Nachdem ihr nun hier und da mitbekommen habt, dass ich nicht zu den Frauen gehöre, die seit ihren 20ern eine Profi-Küche haben und auch die weiblichen Koch-Gene durch die (Kräuter-)Töpfe und Schüsseln hüpfen lasse, habt ihr euch vielleicht gefragt: Warum hat ausgerechnet DIE ein Kochbuch mit einem Autogramm von Horst Lichter bekommen?
Das hat einige Gründe:
Zum einen bin ich ein bisschen in den Horst verliebt. Nicht primär in seinen Schnäuzer, auch wenn mein Freund ein Bärtchen trägt, so muss dieses regelmäßig gestutzt und gepflegt werden, alles, was ausartet und wuchert lege ich nicht unter “ästhetisch und schön” ab, doch dem Horst steht das ausgezeichnet. Es ist vielmehr sein Humor, seine Schlagfertigkeit, seine Liebe zu Sahne und Butter, seine Art, aus dem einfachsten Kartoffel-Püree etwas zu zaubern, dass den empfindlichsten Gaumen sanft küssen würde. Der Horst ist MEIN Vorbild. Das ist die Theorie. Nun habe ich das erste Kochbuch (von ihm hier liegen), habe die nächsten Termine mit ihm im TV in meinem Outlook-Kalender markiert und werde mich heute Abend an das erste Rezept wagen:
Lachsnudeln mit Salbei-Whiskey-Sauce
Beim Verfassen von Texten für das Blog bin ich die Ruhe selbst. Es fällt mir nicht schwer, bei geschäftlichen Terminen souverän zu bleiben und wenn es um das Gelbe vom Ei geht, die Nerven zu behalten, doch wenn ich mich in die Küche stelle, das Buch mit dem Rezept aufschlage, im Kopf durchgehe, ob ich auch wirklich alle Zutaten zusammen habe, fängt mein Puls an zu rasen und das Herzchen puckert wesentlich schneller, als nach dem Sprint aus dem Keller mit einem vollen Wäschekorb ( a propos … ).
Nachdem ich ElMar heute mit einer höllischen Hühnersuppe mit frischem Ingwer, Frühlingszwiebeln, Sojasauce, Safran und Reis versorgt habe und er nun die Kuschel-Decke vollschwitzt und seine geschwollenen Mandeln kuriert, werde ich in 2 Stündchen die Küchentür hinter mir schließen und in eine Welt tauchen, die vor 2-3 Jahren noch eine Unbekannte war. Ich kannte 2 Gewürze: Pfeffer (mochte ich nicht) und Salz. Das eine habe ich nicht benutzt, das andere dafür inflationär. Ich aß max. 1x in der Woche warm, konnte allerdings 10 verschiedene Varianten Rucola-Salat zubereiten.
Die Wende kam, als ElMar bei unserem ersten Rendezvous 4 Stunden lang eine Paella zubereitete und ich Murmel fragen musste, wie man ein Ei kocht. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen.
Seitdem probiere ich aus, experimentiere, zaghaft am Anfang, immer mutiger mit der Zeit, ich koche unglaublich gerne für Familie und Freunde und ein bisschen freue ich mich schon, wenn sie erstaunt auf ihren Teller schauen, auf dem nicht NUR Salat liegt ![]()
Freiwillige vor? 
Wie ist eure Einstellung zum kochen? Für sich selbst, für Freunde? Kocht ihr gerne nach Rezept oder improvisiert ihr eher? Was ist eure Achillesferse, wenn es um die kulinarische Akrobatik geht und was euer Steckenpferd?
Highlight of the day: Horst-Happening in der Küche
Lowlight of the day: Mein Herz¹ ist krank.
Edit: Melde ERFOLG: Es war saulecker!
¹ElMar


G:Sagt