So eine Weichei-Prinzessin, dachte ich, als ich das Ergebnis sah. Die hat doch nur Erbsen gezählt, sich einen Schuh angezogen und fertig war sie. Nichts heldenhaftes. Rein gar nichts.

Und dann las ich:

Tief in Ihrem Inneren Fashion-Victime, haben Sie eine ganz persönliche Art, um Ihren Glamour-Instinkt zur Schau zu stellen. Schönheit ist keine Vernunftsache und Sie stehen auf Luxus. Geduld ist eine Ihrer großen Stärken, Sie wissen genau, dass überstürztes Handeln nichts bringt. Jedoch geben Sie Ihre wahre Persönlichkeit dabei nie auf. Sie lassen sich dank Ihrer wunderbaren Anpassungsgabe nicht gehen, auch in schwierigen Zeiten reissen Sie sich zusammen.

Unsere Tipps: Machen Ihnen Verpflichtungen oder die Suche nach dem Traumprinz schwer zu schaffen, denken Sie daran Ihre Geheimnisse zu pflegen. Ganz wie Aschenputtel, die Ihr Ballkleid heimlich trug. Sie können sich auch für eine gewisse Zeit vor den sozialen Kreisen oder einer Liebesbeziehung zurückziehen. Ganz einfach um wieder zu sich selbst zu finden, in Harmonie mit der Schönheit.

“In Harmonie mit der Schönheit”? Danach soll ich suchen? Heimlich peinliche Fummel tragen?

Ich sag doch, Weichei-Prinzessin. Da habe ich lieber eine goldene Aura.

via Frau Prinzessin Schneewittchen!

30. November 2007 | Autor: Meg

Die Deutschen lieben Märchen. Nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen. Als Kind habe ich Hans Christian Andersen sehr, sehr geliebt. Mein allerliebstes Lieblingsmärchen ist nach wie vor “Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern”
Zu dem Zeitpunkt kannte ich die Gebrüder Grimm gar nicht, leider weiß ich nicht, woran das lag, ob die Bücher nicht den weiten Weg in den tiefsten Osten fanden oder die Geschichten nicht gegen Andersen anstinken konnten, doch ich weiß, daß es irgendwann jeden Abend eine Radiosendung gab, in der ein Märchen in 10-Minuten-Abschnitten vorgelesen wurde. Das Besondere an diesem Hörspiel war, dass es nicht nur einen Sprecher gab, sondern jeder Charakter hatte eine eigene. Es war eine Zeit, in der ich - ohne, dass Mama mich ermahnen musste - pünktlich vom Spielen zuhause war, gewaschen, gestriegelt, im Pyjama und im Bett. Herrlich, diese Abende, an denen die kindliche Phantasie auf Reisen ging. Angeregt durch die wunderbaren Märchen, wurde die Phantasie angespornt, uns aus dem Kinderzimmer in eine phantasievolle Welt zu tragen. Ich erinnere mich wie heute an die gestärkte Bettwäsche, das Knistern und Knattern des alten Radios, das Herzklopfen, wenn es düster wurde und die dramatische Melodie in “Das hässliche Entlein” gipfelte.
weiterlesen…