Tag-Archive for » singen «

12. August 2008 | Autor: Meg

am laufenden Band. Mein iTunes glüht, bezaubernde, kraftvolle, wunderbare Frauenstimmen dröhnen, lächeln, summen, singen …

Ich komme aus dem Strahlen nicht mehr raus, wenn ich

A Fine Frenzy - You picked me

Amy MacDonald - Mr Rock’n'Roll

Gabriella Cilmi - Sweet about me

Oder Maria Mena - I miss you love höre.

7. Juli 2008 | Autor: Meg

Andi wollte schon immer mal Millionär werden. Frau James ebenfalls. Einige andere wollten Zahnarzt- oder Spielerfrauen werden. Dieser Beitrag gilt allen, die schon immer mal berühmt, beliebt und reich werden wollten. Und zwar in der Musik-Szene, als Rock-Star oder HipHopper oder Rapper … Ich gebe zu, dass ich auch bereits darüber nachgedacht habe und das obwohl ich nicht singen kann. Ich spiele auch kein einziges Instrument, aber dafür kann ich in ganzen Sätzen sprechen, bin in der Lage Synonyme zu verwenden und Füllwörter zu vermeiden. Das prädestiniert mich quasi als Männerdschärin.

Gut, ich werde nicht mit Teddybären und Unterwäsche beworfen - in einigen Fällen kann ich mich wohl glücklich schätzen, keinen Steiff-Bär ins Auge zu bekommen oder getragene Höschen vom Kopf zu werfen. Man wird allerdings auch nie etwas nach mir benennen, oder kennt ihr einen Musik-Manager nach dem eine Straße oder gar ein Gebäude, ein Fluss oder wenigstens ein Muffin benannt wurde? VW hat mal all seine Autos nach Bands benannt. Aber einen Golf Gyver wird es wohl niemals geben. Nicht mal ein Mofa.
Ich spreche allerdings hier nicht von diesen widerlichen Boy-Groups: jeweils vier bis sechs junge Ärsche, die geschult wurden, selbige immer gleichzeitig von links nach rechts zu schieben und sich nie das Hemd zuzuknöpfen. Einzige Bewerbungskriterien: Sie müssen blöd genug sein, absolut jeden Scheiß mit sich machen lassen und zusammen auf ein Bravo-Poster passen. Ob die sich dann “Leck That”,”Kack in the Eck” oder “Brains Apart” nennen, ist vollkommen egal. Hauptsache, sie fallen beim Tanzen nicht allzu oft hin.
weiterlesen…

12. Mai 2008 | Autor: Meg

Wenn man Pfingstmontag gegen 21 Uhr durch die Rhein- und Sieg-Auen auf dem Super-Bike düst und von vielen Leuten erstaunt angeschaut wird, dann hat man ca. 1 Std. Zeit sich darüber Gedanken zu machen, woran das liegen könnte.

An der komischen Brille, mit der man ein wenig aussieht wie Bono, die aber den tollen Effekt hat, all das Viechzeug aus den Augen zu halten und die Dämmerung etwas heller macht? Oder an dem knallroten Kopf, der bei jedem Arzt den ununterdrückbaren Drang den Schlaganfall-Wagen zu rufen weckt? Vielleicht an dem lauten Singen von tollen Disturbed oder P.O.D.-Liedern oder gar an dem Affen-Tempo, mit dem man an den glotzenden Leuten düst?

Zuhause vor dem Spiegel wird das Geheimnis dann gelüftet … es liegt am weiterlesen…

10. April 2008 | Autor: Meg

Vor einigen Tagen waren wir bei ElMars Bruder, der Geburtstag gefeiert hatte. Er hat 3 Kinder, der Älteste ist dieses Jahr 14 geworden. Wie das bei Gesprächen zwischen kinderlosen und kinder”reichen” Paaren mit Kindern im Teenager-Alter so ist, wir landeten irgendwann zwangsläufig bei dem Thema Aufklärung von Kindern, Sexualität, etc. Während man darüber diskutierte, wer für die Aufklärung von Kindern verantwortlich ist, wann diese statt zu finden habe und was genau aufgeklärt werden sollte, machte ich mir meine Gedanken darüber, wie ich aufgeklärt wurde. Frau W. hatte das Thema ebenfalls vor einigen Tagen und dort schrieb ich: Als ich 8 war (also 1 Jahr vor der 1. Beichte) haben wir bei einer Freundin die einen Videospieler hatte (sowas war damals so rar wie Bananen und echte Schokolade) einen Bum*i geguckt.
Mir wurde übel.
Auf dem Weg nach Hause wurde mir erst schlagartig bewusst, was ich da gesehen hatte und ich habe mich neben den Polski Fiat 126p der Schulhausmeisters erbrochen. Als ich das nächste Mal “Geräusche” aus dem Zimmer meiner Eltern hörte, fing ich ganz laut an zu singen …  :???:  …

Wenn ich jetzt darüber nachdenke, dann war das tatsächlich mein erster “Kontakt” zur menschlichen Sexualität. Warum menschlicher? Nun, ich bin sehr ländlich aufgewachsen und habe gesehen, wie diverse Tier-Babies auf die Welt gekommen sind und auch wie Kühe gedeckt wurden, dennoch mochte ich damals keine Verbindung zu Menschen herstellen. Als ich 3 Jahre alt war, kam meine Schwester auf die Welt und ich bin sicher, dass ich auch irgendwelche Geschichten von Störchen erzählt bekommen habe, sicherlich wunderte ich mich auch darüber, wie der Storch das Baby aus Mamas Bauch bekommen hat, um es zu uns zu bringen, doch es interessierte mich nicht weiter. In der Schule wurde nicht aufgeklärt. Meine Eltern kümmerten sich auch nicht darum. Warum? Ich schätze, dass damals Kinder noch die Möglichkeit hatten, lange Kinder sein zu dürfen. Es bestand keine Notwendigkeit, ein Kind darüber aufzuklären, wie man schwanger werden oder wie man das vermeiden konnte. Alles war entspannt. Ich kannte niemanden im Dorf, der minderjährig Mutter geworden wäre.

Dann kam ich nach Deutschland, in die 6. Klasse und plötzlich sah ich mich mit der Sexualität konfrontiert: Im Religionsunterricht sprachen wir über Verhütung und über Abtreibung. Es war kein gesund aufklärender Unterricht, sondern die beliebte Schockmethode á la: Willst Du mit 14 Jahren Dein Leben quasi an den Nagel hängen oder gar zur Mörderin werden, indem Du abtreibst? Alle Mädchen lasen mit feuchten Augen das “Tagebuch eines Ungeborenen” und sympathisierten mit dem (später abgetriebenen) Baby und nicht mit dem Mädchen. Und den Jungs ging es am sprießenden Sack vorbei.

weiterlesen…

29. März 2008 | Autor: Meg

Oh. Kompromittierendes Thema, bin ich doch selbst ein Geschwindigkeitsjunkie. Ich liebe hohe Geschwindigkeiten, fahre gerne sehr schnell, fahre gerne hoch und schnell (Achterbahnen). Genieße den Rausch, gierig sauge ich den Cocktail aus Adrenalin und Oxytocin in mir auf. Nicht selten singe ich dabei auch noch laut. Singen löst - laut neuesten Forschungsergebnissen - ähnliche Gefühle wie Sex oder Essen aus. Ein Glückshormon wird ausgeschüttet, die Konzentration von Hormonen, die aggressiver und streßanfälliger machen (Testosteron :mrgreen: und Cortison) sinkt. Und einen weiteren Vorteil hat es: Im Auto störe ich niemanden damit und kann mir einbilden, eine unglaublich tolle Stimme zu haben.

Warum das Thema kompromittierend ist? Nun, hier geht es um eine neue Kampagne, die da “Runter vom Gas” heißt. Der Name sagt schon aus, worum es geht: Raser auf unseren Straßen zu bremsen. Mit den tollen Plakaten, die wir von den Autobahnen kennen “Raser haben einen Kleinen” ist es wohl nicht gelungen. Nun möchte man schocken. Denn man hat gelernt: Erst, wenn man die Leute aufrüttelt, hören sie einem zu. Doch was schockt heute noch einen abgebrühten Bürger, der sich an Ostern 10 Horrorfilme reinzieht?

Das vielleicht? -> TV-Spot zu “Runter vom Gas”.

Ich hoffe es. Klickt auf den link, fahrt mit der Maus über die Bilder, sagt mir, was ihr denkt.

Ich wünsche derweil ein schönes WE und werde mir mit Frau Murmel und Brother Louie ein schönes machen :)

13. Januar 2008 | Autor: Meg

Bereits vor einigen Jahren bin ich aus der kath. Kirche ausgetreten. Nicht, weil ich nicht mehr glaube, sondern weil ich mit der Institution Kirche, mit dem Weltunternehmen, der Politik nichts mehr anfangen kann. Mein Entschluss wurde unabhängig davon getroffen, dass ich an Gott glaube, wenn auch nicht unbedingt an den alten, bärtigen Mann, der auf einer Wolke sitzt. Doch der Mensch braucht einen Glauben, um leben zu können. Man kann nicht nicht glauben.
Bei 1Live gibt es in (un)regelmäßigen Abständen “Das Wort der katholischen/evangelischen Kirche” zu hören. Junge Menschen sprechen über Gott, bzw. darüber, wie sie Gott im Alltag sehen, wie er ihnen “erscheint”, wie sie die Sache mit dem Glauben handhaben. Seit einigen Tagen höre ich immer wieder den Namen Florian Sobetzko. Er hat eine wunderbare Stimme, die allerdings etwas … hochnäsig klingt. Deshalb bin ich vermutlich überhaupt auf ihn aufmerksam geworden.

Bei dem letzten Beitrag bin ich sehr hellhörig geworden und habe daraufhin eine E-Mail an 1Live geschickt, weil ich den Text haben wollte, ihn euch zeigen wollte, er hat mich berührt:

Mein Freund Christian ist Seelsorger in einem Altenheim. Jede Woche feiert er dort Gottesdienst mit alten und dementen Menschen, von denen viele nicht mehr wissen, wo sie sind, wo sie herkommen oder wie sie heißen. Sie haben es einfach vergessen.

Christian spricht Segensworte und Gebetsformeln, und die Alten, die sich sonst kaum noch was merken können, antworten präzise und aus vollem Herzen. Sie singen ohne Gesangbuch auswendig uralte Lieder über Gott und Christus, die Jungfrau Maria… …und ich sehe das Glück in ihren Augen.

Während er mit ihnen singt und betet, das Gotteslob in der linken, wischt er mit der Rechten einer Frau liebevoll die Tränen ab und zieht genau so selbstverständlich einem verwirrten Herrn die Hose wieder hoch, ohne dass jemand etwas davon bemerkt.

Ich sitze bewegt daneben und muss schweigen, weil ich die Lieder nicht kenne und wohl vor Rührung eh nicht mitsingen könnte.

Als ich später daran zurückdenke, frage ich mich, wie es mir wohl im hohen Alter ergehen wird:
Wer wird meine Tränen abwischen, wenn ich nicht mehr weiß, wie ich heiße? Wer wird mich beim Namen nennen, den ich selbst nicht mehr kenne? und wer wird mit mir “The River” von Bruce Springsteen singen, wenn ich sonst nichts mehr auswendig weiß?
Florian Sobetzko, Aachen
Quelle


Für viele Menschen, die alt und alleine/einsam sind, ist die Kriche oftmals die letzte Hoffnung. Ich freue mich sehr darüber, wenn ich mitbekomme, dass es Menschen gibt, die ihren Glauben (an was auch immer) dazu verwenden, anderen Menschen zu helfen.
Schönen Sonntag :)

3. Dezember 2007 | Autor: Meg

Heute geht es mir leider nicht besonders gut. Ich werde gleich alleine in mein Bettchen krabbeln und mich an ElMars Kissen kuscheln. Morgen ist er ja wieder da. Doch glaubt bloß nicht, dass ich Weichei schwächel, weil meine (eindeutig) bessere Hälfte nicht da ist. Es hat eher mit meiner innigen Beziehung zu diversen Porzellanschüsseln zu tun.
Heute auf dem Weg nach Hause spielten sie Meat Loaf im Radio und mir schossen Tränen in die Augen, denn es war auch noch ein absolutes Lieblingslied von Herrn Fleischklops. Niemand schafft es so wunderbar wie er, Geschichten zu singen. Wochenlang haben wir im Englisch-Unterricht mit meiner vergötterten Frau König seine Texte auseinander genommen und die die Videos geschaut. Das war übrigens effektiver als Mr. Bean zu schauen, der recht … wortkarg ist.

Und mit meinem Lieblingslied von Meat Loaf sage ich heute Gute Nacht. Wenn ihr die Zeit findet, achtet bitte auch auf den Text. Zum Glück singen nicht alle nur von Kindergeburtstag und Eierkuchen. Oder so.