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4. Juni 2008 | Autor: Meg

… ich doch nur zaubern könnte.
Ich habe letzte Nacht geträumt, dass ich zaubern konnte.
Nein, nicht einen Frosch in einen Prinzen verwandeln oder aus einem Euro eine Million machen. Ich war auch nicht in der Lage, Hasen aus einem Zylinder zu zaubern oder Mäuse in Tauben zu verwandeln. Ich konnte Menschen glücklich machen.
Ja, einen Zauberstab hatte ich auch, aber der war für andere Menschen unsichtbar. Ich habe mit einem Lächeln Menschen glücklich machen können.
Da war eine Freundin, der es seit Monaten richtig schlecht geht. In den letzten Wochen fühlte ich mich immer hilfloser, denn ich war nicht in der Lage ihre Probleme zu lösen. Egal wieviele Gedanken ich mir machte und wie sehr ich Google quälte, ich hatte kein Patentrezept. Das macht mich traurig und wütend, denn ich weiss, wie schön es ist, wenn sie unbeschwert lacht. Sie hat ein unheimlich ansteckendes Lachen, müsst ihr wissen.
Und nun hatte ich diesen Zauberstab.
Ich hatte keine Ahnung, wie man so ein Ding benutzt. Auch das mentale Auffrischen der Harry-Potter-Kenntnisse brachte keinen Erfolg. Ich wedelte mit dem Ding rum, sprach einen Kinder-Zauberspruch nach dem anderen und nichts passierte.
Ich dachte an sie. Dachte ganz fest an sie, erinnerte mich an die Tage in der Sonne, an denen sie lachte und fröhlich war. Und dann schrieb sie mir eine SMS: ‘Es geht mir gut. Es geht mir richtig gut!’.
Ich war verdutzt. Habe ich doch etwas richtig gemacht?
Versetzt der Glaube doch einige Berge?

Dann wachte ich auf. Auf meinem Handy war keine neue Kurzmitteilung eingegangen. Wenn ich doch nur zaubern könnte …

Vielleicht mit einem Lächeln?

Ich wünsche euch einen schönen Tag, mit einem Lächeln. :)

15. April 2008 | Autor: Meg

Paare reden ja angeblich nur 8 Minuten täglich miteinander. Dies ist aber nicht das Ergebnis einer 20-jährigen Ehe, nein, dieser “Zustand” soll sich schon nach einem Jahr Beziehung breitmachen.Eigentlich kann ich das gar nicht glauben. Ich betreibe ja schon mehr tägliche Konversation mit Rechner oder Auto, auch wenn diese Diskussion recht einseitig bleibt. Aber jedesmal, wenn ich in einem Restaurant, Café oder in einer Eisdiele sitze und anfange fremde Menschen zu beobachten, bin ich wirklich erschrocken, wie ruhig es da zum größten Teil ist. Ich habe schon Pärchen am Nebentisch erlebt, die sich über eine Stunde gegenüber sitzen, bestellen, essen, trinken, bezahlen aber nicht ein Wort miteinander wechseln.

Murmel und ich haben die Beobachtung bereits einige Male im Urlaub gemacht. Während wir ständig am erzählen sind, sitzen um uns herum Paare, die - außer um die Bestellung aufzugeben - den Mund nicht aufmachen.

Ich befürchte, dass in diesen theoretischen 8 Minuten Gespräche wie “Wo ist mein roter Pullover?” oder auch “Warum hast du den Müll nicht rausgebracht?” oder “Warum kannst du nie den Klodeckel runter machen?” mit inbegriffen sind. Traurig eigentlich, dass sich so viele Menschen nichts zu sagen haben…
Eine Frau verbrät täglich bis zu 40.000 Wörter. Oder sie bloggt?
Bitte, nicht falsch verstehen. Ich komme auf meine Kosten, denn wir kommen auf mehr als 8 Minuten, aber es stimmt schon, dass es weniger wird. Dafür quasseln wir im Urlaub, an den Wochenenden, wenn wir unterwegs sind und die Welt entdecken. Und da geht es nicht ausschließlich darum, was man abends kochen soll. Derzeit sprechen wir verstärkt darüber, wie ich es schaffen soll, 3 Stunden auf dem Motorrad zu sitzen und zu fahren. Ohne Führerschein.

Schlimmer wird das, wenn beide viel Zeit vor dem Rechner verbringen. Wie ist das bei euch?

Ich werde jetzt 2 Tage zuhören. Nicht reden, nicht bloggen. Zuhören. Bis Freitag! :)

Unterhaltet mich bitte, denn lesen kann ich! :mrgreen:

4. März 2008 | Autor: Meg

von perfekt glatten Beinen!
Nun, wenn ich aus dem Fenster schaue, kommt mir der Gedanke an das letzte Jahr: War das schon der Frühsommer? Seit 2 Tagen regnet und stürmt es. Die Röcke können im Schrank bleiben. Die Beine können noch weiterhin ihrem Winterschlaf frönen - nicht? Keine Chance. Sowas habe ich mir erlaubt, als ich noch Single war. Schließlich stehe ich auch nicht drauf, wenn mein geliebter Geliebter die zarte und empfindliche Haut in meinem Gesicht und an meinen Oberschenkeln mit seinem kratzigen 4-Tage-Bart wund scheuert. Gut, ich rasiere nicht jeden Tag alles, zum einen, weil es so schnell nicht wächst und zum anderen, weil es einfach ARBEIT ist. Ich möchte unter der Dusche entspannen oder in der Badewanne. Und nicht arbeiten.

Also nahm ich etwas Geld in die Hand und wollte geübte Menschen an meine überflüssige Körperbehaarung lassen, auf dass sie diese für einige Monate entfernen.
Dazu musste ich erst die Haare an den Beinen auf einige Millimeter züchten. Je länger sie sind, desto besser lassen sie sich … entwachsen.
Männer sollten nicht weiter lesen, das ist nichts für weicheiige zarte Gemüter.
Heißer Wachs. Kalt ist für Bübchen. Pah! Leider machte die Profi-Entwachserin einen Fehler: Sie kündigte AN, wenn sie einen Streifen abzog. Somit hatte mein Hirn genug Zeit alles auf Alarm zu stellen und ANGST im Körper zu streuen. Verdammter Mist. Ich bat sie, dies zu unterlassen, mir ein Schnitzel ans Ohr zu labern und mich zu foltern, ohne Ankündigung. Nach 3-4 Streifen war der Rest PillePalle und ich war fast traurig, als sie fertig war.
Die Beine bestanden JEDEN Seidentuch-Test. Glatt, haarlos - für die kommenden Wochen. Danach kam die Scham.
Heißes Wachs. Ich erspare euch die Einzelheiten.
[Die ersten Männer fallen in Ohnmacht. Ja, man kann auch das Gehänge entwachsen ... !]

Dabei ist das alles sehr harmlos. Früher … früher war alles anders:
4000 Jahre vor Christus wurden die lästigen Härchen mit Muschelschalen und Steinen von den Beinen geschabt. 1500 v.Chr. wurden die Haare mit Hilfe eines Fadens entfernt oder - wenn man Geld hatte - einzeln mit einer Pinzette entfernt. Was für ein elender job!
500 n. Chr. rissen sich die Ägypterinnen die Haare mit Pech aus.
Im Mittelalter standen die Frauen angeblich auch auf glatte Beine und ließen sich die Haare mit einer Tinktur aus gebranntem Ätzkalk, Öl und Wasser entfernen.
Doch noch schlimmer finde ich den EPILATOR! Aua.

Egal welcher Methode Frau sich bedient: Haare gehören auf den Kopf und als Wimpern und Augenbrauen ins Gesicht. Sonst sollten sie … nicht vorhanden sein.
Ich lasse mal wieder … wachsen, damit ich (ent)wachsen lassen kann. [Noch ein Beispiel dafür, wie bescheuert die dt. Sprache ist]

1. März 2008 | Autor: Murmel

… in Wagen No. 7, der Gefühlsachterbahn.

Eben noch ein Lächeln auf dem Gesicht krame ich in der alten Murmel(ei) und was passiert? Da sind sie, die Erinnerungen, die mir schlagartig wieder bewusst machen, wie sehr Du fehlst in meinem Leben. 

Hinterher ist man immer schlauer! *seufz* Und trotzdem geht die Welt nicht unter! Ist das jetzt gut oder schlecht?

Gute Nacht, ihr Lieben.

Kategorie: Murmel(ei)  | Tags: , ,  | 8 Kommentare