… ist ein Mal rechts. Das sagte ElMar heute einige Male, als wir auf der Suche nach einem Supermarkt in der Gegend rumkurvten.
Da wir keine Lust hatten, den Tag der Einheit zuhause zu verbringen und Mauer-Filme zu schauen oder Diskussionen über den Soli-Zuschlag oder gar darüber, ob das alles überhaupt sinnvoll war, beschlossen wir nach Belgien zu fahren und uns auf die Suche nach Kaffee zu machen. Seit ca. 2 Jahren trinken wir gerne einen besonderen Kaffee, den uns bisher ein Bekannter aus Belgien mitbrachte. Leider konnten wir ihn hier nicht finden. Allerdings wussten wir auch nicht, wohin wir in Belgien fahren sollten, denn Brüssel war uns definitiv zu weit, also änderten wir die Richtung und fuhren nach Maastricht.
Wir packten Brother Louie und die kranke Schwester auch ein und düsten im schönsten Sonnenschein los, der allerdings recht schnell nach der “ehemaligen Grenze” verschwand. Doch das konnte unsere Laune nicht trüben, auch die Tatsache nicht, dass wir zwar Maastricht schnell fanden, jedoch die Suche nach einem Parkplatz Probleme machte, da wir keine Karte und obendrauf auch noch keine Ahnung hatten, wo wir genau hinwollten.
Wir wurden fündig, zogen die Jacken an, denn es war schattig und machten uns auf den Weg in die Innenstadt, die schön voll war. In Holland kümmerte sich niemand darum, dass in Deutschland die Einheit Geburtstag hatte und die Geschäfte hatten geöffnet.
Überall schicke Geschäfte, Stiefel, Weihnachtskram ohne Ende, der Duft von köstlichen Waffeln wehte um die Nase und konkurrierte mit dem Duft von Pommes Spezial. Wir besuchten eine alte Mühle, Tommy kaufte dort Joghurt-Honig-Brot (ey, ich wollte das Kiepchen!) und wir schlenderten weiter, um auf dem Marktplatz einen Halt zu machen, denn es war mittlerweile 13:30 Uhr und wir hatten Hunger. Während Tommy das Restaurant “Zum goldenen M” aufsuchte, reihte sich ElMar in eine ca. 20 Meter lange Schlange vor einem Pommes-Laden ein. Die Masse der Leute davor ließ darauf schließen, dass uns was sehr Leckeres erwartete. Wir hatten Recht.

Louie schien es auch zu schmecken, denn er fiel fast in die M-Tüte rein und mopste auch noch ElMars Pommes.
Zwischendurch verschwand er für eine halbe Stunde und wir fanden ihn vor dem Beate U*se-Laden. Er ist nicht nur schmutzig nach all seinen Reisen, er ist auch verdorben, schokoladensüchtig (bei uns macht er cold turkey, da wir sowas nicht haben) und hat nur Flausen im Kopf. Aber dann kommt er kuscheln und schon ist alles wieder vergessen.
Alle weiteren “Peinlichkeiten” des heutigen Tages wollte Tommy schildern. Ich weiß von nix, ich habe geschlafen
Es war ein schöner Tag - obwohl wir zum Schluss nass geworden sind.

G:Sagt