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13. Juni 2008 | Autor: Meg

Megfuzius sagt: Willsu ausschlafen, mussu Wecker ausmachen. :???:

Gerade habe ich geduscht, damit ich auch wirklich wach werde und mich wehren kann, wenn Leute mich in den Zoo sperren wollen. Gestern war ich nämlich bei Nicole. Nicole ist meine liebe Nachbarin und gleichzeitig Besitzerin eines Parfum-Hauses. Sie malte mir gestern meine Wimpern an, zupfte an meinen Augenbrauen und wir lachten sehr viel. Wir lachen immer viel.

Leider verrutschten dabei die Pads, die unter meinen Augen lagen … und verfärbten die Haut. Statt strahlende Augen zu haben, werde ich ElMar heute Abend als Panda-Bär am Flughafen empfangen. Es regnet, ich werde dennoch eine Sonnenbrille tragen und gleich zu Haribo fahren, denn die Herrschaften in Bulgarien verlangt es nach Gummibärchen.
Für alle, die mit dem Gedanken spielen, Deutschland für immer den Rücken zu kehren und im Ausland reich zu werden: In Bulgarien gibt keine gescheiten Süßigkeiten. Und keine Schnürsenkel. :roll:

Ich wünsche euch einen schönen Freitag und ein wunderbares Wochenende und denkt daran: Beine rasieren sollte Frau niemals, während sie eine SMS tippt. Das geht meist … blutig aus. Ich gehe derweil meine Multitaskingfähigkeit suchen, die gestern noch da war, als ich eine gefärbte Blödtussi überforderte Frau am Steuer beschimpfte, nach dem LipGloss suchte und eine SMS tippte.

7. Juni 2008 | Autor: Meg

Gestern habe ich mir 4 Röcke, 5 Tops, 4 Paar Schuhe und einige Accessoires gekauft. Danach habe ich meinen Freund in die Wüste geschickt und mir dafür einen neuen geangelt. Mit viel Geld.
Heute lasse ich mir die Brüste vergrößern und das Fett absaugen. Danach gehe ich zum Friseur und werde dann zuschauen, dass ich allen den Rang ablaufe.

Was soll der Blödsinn? Ist Meg jetzt völlig durchgeknallt? Könnte man meinen. Doch das, was ich oben angerissen habe, ist für über 1 Million Mädchen Alltag, denn sie spielen alle das Online-Spiel “Miss Bimbo“: Man fängt als Püppchen im BH und Höschen an und hat zum Ziel die heißeste, berühmteste und coolste Tussi in Bimbo-Town zu werden. Wenn man sich anmeldet, bekommt man 1.000 Bimbo-Dollar mit denen man sich erstmal ankleiden kann. Doch glaubt nicht, es gäbe normale Shirts und Jeans. Was in der Boutique angeboten wird erfordert einen Waffenschein: Tops und Schuhe für eine Menge Geld, tief ausgeschnitten und nicht mal ein Paar Schuhe ohne Absatz.
Um kurz aufzuzeigen was da wirklich los ist, hier ein Zitat aus der Süddeutschen:

“Man stelle sich ein Spiel vor, bei dem es für kleine Mädchen zur Hauptbeschäftigung wird, in Klubs möglichst schnell möglichst viele fremde Männer zu küssen und nichts zu größerer Beliebtheit führt als eine Brustvergrößerung. Dieses Spiel gibt es wirklich - im Internet. Es heißt “Miss Bimbo” und ist derzeit in Großbritannien ein absoluter Renner. Weit über 200.000 Mädchen zwischen neun und 16 Jahren spielen es, in Frankreich sind es schon über eine Million.”

Man beachte: 9-16 Jahre!

Um all die Klamotten, Essen, Psychiater (!) und Operationen in Anspruch nehmen zu können, muss man dafür bezahlen. Das kann man einfach per SMS: man lädt per SMS das Konto auf und hat wieder Bimbo-Dollar, um sich alles leisten zu können.

Die Süddeutsche weiter:

[...] Zu Beginn des Spiels lautet ihr aktueller Zustand: IQ von 70, kein Hunger, kein Durst, Gewicht 58 Kilo - das Idealgewicht bei der Größe von 1,68 Meter. [...]

Der Blick in den Lebensmittelmarkt bei Miss Bimbo ist der nächste Schock: An Platz eins des Sortiments stehen Diätpillen, die man für 100 Bimbo-Dollar kaufen kann. Das Kontextmenü sagt: “Diätpillen, die leichtere Art zu essen.”

Eine Brustvergrößerung kostet 11.500 Bimbo-Dollar, Face-Lift schlappe 9.000 Bimbo-Dollar, das ist viel Geld, aber dafür steigt man im Ansehen um 2.000, bzw. 1.000 Punkte. Mit anderen Worten: je mehr man an sich machen lässt, je mehr Diätpillen, Operationen, IQ, Freunde, die für einen zahlen, Beauty-Behandlungen, Solarium, etc. desto höher steigt man im Ansehen. Und wenn irgendwas nicht zu vollsten Zufriedenheit verläuft, kann man für 50 Bimbo-Dollar den Psychiater aufsuchen oder in den “Bimbo Club” gehen, wo man flirten und tanzen kann und einen Freund findet, der für einen zahlt, “weil der Dich liebt”.

Um den IQ zu erhöhen, kann man seine Handtasche aufräumen oder “French Kiss” spielen.

Ich habe mich registriert, mir alles in Ruhe angeschaut, screen shots gemacht und mein Profil wieder gelöscht, denn es lässt mir die Galle überlaufen.

Es ist so schon schwer für die Kinder, ihren Körper zu akzeptieren wie er ist - wie sehr verfälscht so ein Spiel die eigene Wahrnehmung?

:mm:

Einen ausführlichen Artikel über das Spiel findet ihr bei der Süddeutschen. Hier gekennzeichnete Zitate stammen aus dem Artikel.

4. Juni 2008 | Autor: Meg

… ich doch nur zaubern könnte.
Ich habe letzte Nacht geträumt, dass ich zaubern konnte.
Nein, nicht einen Frosch in einen Prinzen verwandeln oder aus einem Euro eine Million machen. Ich war auch nicht in der Lage, Hasen aus einem Zylinder zu zaubern oder Mäuse in Tauben zu verwandeln. Ich konnte Menschen glücklich machen.
Ja, einen Zauberstab hatte ich auch, aber der war für andere Menschen unsichtbar. Ich habe mit einem Lächeln Menschen glücklich machen können.
Da war eine Freundin, der es seit Monaten richtig schlecht geht. In den letzten Wochen fühlte ich mich immer hilfloser, denn ich war nicht in der Lage ihre Probleme zu lösen. Egal wieviele Gedanken ich mir machte und wie sehr ich Google quälte, ich hatte kein Patentrezept. Das macht mich traurig und wütend, denn ich weiss, wie schön es ist, wenn sie unbeschwert lacht. Sie hat ein unheimlich ansteckendes Lachen, müsst ihr wissen.
Und nun hatte ich diesen Zauberstab.
Ich hatte keine Ahnung, wie man so ein Ding benutzt. Auch das mentale Auffrischen der Harry-Potter-Kenntnisse brachte keinen Erfolg. Ich wedelte mit dem Ding rum, sprach einen Kinder-Zauberspruch nach dem anderen und nichts passierte.
Ich dachte an sie. Dachte ganz fest an sie, erinnerte mich an die Tage in der Sonne, an denen sie lachte und fröhlich war. Und dann schrieb sie mir eine SMS: ‘Es geht mir gut. Es geht mir richtig gut!’.
Ich war verdutzt. Habe ich doch etwas richtig gemacht?
Versetzt der Glaube doch einige Berge?

Dann wachte ich auf. Auf meinem Handy war keine neue Kurzmitteilung eingegangen. Wenn ich doch nur zaubern könnte …

Vielleicht mit einem Lächeln?

Ich wünsche euch einen schönen Tag, mit einem Lächeln. :)

9. April 2008 | Autor: Meg

Mal Hand aufs Herz: Wie oft haben wir uns darüber geärgert, dass ein Rentner einen Lotto-Jackpot in Deutschland, Schweiz, Holland, etc. geknackt hat? Wie oft haben wir uns darüber geärgert, dass jemand, der “eh schon nen arschvoll Geld hat” noch mehr gewonnen hat, weil er 5 Richtige hatte? Wie oft regt regen wir uns darüber auf, unabhängig davon, ob wir selbst spielen oder nicht?

Oft. Dessen bin ich mir sicher.
Deshalb machen wir das jetzt anders. Wir lassen nicht den Zufall und das Glück entscheiden, ist doch eh alles manipuliert. Zufälle gibt es nicht und Glück kann man schon für 50 Cent in einer 100 Gramm Tafel kaufen. Das ist auch nicht mehr das, was es mal war, hm?
Wie wir das jetzt machen?

Nun, wir entscheiden demokratisch, wer den Jackpot bekommt. Ist das eine Idee, na? Ah kommt schon, das macht Spaß, ehrlich!

Der deutsche Anbieter PeterPeterProjekte P3 lässt auf der Seite www.stinkingri.ch die Community abstimmen, wer den Jackpot von 250.000 Euro gewinnen soll. Dazu muss jedes Mitglied eine möglichst clevere Begründung verfassen, warum es den Jackpot verdient oder nötig hat. Die Anmeldung erfolgt via SMS, die Hälfte der SMS-Kosten geht auf das Jackpot - Konto. Wenn 250.000 Euro erreicht sind, wird abgestimmt. Dann gewinnt der Kreativste - oder der, der die meisten Freunde eingeladen hat. Wie beim Lotto kann jeder so oft teilnehmen, wie er mag und Ideen hat, jedoch mit viel höheren Gewinnchancen.

Ich drücke euch die Daumen. Doch auch hier gibt es einen Haken:

Ihr müsst mitspielen, sonst könnt ihr nicht gewinnen. Aber mosern können wir danach immernoch, wenn jemand gewonnen hat, der es in unseren Augen nicht verdient hat ;)

7. April 2008 | Autor: Meg

Als Test habe ich es mal nicht sooo schwer gemacht und geschrieben “Wer hat ‘Der Seelenvogel’ geschrieben?”. Die SMS habe ich an die 44044 geschickt und dann gewartet.

Ich war sehr gespannt, ob sich überhaupt jemand mit dieser Frage beschäftigen würde, andererseits: einfacher kann man ein paar ogi-Taler ja kaum verdienen, oder?

Ihr fragt euch, wovon ich spreche? Zu Recht!
Ich spreche von der neuen Community “hiogi” - zugegeben, der Name ist eher gewöhnungsbedürftig und erinnert ein wenig an die Herkunft von Shrek, auch die “ogi”-Taler, die man verdienen kann, wenn man Fragen beantwortet, die Leute von unterwegs via SMS an die 44044 geschickt haben. In meinem Fall ist es nur eine Testfrage, man kann jedoch auch mal in “Not” sein oder in Gefahr, seine Ehre bei einer Wette zu verlieren, weil man mal wieder etwas vorlaut war. Oder man fragt mal schnell, welche Apotheke um 22 Uhr in St. Augustin Notdienst hat. Oder wie weit es vom Marktplatz in Bonn zum Bahnhof ist?

WOW!

Während ich das hier schreibe, bekomme ich die folgende Antwort:

“Michal Snunit und Na’ma Golomb haben es geschrieben. Für 6€ kann man es bei Amazon.de kaufen! 1991 ist es im Carlsen Verlag erschienen. ISBN-10 3551550700″

Die ISBN als link. Ich bin begeistert, denn zwischen Frage und Antwort liegen gerade mal 1:26 Min.
Meine Frage erschien auf der Website, wurde beantwortet und dann von einer weiteren Person nochmal überprüft, bevor ich sie aufs Handy bekommen habe. Kostenpunkt: 39 Cent
Sicher bekommt man die Antworten nicht immer ad hoc, je nachdem, wie viele gerade online sind, doch ich finde den Dienst super und habe die Nummer im Kopf gespeichert. Endlich mal wieder ein richtig sinnvoller Dienst der Web 2.0-Welt! Ein Blog zum Thema gibt es auch.

19. Dezember 2007 | Autor: Meg

Rein ins Pflanzenparadies, 1 Griff zum Baum, gekauft. Er stand da und wartete auf uns, der Baum. Ehrlich. Eine kleine, süße Nordmanntanne, die jetzt allerdings noch auf dem Balkon steht, denn die Frau des Hauses ist nicht in Stimmung im, mit ElMars Krempel vollgestellten, Keller nach Weihnachtsschmuck zu suchen.
Das mache ich am Wochenende.
Dafür war ich heute bei Haribo und habe eingekauft, wohl wissend habe ich ElMar nicht gefragt, was ich ihm mitbringen soll, denn beim letzten Mal gestaltete sich die SMS-Konversation wie folgt:

Meg: Schatz, was soll ich Dir denn mitbringen? Frösche? Mäuse oder deren Speck?
ElMar: Ja.

Und damit meinte er auch alles.
Ich habe mir also eine kleine Tüte vor Ort gemischt und den Wagen vollgeladen.

Haribo