Tag-Archive for » wenn «

30. September 2008 | Autor: Murmel

In der letzten Woche gab es wiedermal einen dieser Tage, der mich zum Lächeln brachte, als ich den Briefkasten vor der heimatlichen Haustür öffnete.

Direkt nach dem Urlaub ging es mir beruflich sofort wiedermal ziemlich bescheiden und ich kam in einem Business-Portal mit jemandem in Kontakt, der für eine Schokoladenfabrik arbeitet. Mit den Gedanken kurz mal weg von der Arbeit und mit flinken Fingern einfach mal so zwei Sätze für seinen Postkasten getippt: “In Anbetracht meiner gerade mehr als bescheidenen beruflichen Situation, könnte ich meiner Seele ein Vollbad in einem Eimer der von Ihnen hergestellten Gaumenschmeichler erlauben.” ….

Über einen gemeinsamen Bekannten sind wir vor Monaten schonmal irgendwie in Kontakt gekommen.

Donnerstags - Mittagspause.
Ich öffne den Briefkasten und mir entgegen fällt ein silbrig glänzender dicker gepolsterter Umschlag, auf dem vorn mit Füllhalter in großen Buchstaben meine Adresse geschrieben steht.
Inhalt: 4 köstlich aussehende Tafeln verschiedenster Schokolade.

Wild Cocoa de Amazonas - 45 % - Vollmilch
Wild Cocoa de Amazonas - 70 % - Feinherbe Bitterschokolade
Edelvollmilch Mandelsplitter mit Amaretto verfeinert
Cocoa d’arriba - Kirschtomate Salz - 77 % Milde Edel-Bitter-Schokolade

MF2-A006

Und eine kleine Visitenkarte, die mir neben vielen Grüßen, einem Smiley auch noch einen guten Appetit schickt. Ich habe mich natürlich artig bedankt und geschrieben, “Sollten Sie das Bedürfnis haben Ihre Seele mal in ein trockenes Stück Zeitungspapier zu wickeln, scheuen Sie bitte nicht mich anzusprechen.” ;)

Er kann nicht wissen, dass ich Plöppszählerin bei WW bin und ich kann lernen, mir die Sachen gut einzuteilen und immer wieder, wenn ich mir ein Stück gönne, werde ich bestimmt einen Schmunzler auf den Lippen haben. ……

Seelen:post!
Danke!

21. August 2008 | Autor: Meg

In meinem Auto hängt ein Rosenkranz. Diesen habe ich zu meiner 1. Hl. Kommunion bekommen, im zarten Alter von 9 Jahren. Damals glaubte ich an den bärtigen alten Mann, seinen Sohn, Maria. An all die interessanten Geschichten, die der alte Pfarrer jeden Sonntag erzählte. Ich sammelte fleißig meine Heiligen-Bildchen, ging an jedem ersten Samstag des Monats zur Beichte und durfte an Ostern im schicken Kleidchen und einem hellblauen Umhang ein Banner bei der Oster-Prozession tragen.

Ab und an eckte ich etwas an, was zur Folge hatte, dass der Pfarrer meinen Eltern einen Besuch abstattete und ihnen nahe legte, ihrem Kind die Zweifel an Gott auszutreiben. Dabei wollte ich nur wissen, woher Gott kommt. Jeder hat doch Eltern. Warum Gott nicht? Mit der Antwort: “Gott hat es schon immer gegeben” wollte ich mich damals nicht zufrieden geben.

Vor einigen Jahren bin ich aus der Kirche ausgetreten. Ich habe es nicht mehr eingesehen, jeden Monat immens viel Geld an die Kirche zu zahlen, ohne einen Beweis dafür, was mit meinem Geld passierte. Außerdem fand ich an keiner Stelle in der Bibel eine Passage, die in irgendeiner Art und Weise Beiträge erwähnte, die man für den Glauben an Gott entrichten musste. Meine Eltern waren nicht sonderlich erfreut. Meine Mutter argumentierte damit, dass ich kein Anrecht auf eine katholische Hochzeit, die letzte Ölung und ein anständiges Begräbnis hätte. Diese Argumente hätte ich gerne in Luft aufgelöst, aber das wäre verlorene Liebesmüh.

Auch meine Aufklärungsversuche darüber, dass das Barvermögen der katholischen Kirche höher ist, als das Vermögen von Microsoft, die Beteiligungen an großen Automobilkonzernen, die Tatsache, dass ich im Religionsunterricht in Deutschland keinen einzigen Tag etwas über Gott lernte, wir uns stattdessen über Empfängnisverhütung, Abtreibung und Sex unterhielten, fruchteten nicht. Mittlerweile haben sie sich damit abgefunden.
Dennoch würde meine Mama niemals das Buch ‘Die Bibel nach Biff‘ lesen, denn dort macht man ja Witze über Gott.

Religion ist in meinem Freundeskreis kein Gesprächsthema. Es ist egal, wer woran glaubt, niemand würde mich auf meinen Rosenkranz ansprechen, ElMar schaute nur anfangs etwas überrascht, wenn ich mich vor jeder grösseren Autofahrt bekreuzigte.

Meinen ehemals besten Freund bat ich nur einmal, mich mit seinem Wachturm in Ruhe zu lassen, nachdem meine Bemühungen ihm diesen Blödsinn auszutreiben scheiterten.

Ich glaube.

Nicht an den bärtigen Mann, seinen Sohn und Maria. Aber an etwas Höheres. Ich kann es bloß nicht plastisch machen und visualisieren.
Ist Religion ‘zeitgemäß’?
Warum laufen wir in die Kirche und zünden Kerzen an, wenn einer von unseren Freunden/Verwandten in Lebensgefahr schwebt? Warum murmeln wir lautlos vergessen geglaubte Gebete, wenn wir uns in Not befinden?
Ich glaube daran, dass meine geliebten Grosseltern als Schutzengel fungieren und ein wenig über mein Leben wachen.

Warum?

Weil ich mich mit diesem Glauben wohlfühle.

Ich möchte keine Diskussion über die Kirche, das ist müßig. Aber etwas möchte ich wissen:

Woran glaubst DU?


12. August 2008 | Autor: Meg

am laufenden Band. Mein iTunes glüht, bezaubernde, kraftvolle, wunderbare Frauenstimmen dröhnen, lächeln, summen, singen …

Ich komme aus dem Strahlen nicht mehr raus, wenn ich

A Fine Frenzy - You picked me

Amy MacDonald - Mr Rock’n'Roll

Gabriella Cilmi - Sweet about me

Oder Maria Mena - I miss you love höre.

7. August 2008 | Autor: Meg

Wie nennt man zwei Typen im Manta? DUMM - DUMM - Geschoss.
Wer ist das Vorbild aller Mantafahrer? Der Kapitän der Titanic … So tief wie der liegt keiner.
Was sagt ein Mantafahrer beim Zahnarzt? Ey, boah, ey.
Was sagt ein Mantafahrer an der Tankstelle? Ey, Super, ey.
Was ist das größte Teil am Manta? Die Titten der Beifahrerin.

So, ich glaube das reicht jetzt. Woran müsst ihr gerade denken? Fuchsschwanz. Proleten. Heckspoiler. Hauptschulabschluss, etc. und an diverse Filme in den 80er und 90er Jahren. Irgendwann war der Hype um den Manta vorbei und ich war froh. Jetzt bekomme ich allerdings Angst, wenn ich mir das anschaue. Bitte sagt mir, dass es nur eine nette Viral-Kampagne ist und nicht mehr.

Schönes Wochenende, morgen ist nämlich Teil III der Folge: FREI:TAG :)

6. August 2008 | Autor: Meg

Auch verliebte Menschen reagieren auf die Sonne im Sommer mit anderen Gefühlen als zu den restlichen Jahreszeiten.
Bei mir ist das der Fall. Meine Endorphine und alle anderen Glücksbotenstoffe spielen in meinem Bauch verrückt. Die Flugzeuge fliegen, oder sind es die Hummeln im Arsch?
Liebe ist in allen Ritzen der Beziehung, sie ist nicht immer offensichtlich und hüpft nicht ausschließlich von Zungenspitze zur Zungenspitze. Aber man kann - wenn man “sehend” ist - die Funken hüpfen sehen.
Liebe hat unendlich viele Gesichter. Sie ist manchmal ein Hundeblick, ein Seufzer, sie kann ein Streichler im Vorbeigehen sein oder der Gedanke daran, einen Brief vom Schreibtisch mitzunehmen.
Manchmal nimmt sie bunte Formen an und wird mutig, dann ist sie der Streichler über den Po, wenn man in der Schlange vor dem Kino steht, der leidenschaftliche Kuss in den Fußgängerzone, das Drängen an die Wand und heisser Atem in aller Öffentlichkeit.
Wenn sie verschmitzt und süß ist, ist sie das Karamellsirup-Herz auf dem Latte Macchiato oder das letzte von 10 Würstchen (wobei 9 verbrannt sind).
Liebe bringt auch Opfer und macht Menschen zu Krankenpflegern - sie ist die Hand, die cremt oder die Stirn kühlt und streichelt. Sie ist die massierende Hand auf dem Bauch oder die, die das Pflaster anbringt und den Daumen 1 Minute wärmt, damit das Pflaster halten kann.
Sie ist stark, diese Liebe, so stark, dass sie fast nie die Geduld verliert und einen in den Arm nimmt, wenn man wieder die “krawalski butzki” angezogen hat. Die Hydra unter den Geduldigen - wenn man ein graues Haar verspielt hat, wächst ein neues nach und man muss es nicht färben.
Liebe ist niemals müde, auch wenn der Alltag ihre Symptome manchmal zwischen Einkäufen, Wäsche-Ladungen und Diskussionen über Gardinenstangen versteckt.

Liebe genießt, wenn beide zum Genuss kommen.
Liebe hat unendlich viele Gesichter.
Liebe ist die Quintessenz.

Welche Gesichter trägt eure Liebe?

31. Juli 2008 | Autor: Meg

Sexuelle Belästigung – das Thema fiel mir neulich im im Zuge des “Safer Internet Day” vor die Füße.
Sexuelle Belästigung kennt viele Spielarten, aber sie zielt immer auf das Geschlecht. Längst ist es nicht mehr ausschließlich so, dass sich Frauen belästigt fühlen, es gibt auch immer mehr Männer, die unter ihren weiblichen Führungskräften zu leiden haben. Doch wo fängt sexuelle Belästigung an? Reicht ein blöder oder gar unglücklich formulierter Spruch, ist es das Hinterherpfeifen auf der Strasse oder erst die Handgreiflichkeit, die Gegenwehrmaßnahmen rechtfertigt?

Vor einigen Jahren hatten wir eine Praktikantin bei uns. Sie war damals 19 Jahre alt, ein sehr fähiges und aufmerksames Mädchen, welches allerdings – um es charmant zu formulieren – die Schönheit nicht gerade in die Wiege gelegt bekommen hat. Sie war stark übergewichtig, trug unvorteilhafte Kleidung, ihre Frisur schmeichelte nicht unbedingt dem Mondgesicht und außerdem transpirierte sie beledigend für jede Nase. Sei es drum, sie war lustig, sie hatte tolle Ideen und sie machte ihren Job gar hervorragend. Zu der gleichen Zeit fing in einer anderen Abteilung ein junger Mann an. Er war groß, hübsch und sorgte bei der ein oder anderen für sehr angenehme Tagträume, alleine durch seinen Charme und seine Ausstrahlung.

Eines Tages sass ich mit Mary (Name erfunden) in der Cafeteria, als sie anfing zu schluchzen. Ich erschrak, denn bis dato hatten wir nett über das bevorstehende Wochenende geplaudert, und fragte sie, was denn auf einmal los wäre.

Ah, gar nichts’, sagte Mary und rieb sich die kleine Schnoddernase.
Los, sag schon! Habe ich etwas falsches gesagt?“, fragte ich erstaunt.
Sie schnäuze sich die Nase in die Serviette, die ich ihr reichte.
Ich bin nicht sicher, was ich tun soll, es ist nämlich so: Gestern war ich mit Paul (Name erfunden – Paul war Mr. Beau aus der anderenAbteilung) bei der Agentur ‚XY’. Auf dem Weg zurück ins Büro haben wir etwas geplaudert und dabei hat er seine Hand auf meinen Oberschenkel gelegt!
Ich: “Aha. Und?
Sie: „Er hat mich angefasst!
Ich: „Ähm … „
Sie: „Glaubt denn jeder Mann, eine Frau sei Freiwild, nur weil sie eine Frau ist?! Ich bin es leid! Ständig verfolgt er mich mit diesen Blicken und kaum sind wir alleine in einem Auto hat er nichts besseres zu tun, als mich zu begrapschen. Mir ist schon länger klar, dass er auf mich steht, aber werde ich auch mal gefragt?!

Dem Ausbruch folgten ein paar theatralische Seufzer.

Ich biss mir einige Male auf die Zunge, nicht, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass ein Paul auf eine Mary stehen könnte – so oberflächlich DENKE nicht mal ich, aber das war das erste Mal, dass ich einem ‚sexuelle Belästigung’-Fall gegenüber saß und keinen sah.

weiterlesen…

30. Juli 2008 | Autor: Meg

… tauchte heute meine vor Monaten bestellte CD und DVD von Disturbed auf. Hachz, ich habe mich so gefreut, gewartet, gehofft und all die Zeit gemieden, sie über iTunes zu kaufen. Und nun habe ich endlich ein neues Lieblingslied von den Jungs: “Enough” und “Criminal” (wenn YouTube gnädig ist, könnt ihr es dort hören).

Außerdem habe ich gerade eine halbe Stunde gebraucht - ich muss an der Stelle hoffentlich nicht explizit betonen, dass ich vom Fach bin? - um ein Bild für meine Krankenkassen-Karte hochzuladen, nachdem man mich zum 2. Mal freundlich darauf hingewiesen habe. Bereits 2x habe ich dieses Vorhaben abgebrochen, da die “Software” der Krankenkasse ein Krampf ist. Am liebsten hätte ich zum Schluss ein Bild von mir mit eindeutiger Geste hochgeladen. Mit dem Fadenkreuz auf dem Mittelfinger. Nun ist das auch erledigt.

Morgen: MegGyver meets Mr. Rock’n'Roll, der geschäftlich in Bonn ist. Falls wir nachmittags nicht geschmolzen sind (wir erwarten hier über 30 Grad), gibt es vielleicht das ein oder andere abkühlende Rhein-Bild mit 2 Blogger-Nasen ;)

Das Bonner-Blogger-Treffen heute abend schminke ich mir ab, da ich schon literweise Schweiß verliere, wenn ich mich an der Nase kratze. Die Luft in Augustin STEHT. Sorry Jungs & Mädels, isch han Kreislauf.

Ich wünsche euch einen … angenehmen Abend :)

29. Juli 2008 | Autor: Meg

… wenn ich mir mal die Bravo anschaue! Gerade stand ich in der Teeküche und kochte mir nen Tee. Bei uns im Marketing liegen alle möglichen Zeitschriften rum, in denen wir Anzeigen schalten, unter anderem auch die BRAVO.

1. Ein 14-jähriger leidet darunter, daß er stets so knapp bei Kasse ist und deshalb mit SAMENSPENDEN Geld verdienen möchte.

2. Eine 14-jährige leidet darunter, dass sie als einzige aus der Klasse noch keinen Sex hat und ob das normal sei.

DAS macht mir Angst!

24. Juli 2008 | Autor: Meg

…zeigt sich in einem völlig anderen Licht, wenn
… der erste verbale Kontakt des Tages sich in dem Satz äußert: “Soll ich Dir einen blasen?” - und dieser Satz aus dem Mund eines 14jährigen Jungen kommt, der seine Arbeitsstelle sichtbar an den Knien seiner Jeans trägt.

… beim Frühstücken am Stehtisch Dich eine Mutter um Geld anschnorrt und ihr kleines Kind Dich mit großen Augen aus seinem Kinderwagen, der vermutlich gleichzeitig Bett und Kleiderkasten zu sein scheint, ansieht.

… die erste Tätigkeit an Deinem Arbeitsplatz, das Einpacken der Reste eines 40jährigen 2fachen Vaters in einen Schuhkarton ist, weil er als letztes in seinem Leben, die Großaufnahme einer Lok suchte.

Dein Leben erscheint Dir plötzlich so strahlend. So perfekt.

23. Juli 2008 | Autor: Meg

Dieser Artikel ist durch ein Passwort geschützt.
Um ihn anzusehen, trage es bitte hier ein: