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3. Juli 2008 | Autor: Meg

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Kategorie: Erotik  | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,  | Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt.
30. Mai 2008 | Autor: Meg

Renate bog von der mehrspurigen Fahrbahn nach rechts und winkte nochmal über die Schulter. Sie hatte noch 5 km nach Hause und der Himmel zog sich bereits zu. Ich versuchte mein Fahrrad zwischen einen Kinderwagen und einen älteren Mann mit Hund zu manövrieren und wunderte mich, dass ich diesmal kaum etwas von der Bodenhaftung des schweren Mountainbikes spürte, im 4. Gang flog das Rad fast über die Straße und ich spürte, dass mein Rücken unter dem Shirt und der Regenjacke feucht wurde. Eine innere Euphorie ergriff von mir Besitz, als ich daran dachte, dass ich es geschafft hatte. Merkwürdigerweise schnürte ein hässlicher Kloß meinen Hals zu und machte mir das Atmen schwerer, als es nach den 15 km ohnehin schon war. Meine Beine waren jedoch von einer eigenartigen Leichtigkeit, als wären sie nicht an meinem Körper angewachsen. Auf der Zielgeraden verlor ich plötzlich die Kontrolle über das Rad, schlingerte gefährlich nahe am Straßengraben und blieb erschrocken stehen. Ein Blick auf den Hinterreifen zeigte, dass ich in einen Nagel gefahren sein musste, der sich vollends durch den dicken Reifen bohrte. Ich nutzte die Gelegenheit einige von den Erdbeeren zu essen, die ich eingekauft hatte und schob das Fahrrad nach Hause, als meine Schwester mich überholte.

In dem Moment bleib die Welt fast stehen und ich stellte bewusst fest, dass das Leben in dem Augenblick in Zeitlupe ablief. Ich habe das gehässige Lächeln – oder war es ein hämisches Grinsen? – meiner Schwester genaustens sehen können, als sie quälend langsam an mir vorbeifuhr, die Farben der Welt um uns herum waren verschwommen, bis auf die gestochen scharfen Umrisse unser beider Personen. Es war bedrückend still, man konnte es als ‚Todesstille’ bezeichnen, auch wenn ich dem Ausdruck bisher keine Definition zuordnen konnte, jetzt schien es mir sehr passend, das so und so zu fühlen zu umschreiben. Diese Begegnung dauerte keine 15 Sekunden, da war sie auch schon an mir vorbei und trat noch heftiger in die Pedalen, ihre langen blonden Haare flatterten dabei im Wind – dabei war es doch windstill. Fahrtwind.
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18. März 2008 | Autor: Meg

… das Image. Bis jetzt. Mal abgesehen von der aktuellen Umfrage, nach der ich - eurer Meinung nach - für den “Riesenschnauze-Award” kandidieren sollte, bin ich eher bescheiden und still. Und nun … nun will man, dass ich meine Macken offenbare. Macken? Ich habe das Wort erst … nachschlagen müssen. Und dann habe ich überlegt. Lange. Sehr lange. Und heimlich Froillein Muh für diesen Stock verflucht.

Und dann, dann fiel mir ein, dass ich dieses Stück bereits beantwortet habe! :grin: Aufgabe erledigt!
P.S. Murmel ist auch schon fertig!

Nun habt ihr euch sicher schon gefragt, wo Brother Louie abgeblieben ist? Kaum wird die Tante Meg zarte 32 Jahre alt, schon hat sie Löcher im Kurzzeitgedächtnis und vergisst den kleinen Reisenden, der eine phänomenale Zeit beim Onkel Eismann hatte, der allerdings keine Zeit hatte, einen netten Asylbericht zu schreiben, weshalb es diesmal nur Bilder gibt. Allerdings sind die Bilder echt super geworden, dafür, dass Onkel Eismann kaum fotografiert. Am liebsten mag ich die Bilder mit Thales. Das ist der Hund von Onkel Eismann.

Brother Louie ist nun bei Tante Hasenkind, die allerdings mit einer Grippe flach liegt, wandert dann zu Tante Murmel und nach Ostern darf sich Tante von Krötengrün freuen und ein Programm auf die Beine stellen, das eines Schafes wert ist. :)

Das Album beinhaltet mittlerweile 135 Bilder - ihr seid echt spitze! Und ich freue mich auf weitere Bilder. USA, Australien und Neuseeland werden folgen. Hat noch jemand Interesse? :)
Hier nochmal für alle der erste Schaf-Porno :mrgreen:

12. November 2007 | Autor: Meg

Stille

“Die größte Offenbarung ist die Stille”

[Lao-Tse¹]

Vor einigen Jahren habe ich das mal ausprobiert. Ich habe eine Kerze angezündet, das Telefon ausgestöpselt, das Handy und die Türklingel ausgemacht. Und da saß ich nun vor meiner Kerze. Die erste Stunde war sehr langwierig, langweilig, endlos. Ich dachte über den Tag nach, die Geschehnisse der letzten Tage, Wochen. Dachte über meine innere Unruhe nach und schaute vielen Menschen ins Gesicht. In den kommenden Stunden fing ich an, “to-do”-Listen im Kopf zu schreiben, ich versuchte an all das zu denken, was ich machen wollte, wenn die blöde Kerze endlich erlischt. Ich wechselte ständig die Sitzposition, bildete mir ein, ich müsse auf die Toilette oder etwas trinken oder essen. Ich schimpfte mich “Kretin”, weil ich da auf dem Sofa saß, mit dieser einfachen Tafelkerze und mich fragte, warum ich diesen Unsinn machte. Dann fing ich an, über die Brenndauer so einer Kerze nachzudenken, mir logische Muster und Anhaltspunkte für einen Uhrenersatz zu suchen, um in etwa einschätzen zu können, wie lange ich da schon sitze. Irgendwann dachte ich über eine Geschichte nach, die ich mal gelesen hatte:

“Ein Schüler kommt zu einem buddhistischen Lehrer und fragt: »Meister, wie kann ich glücklich werden?« Der sagt: »Sitze, wenn du sitzt, stehe, wenn du stehst und gehe, wenn du gehst.« Der Schüler meint: »Das mache ich doch, hast du nichts Besseres zu bieten?« Der Lehrer antwortet: »Das tust du nicht. Wenn du sitzt, stehst du in Gedanken schon wieder auf. Stehst du, bist du in Gedanken schon unterwegs. Und wenn du läufst, suchst du in Gedanken nach einem Sitzplatz.« Die Achtsamkeit auf den Augenblick ist weitgehend verloren gegangen.”

Ich mußte lächeln und versuchte an nichts zu denken. Das ist schwer, verdammt schwer sogar. Doch irgendwann kehrte diese innere Ruhe ein, eine wunderbare Stille machte sich breit, ich hörte keine Geräusche mehr, keine Stimmen im Kopf, keine Bilder, ich sah nur noch die Kerzenflamme und da wußte ich, ich hatte mich gefunden. Als die Kerze erlosch, wurde es schlagartig sehr dunkel, doch ich merkte, daß mir Tränen über die Wangen liefen, denn ich habe mir selbst gezeigt, daß die Welt, die Geschehnisse der letzten Zeit, das laute Leben, die Seelenvampire es nicht geschafft haben, meinen Seelenvogel zu rupfen. Ich saß, als ich sitzen wollte.

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