Donnerstag, Juli 10th, 2008 | Author: Meg

Eben habe ich bei Google nach schönen Synonymen gesucht, für meine neue FSK 18-Geschichte. Bei Wikipedia stieß ich auf ‘Maria Moese, DDR-Fernsehansagerin’, Mensch, arme Socke! :)

Ich habe nie recht verstanden, warum man überhaupt Synonyme sucht. Schwanz, Möse, Glied, Muschi sind vollkommen in Ordnung, nichts daran auszusetzen. Die englischen Wörter (pussy, cunt, dick, hard on) scheinen mir zwar angenehmer im Klang (besonders “Möse” klingt, durch das ö in der Mitte, wie ein sich vor Ekel zusammenziehender Mund), aber das kann auch bedingt sein durch die Fremdheit der anderen Sprache, die bei so delikaten Bezeichnungen angenehm distanziert anmutet. “Suck my dick, bitch” sagt sich wesentlich leichter als “Oh, entschuldige, ich habe unseren Hochzeitstag vergessen”.

Sehr gelacht habe ich, als ich in “Harte Jungs” etwas von “Lulu” und “Blumentopf” hörte und gewöhnte es mir an, diese beiden Worte zu benutzen, während ich kleine Geschichten darum spinne. Doch wenn es wirklich hart auf weich kommt, dann kommt man um einen klaren NAMEN nicht herum und was spricht dagegen, die Dinge beim Namen zu nennen (außer die ästhetische Armut der deutschen Sprache)?

Wie nannten das eure Eltern? Sprachen sie von Pullermann und Blümchen? Wie erklärt ihr es euren Kindern? Welche Bezeichnungen nutzt ihr selbst?

Los, traut euch … :)

Für den lustigsten gibt es eine … Kleinigkeit :)

Category: Daily thoughts
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18 Kommentare

  1. Gibt bei Radio FFH auch einen Moderator namens Felix Moese (sprich: Möse). Und in der Schule hat der es sicher auch nicht einfach gehabt - Kinder können wirklich grausam sein.

  2. Ohhhh, das können sie, ich weiß das. Sooo gut. Dabei ist mein Nachname noch verhältnismässig harmlos.

    Und wie sagst Du zu “Blumentopf” und “Lulu”? :)

  3. In der Reihenfolge: Schneggsche (man ist ja in Hessen), und “meiner” heisst Egon. So einfach ist das :P Und nein, die Geschichte dazu erzähle ich jetzt nicht.

  4. :shock:
    Egon?! … das ist jetzt aber nicht irgendeine ABKÜRZUNG :trommel: , oder?

  5. Ne. Bestimmt nicht.

  6. So schlimm finde ich die von dir aufgezählten Wörter auch nicht. Wobei Schwanz und Glied besser klingen als Muschi. Möse wäre jetzt nicht so sehr mein Favorit bei der Wortwahl, aber mangels vernünftiger Alternativen bleibt ja nicht so viel übrig.

    Und genau das ist das Schwierige daran, erotische Geschichten zu schreiben. Der Grat zwischen erotisch und vulgär ist schmal. Wenn man allerdings handfeste Dinge benennen will, dann sollte man das auch tun. Geschichten, in denen die Körperteile sonst wie poetisch umschrieben werden, regen nur mein Zwerchfell an. Sonst nix. :mrgreen:

    Wie ich “Dinge” nenne? Wähle ich aus den oben aufgeführten und außerdem kommt’s auf den Anlass an. :cool:

    Den Junior haben wir mit “korrekten” Begriffen aufgeklärt, die er auch in der Schule verwendet. Sprich: Glied oder Penis, Vagina oder Scheide.

  7. Oh, Meg ist mal wieder so irgendwie bei DEM Thema :eek: Als ich eine schwangere Bekannte neulich fragte, ob es denn ein Junge oder Mädchen würde, sagte sie nur: “Es wird ne Dose!” Ich –> :shock: Da musste ich dann doch schmunzeln.

    Wir benutzen im “familiären Hausgebrauch” - wenn Junior anwesend ist - die üblichen Worte wie Penis oder Vagina, Pullermann oder Scheide. Wenn Junior schläft, dann … erweitern wir den Wortschatz :mrgreen:

  8. @ Frau W., ich wünschte, es gäbe eigens eine Sprache für die Liebe und den Sex, eine reiche, vielfältige Sprache.
    Es gibt Begriffe, die kann ich nur hören, wenn mein Blut ausschliesslich in meinem Schoß pulisiert und sobald es in dem Kopf zurükschießt kann es vorkommen, dass ich das eben noch “geliebte” plötzlich “vulgär” finde.
    Was sagt uns das? ;)

    Ich werde mal schauen, wo ich mit meiner nächsten Geschichte lande … sicher werde ich nicht von Rösschen und Dickerchen sprechen ;)

    @ Prinzessin, Du kannst Deinen Wortschatz dann noch ERWEITERN?! :shock: Rrrrrrespekt!
    Was kommt denn dann dabei raus, hm? Los, komm. Sag. Hier darfst Du, Junior guckt ja nicht! :mrgreen:

  9. bei mir kommt es vollkommen auf die situation an. pussy oder muschi gehören eher zum alltäglichen gebraucht (man merkt, ich habe keine kinder um mich *grins*) beim sex allerdings, da kann es auch schonmal etwas härter werden. ich glaub, man nennt es dirty talk. allerdings immer in maßen und nicht in massen. und nein, damit meine ich nicht sowas wie ’schatz, du könntest mal wieder s bad putzen. das ist so dreckig’ :mrgreen:

  10. Sie: Los, mach schon, sag mir schmutzige Dinge!
    Er: Küche!

  11. Der mit der Küche könnte ein Running-Gag bei uns werden. Wobei Frau tAXMAN eben “Bad putzten” vorgelesen hat. Ein Wink mit dem Zaunpfahl?

  12. Die Sendung von Herrn Möse auf FFH heißt auch noch ‘Möses Welt’ :mrgreen:

    Ähm…der Keks sagt zu seinem kleinen Keks ‘Gagges’, warum auch immer, das kam einfach irgendwann… *ggg*

  13. Tscha, bei uns war´s eher konservativ profan: Glied, Penis, Scheide, Vagina. So weit, so langweilig..
    Aber - ich habe ja selbst zwei Knaben. Die sind ebenfalls langweilig erzogen, kennen aber schon einen Teil der landläufigen Alternativen. Ich habe dazu gelernt, als unser “Großer” so ca. vier Jahre alt war. Wir besuchten eine Freundin, Knäblein musste das Örtchen aufsuchen und wurde vom gleichaltrigen Mädchen begleitet.
    Dann kam er plötzlich recht entrüstet wieder, Lena hätte gesagt, er habe ein “Schnäpperle”.

    ???

    Ein was…?
    Doch, er wiederholte das Ganze, Lenas Mutter grinste breit - und klärte mich dann auf. Das Dreibein wird “hierzulande”, also im Schwäbischen, “Schnäpperle” genannt. Zumindest bei kleinen Kindern. Bei ausgewachsenen Exemplaren ist das anscheinend unangebracht… :mrgreen:

  14. :trommel: Also mit Schäpperle und Gagges könnte ich mich auch anfreunden. Schnäpperle darf dann auch schon mal Schnapper sein, Gagges hingegen klingt ausreichend gigantisch.

  15. http://www.youtube.com/watch?v=5m_5eTZMato

  16. Interessante Frage, doch so sehr ich überlege und nachdenke, es will mir einfach nicht einfallen wie meine Eltern das alles genannt haben. Ich vermute mal fast das sie zu meinen jetzigen viereinhalb Kilo einfach nur “Pullermann” gesagt haben.
    Was das weibliche Geschlechtsteil angeht, so finde ich den Begriff “Fellfrosch”, den Rammstein geprägt haben, genial.

  17. Sofern die Gefahr besteht, dass irgendwer mithört, benutze ich für beide Versionen schlicht “Südpol”.
    Das ist weder jugendgefährdend noch kommt es in irgendeinem Bußgeldkatalog vor.
    :pfeif:

  18. … ist es denn auch … anregend? ;)

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